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Sprachenreden oder Zungenreden
Quelle: Bibelkreis.ch

15 Thesen zum Thema „Sprachenreden in der Bibel“

Über das Wesen des biblischen Sprachenredens gibt es heutzutage sehr kontroverse Meinungen. Nachfolgend stelle ich 15 teilweise provokative Thesen zum Thema auf. Im Anschluss daran sollen dieselben näher erläutert und am Bibeltext festgemacht werden:

1. Bei der Gabe der Sprachenrede in der Bibel handelte es sich um eine übernatürliche Gabe von Gott.
2. Der Heilige Geist vermittelte die Fähigkeit zur Sprachbeherrschung und zur korrekten Aussprache.
3. Beim Sprachenreden in der Bibel handelte es sich nicht um ein Gestammel oder um unartikulierte Laute, sondern um wirkliche Sprachen.
4. Die Bezeichnung „Zungenreden“ ist eine falsche Wiedergabe von „en glossais lalein“. Korrekt müsste man mit „Sprachenreden“ bzw. „Fremdsprachenreden“ übersetzen.
5. Die biblischen Sprachenredner beherrschten die jeweilige Fremdsprache aktiv, ohne sie jemals zuvor gelernt zu haben.
6. Auch der Akzent war jeweils korrekt, sodass die biblischen Sprachenredner selbst bestimmte Dialekte beherrschten.
7. Die biblischen Sprachenredner wirkten nicht als Medien. Ihr Bewusstsein war nicht eingeschränkt und ihr Verstand nicht ausgeschaltet.
8. Die biblischen Sprachenredner waren sich daher auch immer dessen, was sie sagten, voll bewusst. Sie waren ja die Redenden, mit Hilfe des Heiligen Geistes.
9. Die biblischen Sprachenredner waren beim Sprechen in einem nüchternen Zustand der völligen Selbstkontrolle.
10. Diese übernatürliche Sprachengabe sollte insbesondere dem Volk Israel bezeugen, dass mit Pfingsten (Apg 2) ein neues Zeitalter, das Zeitalter der Mission, begonnen hat: Gott spricht nun nicht mehr lediglich in einer Sprache zu einem Volk, sondern in vielen Sprachen zu allen Völkern.
11. Die Sprachenrede hatte nur einen Sinn, wenn die Anwesenden den Inhalt verstehen konnten. Falls die Anwesenden die jeweilige Fremdsprache nicht verstanden, musste für Übersetzung gesorgt werden.
12. Nicht alle Christen der Anfangszeit konnten in Sprachen reden, sondern nur gewisse, die in Gottes souveräner Auswahl die Gabe bekommen hatten.
13. Es gab nur einen Typ von Sprachenrede in der Bibel. Bei der Sprachenrede von Apg 2 handelte es sich um dasselbe Phänomen wie in 1Kor 12-14.
14. Die biblische Sprachenrede sollte allmählich verklingen und, im Gegensatz zu verschiedenen anderen Gaben, nicht bis zur Wiederkunft Christi bleiben.
15. Das heutzutage propagierte und von Tausenden praktizierte „Zungenreden“ entspricht nicht dem biblischen Phänomen der „Sprachenrede“.

Alle sieben Stellen der Bibel zum Thema
In der Bibel wird an sieben Passagen über Sprachenreden gesprochen.[1] Zwei Stellen finden sich im AT, alle anderen dagegen stehen im NT. Es ist wichtig, alle Stellen genau zu untersuchen, um den biblischen Befund vollständig überblicken zu können.

Nachfolgend seien zunächst alle Stellen, zusammen mit einer kurzen Charakterisierung und Umschreibung ihres jeweiligen Kontextes überblicksmässig aufgeführt:

AT: 1Mo 11,1-9: Nach der Sintflut hatte die Urgesellschaft in Babel eine einzige gemeinsame Sprache. Infolge ihres Hochmuts und ihrer Rebellion gegen Gott, verwirrte der HERR ihre Sprache, indem er verschiedenen Sippen neue Sprachen eingab. Alle Sippen, die eine neue Sprache bekamen, verloren ihre ursprüngliche. Dafür beherrschten sie die jeweils neue Sprache ohne vorangegangenen Lernprozess.

Jes 28,11-12: Jesaja kündigte um 700 v. Chr. an, dass der Ewige dereinst durch fremde Sprachen zu dem Volk Israel reden würde. Obwohl dies ihre besondere Aufmerksamkleit erwecken sollte, würde Israel als Nation leider auch dennoch keineswegs bereit sein, auf diese Botschaft zu hören.[2]

In 1Kor 14,21 zitierte der Apostel Paulus diese Jesaja-Verse und bezog sie ausdrücklich auf das neutestamentliche Sprachenreden. Daraus folgerte er, dass dieses Zeichen insbesondere für Ungläubige bestimmt sei (1Kor 14,22), allerdings nur, wenn die Angesprochenen diese Fremdsprachen selber auch verstehen, sonst würden sie ja fast gezwungenermassen denken, dass die Sprechenden verrückt seien (1Kor 14,23).

NT: Mark 16,15-18: Nach seiner siegreichen Auferstehung gab der Herr Jesus Christus seinen 11 Aposteln den Auftrag zur Weltmission. Diese neuartige Botschaft sollte durch verschiedene Zeichen bestätigt werden. Eines dieser Zeichen würde das Phänomen des Sprachenredens sein.

Apg 2,1-21: Am Pfingsttag wurde der Heilige Geist über die messianisch-gläubigen Juden in Jerusalem ausgegossen. Dieses Ereignis markierte einen tiefen Einschnitt bzw. einen Neuanfang in der Heilsgeschichte: Durch die Taufe mit dem Heiligen Geist wurde die Kirche, die Gemeinschaft der Christen, gegründet (1Kor 12,13). An diesem Tag erfüllte sich die Verheissung aus Jes 28 und Mark 16 zum ersten Mal. Die Jünger Jesu begannen in allen möglichen Fremdsprachen und Dialekten, welche sie zuvor noch nie gelernt hatten, die grossen Taten Gottes zu verkündigen (Apg 2,4-11). Dieses Zeichen symbolisierte gegenüber Israel, dass Gott sich nun nicht mehr nur einem einzigen Volk in besonderer Weise mitteilen würde. Die Botschaft von dem Erlöser Jesus Christus sollte allen Völkern in ihrer Sprache gebracht werden, ganz gemäss dem Vier-Punkte-Programm des Weltmissions-Mandates aus Apg 1,8: Jerusalem-Judäa-Samaria-bis ans Ende der Erde.

