+ Martin Luther zu Träumerein

Gliederung:

Martin Luther zu Träume, Traumdeutung und Neuoffenbarungen
Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195
Sollen wir um Träume beten?
Dämmerzustand und Träumereien im Spiritismus
Träume im Neuen Testament nach Pfingsten
Sekten und Irrlehren – die Folge von Traumdeutungen
Quellenangaben

Martin Luther zu Träume, Traumdeutung und Neuoffenbarungen:
Gott hat Martin Luther dazu gebraucht um Millionen Menschen, die die Bibel nur in lateinischer Sprache von ihren römisch-katholischen Priestern kannten, Gottes Wort in ihrer Sprache zugänglich zu machen. Da Martin Luther alsbald mit Schwarmgeistigem in Kontakt kam, hat er klares Wort dazu verfasst:Luther Tischrede

Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195:
„Diejenigen, welche Offenbarungen und Träume im Munde führen und suchen, sind Gottesverächter, da sie mit seinem Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung noch Träume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus (Galater 1,8), man solle sich daranhangen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte.““ Dr. Martin Luther

Sollen wir um Träume beten?
In mancherlei Kreisen wird gelehrt und gebetet, dass man herumträumen solle und so nach „Neuoffenbarungen“ suchen soll. In Pfingstkreisen und charismatischen Kreisen erlebt man solches öfters.
Gottes Wort lehrt nicht: „schlaft und träumt“ sondern vielmehr „seit nüchtern und wachet“. 1 Petrus 5,8

Dämmerzustand und Träumereien im Spiritismus
In der Esoterik und im Spiritismus allerdings beginnt jede Sitzung mit einem dämmerigen Schlaf-Zustand. Es ist unschwer zu erkennen, welcher Geist von uns fordert „träumt“. Unser liebender himmlischer Vater verlangt niemals, dass wir, wie im Spiritismus, in einen Dämmerzustand, unterstützt durch mantrische Musikdarbietung, verfallen und uns „Geistern“ im Schlafe öffnen sollen. In einem Dämmerzustand oder Trance-Zustand wir der Geist unkritisch und öffnet sich Gefahren und Einflüssen, wie zum Beispiel Hypnose, Manipulation durch okkulte Psychotherapien, fernöstlichen Spiritismus, Esoterik und so weiter. Der Geist Gottes will uns dagegen wach halten und führt uns stets durch Wachheit und bei klarem Verstand in die von Gott geoffenbarte Wahrheit. Wer das Wort Gottes hat, beachtet und den Herrn Jesus lieb hat, bedarf keiner Hypnose oder okkulten Verführung durch Psychologen oder Spiritisten, auch nicht im christlichem Gewand. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Hebräer 4,12

Lukas 21,36 So seid nun wach allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allem, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn.

Träume im Neuen Testament nach Pfingsten
Anhänger der Neuoffenbarungslehre und der Pfingstbewegung – charismatischen Bewegung verweisen gerne auf die Träume nach Pfingsten.
Schauen wir uns nun die beiden Stellen zu „Träumen“ im Neuen Testament nach Pfingsten, Apostelgeschichte 2,17 und Judas 1,8 an.

Apostelgeschichte 2,17 Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure alten Männer werden Träume haben.

Dies ist nicht vollständig in Erfüllung gegangen und ist somit eine Vorerfüllung zu Joel 3, welches sich nach der sieben Jährigen Drangsalzeit vollständig erfüllen wird. „Alles Fleisch“ ist keinesfalls eingetroffen, im Gegenteil, wir beobachten einen Niedergang und auch einen Abfall in der Gemeinde Jesu, der ja auch kommen muß, Matthäus 24. Deshalb spricht die Bibel an anderer Stelle von einer „kleinen Herde“.

Betrachten wir dazu einen Auszug vom Kommentar des Bibellehrers William MacDonald:
Apostelgeschichte 2,16-19 „Die wirkliche Erklärung lautete, dass Gottes Geist ausgegossen worden war, wie »durch den Propheten Joel gesagt ist« (Joel 3,1.2).
Jedoch waren die Ereignisse zu Pfingsten keine vollständige Erfüllung der Prophezeiung Joels. Die meisten Ereignisse, die in den Versen 17-20 beschrieben werden, sind während des Pfingstfestes nicht in Erfüllung gegangen. Doch was zu Pfingsten geschah, war ein Vorgeschmack der Ereignisse »in den letzten Tagen, . . . ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt«. Wenn Pfingsten die Prophezeiung Joels erfüllt hätte, fragt man sich: Warum wurde später eine Verheißung gegeben (3,19), dass Jesus zurückkommen und der Tag des Herrn kommen werde, wenn die Israeliten als Volk Buße tun und denjenigen annehmen würden, den sie gekreuzigt haben?
Das Joelzitat ist ein gutes Beispiel für mehrfache Erfüllung einer Prophezeiung (auch als »Grundsatz des doppelten Bezugs« bekannt). Demzufolge geht eine biblische Weissagung zu einem gewissen Zeitpunkt teilweise und zu einem späteren vollständig in Erfüllung.
Der Geist Gottes wurde zu Pfingsten ausgegossen, jedoch nicht wörtlich auf alles Fleisch. Die Prophezeiung wird zum Ende der Drangsalszeit endgültig erfüllt werden. Vor der Wiederkunft Christi in Herrlichkeit wird es am Himmel »Wunder« geben und »Zeichen« auf der Erde (Matth 24,29.30). Der Herr Jesus Christus wird dann auf der Erde erscheinen, um seine Feinde zu besiegen und sein Reich aufzurichten. Zu Beginn seiner tausendjährigen Herrschaft wird der Geist Gottes »auf alles Fleisch« ausgegossen werden, sowohl auf Juden als auch Heiden, und dieser Zustand wird fast während des gesamten Tausendjährigen Reiches fortdauern. Es werden verschiedene Offenbarungen des Geistes ungeachtet des Geschlechts, des Alters oder der sozialen Stellung auftreten. Es wird »Gesichte« und »Traumgesichte« geben, womit die Tatsache angedeutet wird, dass die Betreffenden Erkenntnis empfangen. Außerdem werden Weissagungen auftreten, womit die Weitergabe der Erkenntnis an andere gemeint ist. So werden die Gaben der Offenbarung und Mitteilung für alle Menschen sichtbar. Das alles wird nach Joels Angaben »in den letzten Tagen« geschehen (V. 17). Dies bezieht sich natürlich auf die letzten Tage Israels und nicht der Gemeinde.“

Nun zu „Träume“ im Judasbrief:
Judas 1, 8 Doch ebenso beflecken auch diese Träumer das Fleisch und verachten die Herrschaft und lästern Herrlichkeiten.

Hier finden wir die Negativbesetzung von Träumen. William MacDonald kommentiert:
„Judas 1,8 Judas kehrt nun zum Thema der Abtrünnigen seiner Zeit zurück und beschreibt ihre Sünde sowie die gegen sie gerichtete Anklage. Er verwendet der Natur entnommene Bilder, die ihnen entsprechen, und beschreibt ihre Bestimmung sowie ihre gottlosen Worte und Taten (1,8-16).
Zunächst einmal geht es um ihre Sünden. Durch Träume »beflecken« sie »das Fleisch«. Ihr ganzes Gedankenleben ist verunreinigt. Sie leben in einer Welt schmutziger Fantasien, und sie finden wie die Männer Sodoms die Erfüllung ihrer Träume schließlich in sexuellen Sünden.
Sie »verachten … die Herrschaft«. Sie lehnen sich gegen Gott und gegen obrigkeitliche Autoritäten auf. Sie sind Verteidiger von Gesetzlosigkeit und Anarchie. Ihre Namen stehen auf den Mitgliederlisten von Organisationen, die die Regierung stürzen wollen.
Sie »lästern« himmlische »Herrlichkeiten«. Damit sind Engelwesen gemeint. Den Abtrünnigen bedeuten die Worte: »Es ist keine staatliche Macht außer von Gott« (Röm 13,1) nichts. Sie verachten das göttliche Gebot: »Einem Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen« (2. Mose 22,27). Sie sprechen verächtlich von jeder Autorität, ob sie nun von Gott, Engeln oder Menschen ausgeübt wird.“