Da dieses Geschehen mit dem jüdischen Tempelfest „Schavu’oth“ zusammenfiel, waren, nebst den Besuchern aus Städten und Dörfern des Landes Israel, abertausende von Juden aus dem ganzen Römischen Weltreich, und selbst aus Ländern darüber hinaus, in Jerusalem zu Besuch.[3] Diese Juden konnten die vielen Fremdsprachen, welche die für ihre fehlende Formalbildung bekannten Galiläer sprachen, verstehen. Dadurch kamen sie in Verlegenheit. Die Einheimischen konnten damit allerdings gar nichts anfangen. Sie taten das Phänomen mit dem Verweis auf Trunkenheit spottend ab.

Pfingsten war die Umkehrung der babylonischen Sprachenverwirrung. Babel bedeutete Trennung und sich nicht verstehen können. In Jerusalem kam es an Pfingsten zu einer Zusammenführung und Vereinigung in Christus. Durch das Evangelium sollten Kultur-, Rassen- und Sprachbarrieren abgebrochen werden. An Pfingsten 32 wurde dies zeichenhaft demonstriert.

Apg 10,44-48: Bis zu diesem Zeitpunkt herrschte unter den messianisch-gläubigen Juden die Meinung vor, dass Nicht-Juden, die zum Glauben an den Erlöser Jesus Christus kommen, durch eine Proselyten-Taufe ins Judentum übertreten sollten. Nur so sollte es möglich sein, dass sie den Heiligen Geist empfangen würden, wie dies mit jüdischen Christen am Pfingsttag geschehen war. Als der Apostel Petrus jedoch das Evangelium nach langem Zögern dem römischen Hauptmann Kornelius und denen, die ihm nahestanden, verkündigte, bekamen diese den Heiligen Geist sobald sie die Frohe Botschaft  im Glauben aufgenommen hatten. Beweis dafür war die Tatsache, dass diese Römer begannen, in für sie vordem fremde Sprachen Gott zu loben, und dies ohne dass sie getauft worden waren. Die jüdischen Begleiter des Apostels hörten und verstanden diese Gebete.[4] Sie kamen ausser sich, da sie so etwas als unmöglich angesehen hatten. Da diese Juden die Fremdsprachen[5] der Römer im Haus des Kornelius verstanden hatten, liegt es auf der Hand, dass es sich wohl um Hebräisch und jüdisch-palästinensisches Aramäisch gehandelt hat, was im Munde dieser Heiden damals wirklich etwas Besonderes gewesen sein muss.

Apg 19,1-7: Als Paulus um 54 n. Chr. nach Ephesus gekommen war, begegnete er etwa zwölf Jüngern von Johannes dem Täufer. Diese Gläubigen hatten den Heiligen Geist nie empfangen. Das Pfingstereignis (Apg 2) war ihnen fremd und wohl noch vieles andere, was zentral in Verbindung mit der Lehre des Christentums steht. Paulus führte sie weiter. Als sie den Heiligen Geist empfingen, begannen sie in anderen Sprachen zu sprechen. Hier steht das Sprachenreden in Verbindung mit diesem dramatischen Schritt, wo Gläubige im Sinn des AT Gläubige im Sinn des NT wurden.

1Kor 12-14: Paulus belehrte die Christen in Korinth allgemein über das Thema der geistlichen Gaben. Nebst vielen anderen Manifestationen des Heiligen Geistes wird hier in allen drei Kapiteln über die Gabe des Sprachenredens gesprochen. In Korinth gab es diversen Missbrauch der Gaben und ebenso unordentliche Anwendungen derselben. Daher sind diese Kapitel chrakterisiert durch allgemeine Belehrung einerseits und spezifische Korrektur andererseits. Über das innere Wesen des Sprachenredens erfahren wir allerdings nirgends im NT soviel Detailliertes wie hier, insbesondere in Kapitel 14.

Sprachliche und exegetische Hinweise
Nachfolgend stelle ich einige Bemerkungen philologischer und exegetischer Natur zu den neutestamentlichen Stellen über das Sprachenreden zusammen. Durch das gründliche Herausarbeiten einiger Feinheiten kann das Wesen des biblischen Sprachenredens besser erfasst und eingeordnet werden:

„Sprachenreden“ kontra „Zungenreden“
Der Begriff „Sprache“ im NT ist die Übersetzung des griechischen Wortes „glossa“. Das Wortfeld „glossa“ umfasst u.a. folgende Bedeutungen: Zunge (als Organ), Sprache, Fremdsprache. Im Zusammenhang mit dem Sprachenreden finden sich im griechischen Grundtext folgende Wendungen: “glosse lalein“,[6] „lalein en glosse,“[7] „lalein glosse,“[8] bzw. “lalein glossais“[9]  und „glossais lalein“.[10] Im Deutschen können wir diese Ausdrücke wiedergeben mit: “eine (Fremd)-Sprache sprechen“ bzw. „(Fremd)-Sprachen sprechen“. Die Übersetzung mit „in Zungen reden“ ist sachlich falsch und weckt irrige Assoziationen mit Zungenakrobatik oder ekstatischem Lallen. Derartige Assoziationen waren den ursprünglichen griechischsprechenden Lesern der neutestamentlichen Schriften mit Sicherheit fremd.

Herbert Glück umschreibt den Begriff „Glossolalie“ (Zungenreden) in dem linguistischen Metzler Lexikon der Sprache wie folgt: „In (religiöser) Ekstase hervorgebrachte unartikulierte Lautproduktionen, hinter denen göttl. Botschaften vermutet und gesucht werden (z.B. 1. Kor. 14,2: „Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist Geheimnisse“).“[11] Man fragt sich wirklich, mit welchem Recht er zu solchen Schlussfolgerungen gekommen ist. Der biblische Text spricht in Verbindung mit Sprachenreden nie von „Lallen“, Stammeln“ oder „Ekstase“. Es würde nicht überraschen, wenn der falsche Begriff „Zungenreden“ bei diesem Missverständnis seinen Beitrag dazu geleistet hat.