Abschließend kann festgestellt werden, dass wir im Neuen Testament über zwanzig Aussagen zu „wacht oder wachet“ haben, als eindeutige Aufforderungen an die Gläubigen gerichtet „wach“ zu sein und zu „wachen“, das heißt bei Verstande wach zu sein und sich nicht durch Mystik, Schwärmerei und Trance fördernde Umstände wie Musik, überschwängliche Kerzenstimmung, Klänge. Töne, Trommeln, Räucherwerk, Besprechen, Bannen oder optische Fokussierung wie Tücher, Tanz in Schwärmerei und Dämmerzustand versetzen zu lassen..
Keine einzige Aufforderung ist an die Gläubigen gerichtet, die fordert „träumt“, im Gegenteil, wir finden Warnungen nicht zu träumen sondern zu wachen.

Sekten – falsche Lehren – die Folge von Traumdeutungen
Die Missachtung sehen wir in der Tatsache, dass alle nachtestamentlichen Sekten der letzten 2000 Jahre, es sind viele Tausende, nahezu alle aus Träumereien, Visionen und Traumdeutungen hervorgegangen sind.

Quellenangaben:
Martin Luther: Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195
CLeVer Bibelprogramm (CleVer.de)
Sermon-online.de Bibelkommentar
Wiliam MacDonald – Kommentar Neues Testament (sermon-online und CLV-Verlag)
Els Nannen: C. G. Jung -Der getriebene Visionär http://www.cbuch.de/product_info.php?products_id=511
Wikiquote.org: Luther-Colloquia

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+ Das Sterben der Kirchen

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Die Pfingst- und Charismatische Bewegung und das Sterben der Kirchen.

Jüngst war ich bei einer Evangelisation Mitarbeiter.
Es ging darum die Ärmsten und Gescheitertsten in einer Großstadt zur Weihnachtszeit zu erreichen. Eine gute Zeit, dachte ich, den Menschen die rettende Botschaft von Jesus Christus zu bringen, denn gerade zu Weihnachten wird viel unter Einsamkeit oder Familienzwist gelitten. Ich wurde von einem Bruder angesprochen, von dem ich wusste, dass er der Charismatischen Bewegung angehört, dieser Ausrichtung gehörte ich zu Beginn meines Glaubenslebens auch an. Dennoch ging ich davon aus, dass es auch „nüchterne“ Gläubige bei der Evangelisation gibt. Ein Begegnungscafé wurde dafür genutzt – eine gute Möglichkeit der Zusammenarbeit, wenn wir unseren Herrn Jesus verherrlichen wollen. Beim Gebet zu Beginn vermisste ich das „Amen“ wenn Einer sein Gebet gesprochen hat. Mir ist im Laufe meines Glaubenslebens aufgefallen, dass in schwärmerischen Kreisen stets das „Amen“ dem einzelnen Betenden verweigert wird. Erst zum Schluss, nachdem Jeder sein Gebet gesprochen hat, wurde das Amen gesprochen. Ich kannte dies aus meiner Zeit mit Geschwistern pfingstlerischer Ausrichtung. Manche Gebetsinhalte widersprachen deutlich dem Willen Gottes und so soll man auch sein Amen zurückhalten wie das Beispiel 1 Korinther 14,16 zeigt. Darüber habe ich mir oft Gedanken gemacht, da ich immer soetwas wie „Zwang“ empfand, konnte doch Keiner sich einem bestimmten Gebetsinhalt enthalten, sei es noch so unbiblisch. Ein typisches Zeichen für die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Dieser indirekte Zwang zur synkretischen Ausrichtung war ein Grund, warum ich diese Bewegung verlassen habe. Zur Erläuterung dieser Gebetspraxis weiter unten oder Hier: Erläuterung dieser Gebetspraxis

Es wurde Kaffee und Kuchen gereicht und kleine Weihnachtsbeutel vorbereitet. Mit diesen Beuteln ging es in das Wohngebiet, gezielt sollten Drogen- und Alkoholabhängige und Menschen in sozialen Schwerstsituationen, soweit optisch wahrnehmbar, angesprochen werden.