Aufschlussreich ist, was Hörster dazu schreibt: „Während in den älteren Übersetzungen und Kommentaren der Begriff Zungenrede vorherrscht, hat sich inzwischen bei den Exegeten die Überzeugung durchgesetzt, dass dieser Begriff unangemessen und irreführend ist (…). Sie erweckt den Eindruck, als würde bei diesem Charisma die Zunge als Organ, von einer anderen Macht beherrscht, unartikulierte Laute bilden.“[12]

„Neue Sprachen“
In Mark 16,17 kündigte der auferstandene Christus seinen Jüngern und denen, die durch sie zum Glauben kommen würden, verschiedene Zeichen und Wunder an, u.a. auch das Phänomen der Sprachenrede. Er sprach in diesem Zusammenhang von „neuen Sprachen“. Man könnte leicht auf die Idee kommen, dass dies besage, Sprachenredner würden in neuartigen Sprachen reden, die es zuvor noch nie gegeben hatte. In diesem Fall müsste man im griechischen Text jedoch viel eher das Adjektiv „neos“ erwarten. Dieses Wort bedeutet insbesondere „neu“ im Sinn von „jung“, „frisch“ oder „neuartig“. Es weist auf Dinge hin, die erst vor kurzem ins Dasein gekommen sind. Markus verwendet dort allerdings das Wort „kainos“, das insbesondere „neuartig“, „ungewohnt“, „fremd“ bedeutet und oftmals Dinge bezeichnen kann, die schon längst bestanden haben, aber erst vor kurzem bekannt geworden sind. So bringt „kainos“ in unserem Kontext hier zum Ausdruck, dass diese Sprachen, obwohl schon früher existiert habend, neu für die Sprechenden sein würden.[13] Mark 16 kündigte an, dass gewisse Menschen plötzlich Sprachen beherrschen würden, die sie früher nicht sprechen konnten und die zum Zeitpunkt ihrer ersten Anwendung für die Sprechenden daher neu sein würden.

Menschliche Sprachen und Dialekte
Aus den detaillierten geographischen Angaben in Apg 2,8-11 geht hervor, dass die Redner am Pfingsttag Sprachen aus dem ganzen Mittelmeerraum des Römischen Reiches sowie aus dem weit darüber hinausgehenden Bereich des Mittleren Ostens anwandten. Nicht nur Sprachen an sich, sondern sogar verschiedene Dialekte konnten die Jünger sprechen.[14] Dies ist sehr beachtlich. Somit beherrschten sie nicht allein auf verständliche Weise verschiedene Sprachsysteme an sich, sondern jeweils auch die genaue Aussprache mitsamt lokal ausgeprägtem Akzent, was exakte Klangfarbe und richtige Betonung miteinschloss. Beim Sprachenwunder des NT handelte es sich also ganz eindeutig um menschliche Sprachen und Dialekte.[15]

Der eben hervorgehobene Punkt erfährt durch Apg 2,4 eine weitere Bestätigung. Dort verwendete Lukas das Verb „apophthengomai“, was „aussprechen“ bedeutet, aber mit Bezug auf den lautlichen, klanglichen Aspekt der Sprache.[16] Der Heilige Geist bewirkte somit auch die korrekte Aussprache.

Das Publikum am Pfingsttag war zweigeteilt: Es gab einerseits die fremdsprachigen Ausland-Juden und andererseits die Einheimischen. Die Ausland-Juden konnten mit dem Sprachenreden der Jünger problemlos etws anfangen. Sie wurden dadurch betroffen, indem sie sich entsetzten und in Verlegenheit gerieten (Apg 2,12). Sie hörten klipp und klar, wie durch das Sprachenreden „die grossen Taten Gottes“ verkündigt wurden (Apg 2,11).

Die Einheimischen verstanden die für sie fremden Sprachen nicht. So bezichtigten wohl gerade viele von ihnen zynisch spottend die Sprachenredner der Trunkenheit (Apg 2,13). Für diese Gruppe war der Inhalt der Sprachenreden gewissermassen ein „Geheimnis“, mit Ausnahme von denen, die über Sprachkenntnisse verfügt haben, die über das normale hinausgingen. Die Situation der Einheimischen entsprach exakt der später in Korinth allgemein üblichen. Paulus schreibt daher in 1Kor 14,2: „Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht Menschen, sondern Gott; denn niemand versteht es, im Geiste aber redet er Geheimnisse.“

Der Heidenapostel musste sich alle Mühe geben, um der Gemeinde in Korinth klar zu machen, dass die Sprachenrede nur dann einen Sinn hat, wenn Fremdsprachige da sind, oder wenn zumindest die fremdsprachige Botschaft für alle verständlich übersetzt wird. Hierin liegt der Grund, weshalb in 1Kor 14 aus der in Kapitel 12 aufgeführten Fülle von Gaben insbesondere zwei ausgewählt wurden, Sprachenrede und Weissagung, um anhand davon klar zu machen, dass Verständlichkeit des Gesprochenen zu den obersten Prioritäten gehört.

Es ist abwegig, zwei verschiedene Arten von Sprachenreden im NT unterscheiden zu wollen, die der Apostelgeschichte und die des 1. Korintherbriefes. 1Kor 14,21-22 macht ja klar, dass die Sprachenrede in erster Linie ein Zeichen für das ungläubige Volk Israel sein sollte. Dies nun entspricht exakt dem, was wir in Apg 2 in Verbindung mit dem Pfingsttag vorfinden.

Engelsprachen
In 1Kor 13,1 wird sowohl von „Sprachen der Menschen“ als auch von „Sprachen der Engel“ gesprochen. Dies ist die einzige Stelle in der Bibel, wo der Begriff Engelssprachen vorkommt. Da die Heilige Schrift sich nur so spärlich zu diesem Thema äussert, ist es schwierig, Genaueres zur Natur dieser Sprachen zu sagen. Es gibt manche Stellen, in denen Engel mit Menschen sprechen, und da sprechen diese Boten natürlich immer menschliche Sprachen.[17] Selbst in Fällen, wo Engel zueinander[18] oder gar direkt zu Gott sprechen, können Menschen ihr Reden verstehen.[19] Es gibt keine Stelle in der Bibel, aus denen eindeutig hervorgehen würde, dass Engel andere Sprachen reden als Menschen. Es ist durchaus denkbar, dass der Ausdruck „Sprachen der Menschen und der Engel“ in 1Kor 13,1 den Sinn hat: „Die Sprachen, welche sowohl die Menschen als auch die Engel sprechen.“

Ferner ist darauf zu achten, dass 1Kor 13,1 nicht eindeutig aussagt, Paulus habe in Engelsprachen geredet. In den Versen 1-3 haben wir eine Reihe von Wenn-dann-Sätzen, die z.T. offensichtlich irreale Bedeutung haben.[20] Ein Beispiel mag dies sofort zu verdeutlichen: Paulus hatte nur stückweise Erkenntnis (1Kor 13,9.12), und dennoch heisst es in 1Kor 13,2: „Und wenn ich… alle Erkenntnis weiss,…“

Ich komme hiermit zu folgendem Schluss: Aufgrund dieser Stelle ist es nicht zulässig, zu behaupten, dass es sich bei dem in der Bibel erwähnten Sprachenreden um nicht-menschliche, überirdische Sprachen gehandelt habe.[21] Der Hintergrund dieser Behauptung besteht in folgendem: Es gibt unzählige, die heutzutage Zungenreden in Form von unverständlichem Lallen praktizieren. Da es sich in diesen Fällen offensichtlich nicht um bestehende Frendsprachen handelt, möchte man diese Praktik mit dem Hinweis auf Engelsprachen als ein biblisches Phänomen hinstellen. Doch: Soll man wirklich glauben, dass Engel, die in der Bibel verschiedenste Fremdsprachen beherrschen, unter sich keine höhere Kommunikation besitzen als ein Lallen?