Als dann eine Frau, der es sichtbar wirklich schlecht ging, hereinkam, boten wir ihr Kaffee und Kuchen an, was sie dankbar annahm. Wir kamen nach kurzer Aufwärmphase darauf zu sprechen, das dieses ein Kirchenkafé ist, in dem auch die Frohe Botschaft Jesu Christi weitergegeben wird. Ob ihr das was sagt, fragte ich sie. Sie ging erwartungsvoll darauf ein und es entstand ein angenehmes lockeres Gespräch. Plötzlich setzte sich eine Frau dazu, die ich von der Pfingstbewegung her kannte und ich ließ zu, dass sie sich auch von Frau zu Frau austauschten. Dann jedoch nahm das Gespräch eine Form an, die mir im Nachhinein Kopfschmerzen bereitete. Die Pfingstlerin fing an von einem anderen Jesus zu erzählen, der ihr optisch unmittelbar am Krankenbett erschien und zu verschiedenen anderen Situationen ebenfalls. Sie verlangte von der Frau, dass sie Jesus um zusätzliche Offenbarung irdischer Art oder in Träumen suchen soll. Sie solle das von „Jesus“ verlangen. Sie verschwieg der Frau, dass sich Gott uns durch die Bibel offenbart. Ich überlegte was ich tun soll, da die Frau in einem schlechten Allgemeinzustand war, entschied ich mich nicht dazwischen zu gehen. Es hätte vielleicht die Chance zerstört, dass die Frau zu Gott findet. Ich nahm mir vor zu Gott zu beten, dass er ihr den rechten Weg weisen möge. Ich glaube die Frau war damit völlig überfordert, sie hatte es dann auch plötzlich eilig. Irgendwie finde ich die Menschen mißbraucht, wenn sie mit schwärmerischen Pfingstpraktiken überfordert werden. Nirgends in der Bibel steht, dass wir Jesus Christus in Träumereien suchen sollen. Wir sollen vielmehr wachen und im Wort bleiben.
Eine Biblische Prüfung zum Erscheinen Jesu Christi weiter unten oder hier:

Eine friedvolle Gelassenheit tritt ein, wenn man sich auf Sein Wort, die Bibel, konzentriert und Jesus Christus glaubt. Wie wunderbar, dass wir nicht im trüben Wasser von Träumereien und Mystik herumstochern müssen. Wir haben das klare Wort Gottes, so lehrt uns auch Luther. Die Pfingstlerin ist seit Jahren in charismatischen Exorzismus, genannt „Heilungs- und Befreiungsdienst oder Encounterdienst“ gebunden, und hatte schon an vielen charismatischen Exorzismus-Sitzungen teilgenommen. Seit Jahren gibt sie sich dem Exorzismus hin, mit der Begründung Jesus habe sie zur Bekehrung nicht von der Schuld der Großväter, die Freimaurer waren, befreien können(!). Dies widerspricht vollkommen dem Neuen Testament in Sachen Wiedergeburt und Erneuerung im NT Sinne. Ich kannte sie aus meiner früheren Zeit in der charismatischen Bewegung und war verwundert sie hier anzutreffen. Da eine große Unwissenheit über die biblischen Aussagen im Zusammenhang mit „Besessenheit, Dämonie“ und neutestamentliche Wiedergeburt besteht, sei hier eine Bibelarbeit über diese, aus dem Katholizismus stammenden, charismatischen Exorzismus aufgeführt: Der unbiblische Befreiungsdienst und die befreiende biblische Wahrheit

Jedem sollte klar sein: es ist eine Sünde, dem Herrn Jesus zu unterstellen, er habe uns nicht von sämtlicher Schuld, auch zurückliegende, befreien können und es bedürfe weitere zusätzliche menschliche jahrelange Bemühungen mittels „Befreiungsdienste“. Wer Menschen kennt, die in die teuflischen Verstrikungen dieser „Befreiungs-Dienste“ geraten ist, erfährt schnell, dass es eine jahrelange unbiblische Bindung an Menschen ist, wovor uns Gott warnt: Sprüche 29,25 Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist in Sicherheit.
1 Korinther 7,23 Ihr seid um einen Preis erkauft. Werdet nicht Sklaven von Menschen!
Jakobus 4,7 Unterwerft euch nun Gott. Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen. 8 Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen. 9 Seid niedergebeugt und trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit, und eure Freude in Niedergeschlagenheit. 10 Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.

Als dann alle ihren Dienst taten, trafen sich alle zum Schlussgebet. Darin wurde ausdrücklich um Träume und Neuoffen- barungen durch Träume gebetet. Ebenfalls wurde um ausdrücklichen Segen für ungläubige Lebenspartner und Familienangehörige gebetet, aber nicht um ihre Errettung, so wie es uns Gott in der Bibel lehrt. Dies brachte mich ernsthaft zu der Überlegung, ob ich wirklich in Zusammenarbeit mit diesen Kreisen weiter evangelisieren soll. Ich hatte einen schalen Eindruck. Mir kamen die „Evangelisierten“ irgendwie von der Charismatischen Bewegung mißbraucht vor, da es ihnen, den Charismatikern, vordergründig darum ging, die charismatische Sonderlehre von Neuoffenbarungen durch Träume, Visionen und spiritistische Erscheinungen den Menschen überzustülpen, anstatt auf den Ratschluss Gottes der Bibel, der klar und unmißverständlich das Evangelium vermittelt, hinzu arbeiten.

Erläuterung Gebetspraxis:
Gebetet wird meist in Einstimmung und Begleitung von Musik. Von Jesus Christus wissen wir, dass er niemals in Begleitung von Musik zum Vater betete. Auch von den Aposteln, Jüngern und den Gemeinden ist darüber nichts zu lesen. Zumindest nicht, wenn es um Fürbitte in solch ernsthaften Dingen geht. Diese Praxis ist also aus dem Neuen Testament unbekannt. Damit meine ich nicht, dass keine Loblieder oder Anbetung in Verbindung mit Lobliedern geschehen soll. Hier geht es um den speziellen Themenrahmen und die Vorbereitung einer Aktion in Fürbitte.
Nun zur Gebetspraxis im weiteren Sinne.
Wer sich in Gemeinschaft mit Pfingstlern und Charismatikern begibt, stellt fest, dass das vertraute „Amen“, nach dem ein Gläubiger zum Herrn gebetet hat, fehlt. Erst nachdem das „Gruppengebet“ beendet ist, wird, manchmal zögerlich, das „Amen“ gesprochen. Im 1 Kor 14,16 vermittelt uns Gott seinen Gedanken, dass wir nicht zu Allem das Amen sagen können. Wenn Einer ein Anliegen betet, was dem Willen Gottes nicht zu entsprechen vermag, kann der Bruder oder die Schwester, die am Gebet Teil hat, das Amen enthalten. So kann man seine Zustimmung oder Ablehnung, im Sinne der Bibel, deutlich machen. In Nichtschwärmerischen Versammlungen ist dies übliche Praxis, dass wen Jemand betet im Anschluss sogleich das Amen gesprochen wird oder vielleicht enthalten wird, Letzteres aber sehr selten ist.
Im Allgemeinen ist fest zu stellen, dass in Schwärmerischen Kreisen der Pfingstbewegung und Charismatischen Bewegung Gruppengebete gesprochen werden, um eine geistige Einheit zu bilden. Wenn möglich wird dazu eine Stimmung geschaffen, wie wir es aus der Welt kennen: Musik, Stimmungsbeeinflussende Musik sogar. Im New Age, in der Psychologie, Gruppendynamik, Spiritismus, Schamanismus eine übliche Praxis. In der musikalischen Einstimmung wird eine Stimmung erzeugt, die die Anwesenden unkritisch werden lässt. Gebete werden unnüchtern und sehr schnell, oft schwärmerisch gesprochen. Die Worte werden oft so schnell gesprochen, dass man Mühe hat das gesagte zu sortieren und zu prüfen. Das Amen zur Bestätigung des von jedem Einzelnen gesagte wird vermieden. So wird eine Stimmung erzeugt, die zum Ergebnis führt, dass man sich geistig Eins macht. Davor warnt uns jedoch die Bibel, wenn Gott uns sagt: Wachet, glaubt nicht jedem Geist, prüfet usw.