Ganz abgesehen davon, widerspricht es dem gesunden Denken, Lallen, unartikulierte Laute, unstrukturierte Äusserungen als den menschlichen Kommunikationsmittel überlegene übernatürliche Sprachen zu bezeichnen.

Manchmal werden die in Röm 8,26 erwähnte „uausprechlichen Seufzer“ des Heiligen Geistes mit dem Lallen des Zungenredens in Verbindung gebracht. Das geht aber nicht, weil das Adjektiv „unausprechlich“[22] ja gerade zum Ausdruck bringt, dass es sich hier um eine wortlose, stumme Kommunikation handelt.

Keine Bewusstseinseinschränkung
Beim biblischen Sprachenreden handelte es sich niemals um ekstatische Zustände. Niemals gab es dabei ein eingeschränktes Bewustsein. Dies wäre grundsätzlich im Widerspruch zur Lehre der Heiligen Schrift. In 2Tim 4,5 befal Paulus: „Du aber sei nüchtern in allem,…“ Das mit „nüchtern sein“ übersetzte Verb „nepho“ bedeutet gemäss dem neutestamentlichen Standardwörterbuch von Walter Bauer: „…frei sein von jeder geistigen und seelischen Trunkenheit, von Überschwang, Leidenschaft, Überstürzung, Verwirrung, Exaltiertheit“.[23]  Allerdings: Grosse Freude ist natürlich biblisch (vgl. z.B. Ps 100,1; Phil 4,4), aber niemals in solchen Fällen, wo die Selbstkontrolle irgendwie eingeschränkt oder gar aufgehoben wird. Das NT ruft 11x zur Nüchternheit auf.[24] Ferner findet sich der Befehl „wachet“ 14x im NT.[25] Das NT lehnt jegliche Passivität des Geistes ab und ruft die Gläubigen zu Wachheit und Aktivität auf, wie z.B.  „Widerstehet!“[26], „Kämpfe!“[27] etc. Dies steht krass im Gegensatz zur Mystik in allen möglichen mit der Bibel unkompatibeln religiösen Praktiken wie transzendentale Meditation, Traumreisen, Yoga, Autogenes Training, Rockmusik, Drogen etc., wo Einschränkungen des Bewusstseins in allen möglichen Abstufungen eine wesentliche Rolle spielen.[28]

Der Heilige Geist ist nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift ein „Geist der Besonnenheit“, der Kraft gibt zur Selbstbeherrschung, Mässigung und zum gesunden Verstandes-Urteil (vgl. 2Tim 1,7).[29] Er führt den Menschen niemals in die Trance. Wenn Paulus in 1Kor 12 über die geistlichen Gaben zu sprechen beginnt, macht er gerade in dieser Hinsicht einen auffälligen Unterschied zum Heidentum deutlich: „Ihr wisst, dass ihr einst Heiden wart und euch fortreissen liesst zu den stummen Götzen, so wie ihr geführt wurdet.“[30]

Erbauung durch Sprachenreden
Beim Pfinstereignis in Apg 2 waren viele Fremdsprachige zugegen. Für sie erwies sich das Sprachenreden als perfektes Kommunikationsmittel. In Korinth gab es indessen oft Verständnisprobleme. Was nütze schon das Sprachenreden in den Fällen, wo keine Fremdsprachigen da waren? Wenn die Korinther, von denen ja viele aus der Unterschicht kamen,[31] die Fremdsprachen nicht verstanden, so gab es keine Erbauung. Daher war in diesen Fällen „Auslegung“ bzw. „Übersetzung“ absolut notwendig.[32] Allein durch die Übersetzung bekam die Gemeinde „Erbauung“ im Glauben (1Kor 14,5). Daraus erkennen wir: Nicht das Sprachphänomen an sich, sondern allein die dadurch übertragene Botschaft war erbauend.

Man kann das eben Gesagte an einem Beispiel verdeutlichen: Die Psalmen sind ursprünglich auf hebräisch verfasst worden. Nach dem Selbstzeugnis der Heiligen Schrift sind sie vom Geist Gottes inspiriert (2Tim 3,16). Das Hebräische der Psalmen ist daher gewissermassen Sprache des Heiligen Geistes. Man könnte die Psalmen im Gottesdienst auf hebräisch rezitieren. Obwohl die warm-kehlige Sprache der Propheten zweifellos wunderschön und feierlich klingt, wird keiner der des Hebräischen nicht mächtigen Gottesdienstbesucher davon irgendeinen geistlichen Nutzen haben. Die Sprachlaute sind Träger von Information. Wer die Laute jedoch nicht aufschlüsseln kann, vermag nichts von der Information aufzunehmen. Die Laute an sich sind keine Kommunikation. Nur wenn der Inhalt einer Botschaft übermittelt wird, hat der Empfänger einen Gewinn davon.

Gesprochener Dialog unter Menschen geschieht beim Reden so: Der Sender besitzt oder bildet in seinem Inneren Information. Er verschlüsselt sie in Code-Zeichen, und zwar in Form von Schallwellen, die er an einen Empfänger übermittelt. Der Empfänger entschlüsselt die Code-Zeichen und nimmt die Information in sich auf. Nun reagiert er darauf und wird in der eben beschriebenen Form selber zum Sender, während der vorherige Sender zum Empfänger wird.

Wenn beim Zungenreden der Sprechende gar nicht wirklich versteht, was er sagt, so wird hier am Wesen der Sprache als Kommunikationsmittel vollständig vorbeigeschossen.

Der sich meines Erachtens fälschlicherweise auf 1Kor 14,2 berufende Zungenredner steht ja beim Beten überhaupt nicht in einer Kommunikation mit Gott. Was er tut, verfehlt vollständig die von dem Schöpfer gewollte und von ihm so hoch eingeschätzte Sprache als Verständigungsmittel zwischen Gott und Mensch. Gott spricht doch zu uns durch sein geschriebenes Wort. Wir antworten ihm durchs Gebet, und zwar indem wir bei vollem Bewusstsein von Herzen auf das reagieren, was er uns sagt. Dies ist Kommunikation. Alles andere liegt unter der Würde des Menschen. Bileams Eselin beherrschte die Sprache, die sie redete nicht (4Mo 22,28-30). Doch vergessen wir nicht, sie war ein Tier und kein im Bild Gottes geschaffenes Wesen!