Beeinflussung auf die Kirche im Allgemeinen durch die Pfingst- und Charismatische Bewegung.
Zeitgleich mit der Errichtung der charismatischen Lehre der „Zweiten Erfahrung“ – zusätzliche Geist(er)Taufe, des Zungenredens und des Synkretismus ist ein Sterben der Kirchgemeinden in den vergangenen 100 Jahren zu beobachten. Obwohl der Vatikan durch den Papst auf dem Konzil zu Trient einen Fluch über alle evangelischen Christen ausrufen ließ, der bis heute unwiderrufen ist, biedern sich die charismatischen Kreise dem Vatikan durch unbiblische Ökumenebestrebungen an. Vergessen sind die Millionen und Abermillionen getöteter Juden und Bibelchristen, die auf das blutige Konto des Vatikan und der Päpste gehen. Eine aufrichtige Buße darüber steht seit Jahrhunderten aus.
Mit sämtlichen Tricks und Methoden wird versucht wieder Menschen, auch „Gottferne“ in die Kirchgemeinden zu locken. Gott hat es aber nicht nötig, dass man seine Botschaft trickreich anbietet. Seit jeher sind die Menschen wegen der klaren Botschaft von Buße und Vergebung zum Herrn Jesus gekommen und erwarten das auch von der Kanzel. Aber als die Pfingst- und Charismatische Zweistufenlehre mit ihren ekstatischen Erscheinungen in die Kirchen und Gemeinden Einzug hielt, sind die Menschen skeptisch geworden und haben das Vertrauen verloren. Vor allem deswegen, weil sie ein Wirrwarr erlebten, welches der Ordnung Gottes widerspricht. Eine Bewegung, die den Menschen unwahre Versprechen von Heilung körperlicher Leiden gibt, die ihre Anhänger in Seminaren und Kongressen reihenweise mittels Massenhypnose per Audioanlage umfallen lässt, ihre Anhänger in „Heilungsshows“ wie Hunde bellen, wie Wölfe heulen und wie Pferde wiehern lässt, danach 5- oder 10- Litereimer für die Geldeinnahmen herumgehen lässt, verspielt auf gefährliche Weise das vage Vertrauen der Menschen in die Kirche und in das Evangelium.

Erklärung zur irdischen Erscheinungen Jesu Christi:

Der irdische Tempel Gottes ist der Leib Christi mit seinen Gliedern, Gottes Geist wohnt in den wiedergeborenen Gläubigen. Von einem zusätzlichen mystischen Erscheinen Jesu, wie es im Spiritismus, Reiki, New Age und in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung gelehrt und praktiziert wird, offenbart uns Gott in seinem heiligen Wort nicht.

Optische Visionen Jesu in Extremsituationen für Menschen die keinen Zugang zum Evangelium haben – gibt es Ausnahmen?
Sicher mag es Ausnahmen geben, für Extremfälle, in denen Menschen anderer Glaubensrichtung keinen Zugang zu Gottes Wort – Die Bibel – haben, ihnen Jesus Christus als Vision erschienen ist. Es wird davon Berichtet, dass Menschen im Islam, Buddhismus, Hinduismus und anderen Heidenreligionen, die den wahren Gott suchten, jedoch keinen Zugang zum Evangelium hatten, solches wiederfahren ist. Menschen dieser Religionen werden häufig hart verfolgt und getötet, wenn sie sich nach dem Evangelium Jesu Christi, als den eingeborenen Sohn Gottes, ausstrecken und den wahren Gott annehmen und ihre Religion ablegen wollen. Der Weltverfolgungsindex von Open Doors, Hilfswerk für verfolgte Christen und ihre Familien, belegt dieses für die vergangenen Jahre.
Bei Gott ist nichts unmöglich – dennoch sind wir in den Ländern, in denen das Evangelium zugänglich ist, so reich gesegnet mit Seinem Wort und dem Evangelium, dass zusätzliche Mysterien überflüssig und schädlich sind. Gott äußert sich eher ablehnend in Bezug auf neutestamentliche Zeichen und Wunder und setzt dies eher in Verbindung mit Irrlehrern und Verführern: Matthäus 24,24; Johannes 4,48. Von Optischer Erscheinung dieser Art wird nach Pfingsten im NT nichts berichtet.
Bis zum Zweiten Kommen Jesu Christi sind wir, die Gläubigen, der Tempel des Geistes Gottes, den uns unser liebender Herr Jesus als Tröster gegeben hat Johannes 14,16 – 16,7.