Sprachverständnis und Sprachbeherrschung
Wer in einer Sprache betete, wusste genau, was er sagte. Für ihn war die Sprache nicht unverständlich: Er erbaute sich selbst (1Kor 14,4). Eben haben wir gesehen, dass nicht das übernatürliche Phänomen erbaute, sondern der Inhalt, das Kommunizierte, sonst wäre ja auch die Gemeinde jeweils erbaut worden, wenn keine Auslegung da war (14,17), nämlich einfach durch das übernatürliche Geschehen.

Beim Sprachenreden betete nach 1Kor 14,14 der menschliche Geist.[33] Der Geist des Menschen hat die Fähigkeit zu „erkennen“, zu „forschen“ und zu „verstehen“.[34] Beim Sprachenreden war das Organ des Denkens und des Verstehens nicht passiv, sondern im Gegenteil voll aktiv. Gemäss Apg 2,4 befähigte der Heilige Geist zur richtigen Aussprache. Doch aus 1Kor 14,14 geht hervor, dass der Geist des Menschen jeweils der Sprecher war. Sprachenreden hat nichts mit spiritistischer Medialität gemein, wo der Geist des Menschen passiv ist und ein anderer Geist aktiv spricht.

In 1Kor 14 heisst es übrigens nicht vom Sprechenden, sondern vom Zuhörer: Er ist ein Barbar, der nichts versteht (1Kor 14,11), er kann nicht „Amen“ sagen zur Bestätigung (1Kor 14,16), er nimmt die Stellung des Unkundigen ein (1Kor 14,16). Der Sprecher wusste selbst genau, was er sagte. Er war der Aktive. Aber der nicht-fremdsprachige Zuhörer konnte mit der Mitteilung des Sprachenredners jeweils gar nichts anfangen.

Aufgrund von 1Kor 14,13 könnte man auf den Gedanken kommen, dass der Sprachenredner zwar nicht wusste, was er sagte, dass ihm jedoch die Möglichkeit offenstand, um den Empfang der Gabe der Auslegung zu bitten. Es heisst dort: „Darum, wer in einer Sprache redet, bete, auf daß er es auslege.“ Beim Studium dieses Satzes im griechischen Original wird aber deutlich, dass dem nicht so ist. Die von Paulus benutzten Zeitformen weisen nicht auf ein einmaliges Ereignis hin. Der Apostel benutzt Durativformen,[35] die ein wiederholtes Handeln ausdrücken. Unter Berücksichtigung der griechischen Aspekte übersetze ich daher wie folgt: „

„Darum, wer [immer wieder] in einer Sprache redet, bete [immer wieder], auf daß er es [immer wieder] auslege.“ Es geht nicht darum, eine Gabe zu erbitten. Der in Sprachen Redende weiss ja genau, was er sagt. Doch soll er Gott um Hilfe bitten, um anderen das Gesagte verständlich zu machen.]

Eine Gabe für alle Christen?
Die Frage „Reden alle in Sprachen?“ und „Legen alle aus?“ (1Kor 12,30) verlangen eine verneinde Antwort. Fragen, die mit der griechischen Partikel „me“ gestellt werden, was in dieser Stelle der Fall ist, sind rhetorische Fragen, die ein „Nein“ als Antwort verlangen.[36] Daraus folgern wir: Nicht alle Christen hatten die Gabe der Sprachenrede![37]

Verantwortlichkeit beim Sprachenreden
Der Herr Jesus Christus lehrte, dass wir für all unsere Worte, die wir reden, verantwortlich sind (Mat 12,36.37). Der Verstand darf daher nicht ausgelöscht oder eingeschränkt werden. Die Gläubigen sollen vielmehr „Erwachsene/Vollkommene am Verstand“[38] sein (1Kor 14,20). Der Mensch ist eine von Gott geschaffene Einheit von Geist, Seele und Leib (1Thess 5,23). Kein Aspekt des Menschen darf verachtet und vernachlässigt werden.

Unter Berücksichtigung all des bisher Ausgeführten, wird klar, dass es höchst problematisch ist, die Zungenredner von heute, die sich selbst nicht verstehen und somit auch nicht wissen, was sie sagen, mit dem Sprachenreden der Bibel in Verbindung zu bringen. Nicht minder problematisch sind die heutigen Zungen-Ausleger, welche die Zungenredner auch gar nicht verstehen, sondern aus einer, wie auch immer gearteten Eingebung heraus, eine Deutung geben wollen.

„Geist“ kontra „Verstand“?
1Kor 14,14.15: „(14) Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer. (15) Was ist es nun? Ich will beten mit dem Geiste, aber ich will auch beten mit dem Verstande; ich will lobsingen mit dem Geiste, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstande.“

In dieser Stelle scheinen die Begriffe „Geist“ („pneuma“) und „Verstand“ („nous“) Gegensätze zu sein. Dies überrascht, denn diese Ausdrücke können doch eigentlich gar keine Gegensätze sein! „Verstand“ ist doch gerade eine Fähigkeit des Geistes (Ps 77,6). Deshalb fragen wir uns: Was kann mit „nous“ denn sonst noch alles ausgedrückt werden? Das Wortbedeutungsfeld von „nous“ ist sehr gross, folgende Bedeutungen seien daraus herausgegriffen: Verstand, Gesinnung, Gemüt, Sinn, Aussage, Bedeutung (von Wörtern), Absicht, Zweck (bei Handlungen etc.).[39]

Nun stellt sich die Frage: Was bedeutet „fruchtleer“ in 1Kor 14,14? Die Antwort ergibt sich aus dem gesamten Kontext und Gedankankenverlauf des Kapitels: „Keine Frucht bringen für andere.“ Man beachte, wie oft in diesem gesamten Abschnitt über den anderen bzw. die anderen gesprochen wird. Die Zielrichtung in 1Kor 14 ist im gesamten Textverlauf diese: Wer eine geistliche Gabe besitzt, soll sie zur Auferbauung anderer einsetzen. Es ist darauf zu achten, dass das Kommunizierte, das Mitgeteilte, zum Nutzen anderer rüber kommt. (vgl. 1Kor 14,12). Es reicht nicht, dass man sich selbst weiterbringt und nur selber versteht, was man ausspricht (1Kor 14,4).

Des Paulus’ Aussage in 1Kor 14,14-15 ist somit so zu umschreiben: Ich will mich zwar in Fremdsprachen ausdrücken, jedoch möchte ich auch, dass andere mich dabei verstehen. Das Wort „nous“ bedeutet daher in unserem Kontext: Bedeutung, Sinn oder Aussagekraft des durch Fremdsprachen Ausgesagten. Ich übersetze daher 1Kor 14,14-15.19 wie folgt: „(14) Denn wenn ich in einer Fremdsprache bete, so betet mein Geist, aber meine Aussage[40] ist [dabei] fruchtleer [für die Zuhörer]. (15) Was ist es nun? Ich will beten mit dem Geist, aber ich will auch beten mit Aussagekraft; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit Aussagekraft.“ (19) Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit Aussagekraft, auf daß ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Fremdsprache.

Wenn es in 1Kor 14 eindeutig um intellektuelle Verstandeskraft geht, benützte Paulus auffälligerweise nicht „nous“, sondern ein anderes, seltenes Wort.[41] Durch diese „semantische Opposition“, wie man dies in der Linguistik nennt, entsteht eine deutliche, Missverständnisse verhütende Begriffsunterscheidung im Kontext. Dadurch wird die Verständlichkeit der Aussage erhöht. Diese Opposition kommt beim Übergang von 1Kor 14,19 zu 14,20 eindrücklich zum Tragen: „(19) Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit Aussagekraft [= „nous“], damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Fremdsprache. (20) Brüder, werdet nicht Kinder am Verstande [= „phren“], sondern an der Bosheit seid Unmündige,[42] am Verstande [= „phren“] aber werdet Erwachsene.“

Die Bedeutung des Verstandes wird hier betont: Christen sollen den Verstand niemals ausschalten. Sie sollen am Verstand „Erwachsene“ sein. Wenn man an dieser Stelle bedenkt, dass das mit „Erwachsene“ übersetzte griechische Wort „teleioi“ die Nebenbedeutung „Vollkommene“ besitzt, so wird die Aussage weiter zugespitzt. Christen sollen den Verstand vollausgebildet einsetzen. Gerade dadurch vermögen sie u.a. einzusehen, dass das Reden in Fremdsprachen ohne Übersetzung völlig sinnlos ist, da die rein klangliche Seite der Sprachen den Hörenden nichts bringt.

In manchen Religionen hat das Rezitieren von unverständlichen Wörtern, Sätzen und Texten eine ausgesprochen wichtige Bedeutung. Man denke z.B. an die Mantras[43] und die vedischen Opfertexte im Hinduismus sowie an das Koran-Rezitieren in der Grundtextsprache bei Muslimen, die kein Arabisch können. Da wird dem Wort magische Bedeutung zugeschrieben. Das biblische Christentum distanziert sich jedoch völlig von aller Art der Magie, und damit auch von der Wortmagie.[44]

Quellen falscher Sprachenrede
Wir haben gesehen, dass es sich beim biblischen Sprachenreden, um die Beherrschung von Fremdsprachen handelt, die man vorher nie gelernt hat. Dies hebt sich markant von allem Lallen des Zungenredens, der sogenannten „Glossolalie“, ab, wo die Redenden ihre Laute gar nicht verstehen. Diese Art von Zungenreden findet man übrigens in mystischen Praktiken verschiedenster Kulte, so z.B. im Hinduismus, Spiritismus und in den alten Mysterienkulten etc.[45]

Aus welchen Quellen kann die „Glossolalie“ entspringen? Es kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage:

a) Es kann sich um ein selbst produziertes Lallen oder Stammeln handeln.[46]
b) Die Glossolalie kann aus bestimmten seelischen Zuständen heraus entstehen. Sie ist ein in der Psychiatrie bekanntes Phänomen, das z.B. aus seelischer Überspanntheit heraus erklärbar sein kann.[47]
c) Zungenreden kann auch dämonischen Ursprungs sein. Ein deutliches Beispiel aus der Zeit der Kamisarden mag dies ein wenig zu verdeutlichen:[48] Ein Mädchen aus sozial einfachstem Umfeld pflegte damals im Trancezustand Hochfranzösisch zu sprechen. Diese Sprache konnte sie im Wachzustand nicht sprechen. In ihren Botschaften forderte sie die Kamisarden zu Mord auf.[49]
Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob bei echten Christen prinzipiell mit dämonischem Einfluss gerechnet werden kann. Aufgrund verschiedener Hinweise aus dem NT muss man dies leider mit Ja beantworten.[50]

Sprachenrede wozu?
Wie schon weiter oben ausgeführt, bestand der erste Sinn des Sprachenredens in einem zeichenhaften Hinweis für das ungläubige Volk Israel, das Mühe hatte, zu akzeptieren, dass in dem Zeitalter der Weltmission, das gewissermassen mit Pfingsten 32 n. Chr. begonnen hatte, Nicht-Juden durch reuiges Sündenbekenntnis und Glaube an den Messias Jesus, ohne den Weg über das Judentum zu gehen, direkt mit Gott ins reine kommen könnte.

In 1Kor 14,21-22 erklärte Paulus die Zeichenbedeutung des Sprachenredens, indem er auf eine diesbezügliche prophetische Stelle aus dem Buch Jesaja hinwies: „(21) Es steht in dem Gesetz geschrieben [Jes 28,11-12]: „Ich will in anderen Sprachen und durch andere Lippen zu diesem Volke[51] reden, und auch also werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.“ (22) Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.“

Das Zeichen der übernatürlichen Sprachenrede symbolisierte die damals für Juden unheimlich schwer fassbareTatsache, dass Gott sich nun nicht mehr nur einem einzigen Volk in besonderer Weise mitteilen würde. Die Botschaft von dem Erlöser Jesus Christus sollte allen Völkern in ihrer Sprache gebracht werden, ganz gemäss dem göttlichen Auftrag des Messias in Jes 49,6: „Es ist zu gering, daß du mein Knecht seiest, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten von Israel zurückzubringen; ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, um mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde.

Durch eine unermüdliche Pionierarbeit konnte die ganze Bibel bzw. einzelne Bibelteile bis heute in über 2100 Sprachen aus allen fünf Kontinenten übersetzt werden. Damit sind die Sprachgrenzen derart durchbrochen worden, dass heute fast alle Menschen Gottes Wort verständlich hören könnten. Diese gewaltige Übersetzungsarbeit ist allerdings im Lauf der Kirchengeschichte ohne die Gabe des Sprachenredens vonstatten gegangen. Es war eine Arbeit von unvorstellbaren Mühen, Gefahren und Hingabe. Es ist keine Frage, Gott hätte dieses Werk durch Sprachenreden zu einem Kinderspiel vereinfachen können. Er hat es aber nicht getan. Warum nicht? Weil sein souveräner Wille es anders wollte. Das Sprachenreden war nur ein Zeichen, ein Hinweis auf eine wunderbare heilsgeschichtliche Entwicklung: Die ganze Welt soll Gottes Reden in der Heiligen Schrift vernehmen.