Hier nun die entsprechend en Bibelstellen zum Erscheinen oder Zweiten Kommen Jesu Christi, welches uns bevor steht, aus Luther 1912: Matthäus 24,30 Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Apostelgeschichte 1,11welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.
1 Thessalonicher 4,16.17 denn er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. Danach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit.
1 Thessalonicher 5,1.2 Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brüder, ist nicht not euch zu schreiben; denn ihr selbst wisset gewiss, dass der Tag des HERRN wird kommen wie ein Dieb in der Nacht.
Offenbarung 1,7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, die ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme des Landes. Ja, Amen.

Wie wir also sehen wird der Herr Jesus sichtbar und hörbar für alle Menschen erscheinen. Von Einzelerscheinungen kann nicht die Rede sein. Es steht sogar die Warnung: 2Korinther 11,14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist besser sich auf das schriftlich geoffenbarte und vollständige heilsame Wort Gottes zu verlassen als in trüben Visionen und Erscheinungen herum zu irren.
Wir haben Allen Grund Dankbar zu sein, für das wunderbare Wort Gottes und die Zusagen und Verheißungen darin. Millionen Menschen würden Alles, ihr gesamtes Hab und Gut, für eine einzige Bibel hergeben. Viele Dörfer und Gemeinden in wirtschaftlich ärmeren Regionen dieser Welt, teilen sich eine völlig zerlesene Bibel oder Bibelteil. Diese(s) wird von Haus zu Haus gereicht.
Wollen wir allezeit unserem Herrn danken, dass wir freien Zugang zu seinem Heiligen Wort haben und uns stets daran erfreuen und uns gegenseitig damit erbauen.

Den Verführungen des Wiedersacher Gottes erliegen wir nur, wenn wir uns weigern im Worte Gottes ausgiebig zu forschen und uns das Wissen um die Zusammenhänge in der Bibel fehlen. Dann haben die endzeitlichen Verführer leichtes Spiel. Dann können die religiösen Führer und „charismatischen“ Lehrer sie um den Finger wickeln, diese kennen die Bibel meist besser als Sie.

Lesen und forschen Sie bitte deshalb regelmäßig in der Heiligen Schrift. Legen Sie sich dazu mehrerer grundtexttreue Ausgaben, zum Beispiel Elberfelder Edition Hückeswagen, Jantzen NT, Luther 1912, Schlachter2000, und wenigstens eine Studienbibel, zum Beispiel John MacArthur Schlachter2000 zu. Ebenfalls benötigen Sie einen Kommentar zum Neuen Testament zum Beispiel von William MacDonald. Auf CLV, Cbuch, CSV-Verlag und Beröa werden Sie fündig in Sachen bibeltreuer Literatur.

Im Bibelprogramm CLeVer von CLV ist alles für ein geringes Budget integriert.

Weiterführende Links: das-Wort-der-Wahrheit – unbiblische Praktiken der Pfingstbewegung und charismatischen Bewegung inclusive ausführliches Downloadmaterial.
Horst Koch – Aufklärung im Licht der Bibel, inclusive ausführlichem Downloadmaterial

Fotos Quelle von oben nach unten:
Header: Bildausschnitt © Abendsonne in Plothen Marco Barnebeck_pixelio.de



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