Die Sprachenrede sollte abklingen
In 1Kor 13,8.10.13 wird erklärt, dass geistliche Gaben wie Weissagung und Erkenntnis, samt allem, was „stückweise“ ist, einmal „hinweggetan“ werden soll. Der in der Elberfelder-Übersetzung mit „hinwegtun“ übersetzte griechische Wort „katargeo“ bedeutet u.a. auch  „vernichten“, „abschaffen“, „zunichte machen“ (Heb 2,14), „entfernen“. Die Grundbedeutung ist  „herab machen“[52]  Dieser starke Ausdruck deutet ein plötzliches, unmittelbares Beseitigen an, das bei der Wiederkunft Christi stattfinden soll, „wenn… das Vollkommene gekommen sein wird“ (1Kor 13,10), dann wenn Gläubige ihren Herrn „von Angesicht zu Angesicht“ sehen werden (1Kor 13,12).

Während das Wort „katargeo“ in 1Kor 13 viermal vorkommt, wird indessen in Verbindung mit dem Ende des Sprachenredens ein ganz anderes Verb verwendet, nämlich das Wort „pauo“, das  „aufhören“ oder „abklingen“ bedeutet. Durch „katargeo“ wird eher eine abrupte Handlung ausgedrückt, durch „pauo“ hingegen ein Prozess. In Apg 20,1 wird dieses Wort von Lukas bei Beschreibung eines Volkstumultes, der sich langsam beruhigte, gebraucht. Es leuchtet ein, dass bei der Wiederkunft Christi die Gaben in einem Nu zum ihrem Ende kommen werden. Wenn Paulus in Verbindung mit dem Sprachenreden jedoch im Prinzip von einem allmählichen Abklingen spricht, so kann daraus mit Fug und Recht geschlossen werden, dass diese Gabe irgendwann im Lauf der Kirchengeschichte vor der Wiederkunft Christi verstummen würde. In diesem Zusammenhang ist es allerdings bemerkenswert, dass es eine Reihe von kirchengeschichtlichen Zeugnissen aus der nachapostolischen Zeit gibt, die verdeutlichen, dass mit dem Sterben der Apostel und derer, die durch sie zum Glauben gekommen waren,[53] die Zeichen und Wunder der Frühzeit tatsächlich verschwanden:

Augustinus schrieb um 392 n. Chr.: „Warum geschehen heute solche Dinge nicht? Sie würden niemanden bewegen, wenn sie nicht wunderbar wären… Gott ist darum in Weisheit mit uns umgegangen, indem er sie ein für allemal gab, um die Welt zu überzeugen, damit sie sich in der Folge auf die Menge verlasse, die auf diese Weise überführt wurde.“[54]

Chrysostomos, der grosse Prediger des 4. Jahrhunderts, äusserte sich ermahnend und erklärend: „Behaupte nicht, Wunder geschahen damals nicht, weil sie heute nicht geschehen… In jenen Tagen waren sie nützlich, heute aber nicht Von Wunderkräften ist nicht die geringste Spur geblieben.“[55]

Isidor v. Pelusium (4. Jahrh.) spekulierte: „Vielleicht würden heute auch Wunder geschehen, wenn das Leben der Lehrer dem der Apostel an Bedeutung entspräche.“[56]

Sogar noch im 7. Jahrhundert, als Aberglauben und Jagd nach Übernatürlichem längst einen grossen Platz in der Kirche eingenommen hatten, schrieb Isidor von Sevilla: „Der Grund, warum die Kirche heute nicht die Wunder wirkt, wie zur Zeit der Apostel, ist der, dass die Wunder damals notwendig waren, die Welt von der Wahrheit des Christentums zu überzeugen; jetzt steht ihr zu, nachdem sie überzeugt ist, durch gute Werke zu leuchten… Wer heute als Gläubiger nach Wunderkräften strebt, trachtet nach eitler Ehre und menschlichem Beifall.“[57]

Fazit
Das heutzutage von tausenden von Christen praktizierte Zungenreden deckt sich nicht mit dem biblischen Phänomen des Sprachenredens, sondern ist völlig anderer Natur. Es ist ein Gebot der Stunde sich von solchen Praktiken zu distanzieren.

Begrifflich könnte man sich klarer ausdrücken, wenn man das Wort „Sprachenreden“ bewusst für das oben behandelte biblische Phänomen verwendete, während man ein vom Sprecher nicht verstandenes Lallen abgrenzend als „Zungenreden“ bezeichnen würde.

 


[1] Die beiden Fälle, wo Tiere in Sprachen redeten (die Schlange in 1Mo 3,1-5 und Bileams Esel in 4Mo 22,28-30), sind hier nicht mitgezählt. In diesem Artikel geht es nur ums Sprachenreden von Menschen.
[2] Der Begriff „stammelnde Lippen“ ist ein typisch hebräischer Ausdruck für „barbarische Sprache“ (LANGE, J.P.: Theologisch-homiletisches Bibelwerk, Vierzehnter Theil: Der Prophet Jesaja, Bielefeld und Leipzig 1877, S. 303).
[3] Da die frühsommerliche Zeit um Pfingsten die idealste Reisezeit war, kann man davon ausgehen, dass insbesondere an diesem Jahres-Fest jeweils die höchste Anzahl von Ausland-Juden in Jerusalem anwesend waren (EDERSHEIM, A.: Der Tempel, Wuppertal 1997, S. 172)
[4] Das griechische Verb „akouo“ (Apg 10,46) hat einen Doppelsinn. Es kann sowohl „hören“ als auch „verstehen“ bedeuten (BAUER, W.: Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testament und der frühchristlichen Literatur, 6., völlig neu bearbeitete Auflage, heraugegeben von Kurt und Barbara Aland, Berlin, New York 1988, SS. 62-63; vgl. ferner in diesem Zusammenhang 1Kor 14,2).
[5] Man beachte den Plural „Sprachen“ in Apg 10,46!
[6] 1Kor 14,27.
[7] 1Kor 14,19.
[8] 1Kor 14,2.4.5.13.
[9] Apg 2,.4.11; 10,46; 19,6; 1Kor 14,23.39.
[10] Mark 16,17; 1Kor 12,30; 13,1; 14,6.18.
[11] GLÜCK, H.: Metzler Lexikon Sprache, Stuttgart/Weimar 1993, S. 226.
[12] HÖRSTER, G.: Zungenrede, in: BURKHARDT, H./GRÜNZWEIG, F./LAUBACH F./MAIER, G. (Hrsg.): Das grosse Bibellexikon, Bd. III, Wuppertal/Giessen 1989, S. 1732.
[13] Eine gründliche Abgrenzung zwischen „kainos“ und „neos“ findet sich in: TRENCH, R.Ch.: Synonyms of the New Testament, Grand Rapids, Michigan 1989, SS. 233-137.
[14] vgl. Apg 2,8.11: „in unserer eigenen Mundart“ (griech. „dialektos“), „in unseren Sprachen“ (griech. „glossa“).
[15] Dies geht, wie wir oben bereits sahen, nicht allein aus Apg 2, sondern z.B. auch aus Apg 10 hervor.
[16] vgl. LOUW, J.P./NIDA, E.A.: Greek-English Lexicon of the New Testament Based on Semantic Domains, 2nd Edition, New York 1988, Bd. I, 33.76,  „apophthengomai“.
[17] vgl. z.B. Dan 10,12-15; 10,20-12,4. In diesen Stellen wird wohl Hebräisch gesprochen. In Apg 10,3ff. sprach der Engel wohl Lateinisch oder Griechisch.
[18] vgl. z.B. Jes 6,4.
[19] vgl. z.B. Off 5,11-14.
[20] Es handelt sich im griechischen Text um Konditionalsätze vom Typ „Prospektiver Fall“ (Protasis mit „ean“ + Konjunktiv). Im nachklassischen Griechisch, wo die Bedingung „ean“ die Partikel „ei“ stark zurückgedrängt hat, findet man den prospektiven Fall auch in Kontexten, in denen man vom Klassischen Griechisch her den irrealen Fall erwarten könnte (vgl. HOFFMANN, E./SIEBENTHAL, H.v.: Griechische Grammatik zum Neuen Testament, Riehen 1985, S. 555.)
[21] Der Hintergrund dieses Versuchs besteht in folgendem: Es gibt unzählige, die heutzutage Zungenreden in Form von unverständlichem Lallen praktizieren. Da es sich in diesen Fällen offensichtlich nicht um bestehende Frendsprachen handelt, möchte man diese Praktiken mit dem Hinweis auf Engelsprachen als ein biblisches Phänomen hinstellen. Doch: Soll man wirklich glauben, dass Engel, die in der Bibel verschiedenste Fremdsprachen beherrschen, unter sich keine höhere Kommunikation besitzen als ein Lallen?
[22] griech. „alaletos“ =  wortlos, stumm.
[23] BAUER, W.:Wörterbuch zum Neuen Testament, a.a.O., S. 1090.
[24] 1Kor 15,34; 1Thes 5,6.8; 1Tim 3,2.11;  2Tim 2,26; 4,5; Tit 2,2; 1Pet 1,13; 4,5; 5,8.
[25] Mat. 24,42; 25,13; 26,38.41; Mark 13,33.35.37; 14,34.38; Luk 21,36; Apg 20,31; 1Kor 16,13; Kol. 4,2; 1Pet. 5,8.
[26] Jak 4,7; 1Pet 5,9.
[27] 1Tim 6,12.
[28] Vgl. zu dieser Thematik: LIEBI: New Age! Daten, Fakten, Hintergründe, Hat die grosse Wende begonnen? Kritische Analysen zum gegenwärtigen Esoterik-Boom, Zürich 1991.
[29] Der Ausdruck „Besonnenheit“ in 2Tim 1,7 ist die Übersetzung von „sophronimos“. Weitere Bedeutungen sind: Selbstbeherrschung, gesunde Urteilsfähigkeit, Enthaltsamkeit.
[30] Zitat nach der revidierten SCHLACHTER-BIBEL, Das Neue Testament und die Psalmen, nach dem Grundtext übersetzt von F.E. Schlachter, Version 2000, Neue revidierte Fassung, Genf 1999.
[31] vgl. 1Kor 1,26-28.
[32] „diermeneuo“ (= auslegen, übersetzen): 1Kor 12,30; 14,5.13.27; „hermeneia“ (= Auslegung, Übersetzung): 1Kor 12,10; 14,26; „diermeneutes“ (= Ausleger, Übersetzer): 1Kor 14,28.
[33] 1Kor 14,14: „Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist,…“ Der Ausdruck „mein Geist“ meint den Geist von Paulus. Es gibt keine einzige Stelle in der Bibel, an der dieser Ausdruck im Mund eines Menschen den Heiligen Geist bezeichnen könnte. Die Wiedergabe dieser Stelle in Übersetzungen wie „Hoffnung für alle“, „Living Bible“ etc., wo dieser Begriff auf den Geist Gottes bezogen wird, ist sachlich falsch und völlig unakzeptabel.
[34] vgl. Hi 20,3; 32,8; Ps 77,6; Spr. 20,27.
[35] Die Formen des sog. „Präsensstammes“ schildern in der Sprache des NT den Verbinhalt als nichtabgeschlossene, sich entwickelnde, fortdauernde oder sich wiederholende Handlung (vgl. HOFFMANN, E./SIEBENTHAL, H.v.: Griechische Grammatik zum Neuen Testament, a.a.O., SS. 304ff.
[36] ebd., a.a.O., S. 425.
[37] Diese Feststellung ist wichtig im Blick auf extreme Behauptungen, die besagen, jeder Christ sollte als Erweis der Echtheit seines Glaubens in Zungen reden.
[38] Das griechische Wort „teleios“ bedeutet sowohl „Erwachsener“ als auch „Vollkommener“. Im Kontext von 1Kor 14,20 steht die Bedeutung „Erwachsener“ im Vordergrund.
[39] vgl. z.B. GEMOLL: Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch, Neunte Auflage, Nachdruck, Müchen 1991, S. 524.
[40] griech. „nous mou“ = w. der Sinn/die Aussage von mir (d.h. der Gehalt dessen, was ich aussage).
[41]  In 1Kor 14,20 findet sich 2x das im NT nur hier vorkommende Wort „phren“ (= Verstand, Denken).
[42] Wenn es darum geht, Böses zu tun, sollen Christen darin unreif, unfähig und zurückgeblieben sein.
[43] Sanskrit für: Meditationsformel.
[44] vgl. z.B. 5Mo 18,10-14; Gal 5,20; Off 21,8.
[45] Heijkoop, H.L.: Gebetsheilungen, Zungenreden, Zeichen und Wunder im Licht der Schrift, Neustadt/Weinstrasse, o.J.,  SS. 16 und 25-26; EBERTSHÄUSER, R.: Die charismatische Bewegung im Licht der Bibel, Bielefeld 1995, S. 152.
[46] Vgl. die Parallele zur Falsch-Prophetie: Hesekiel klagte zur Zeit des AT falsche Propheten an, sie würden ihre Weissagungen aus ihrem eigenen, verdorbenen Herzen heraus in erlogener Weise vortragen (Hes 13,2-3).
[47] Gewisse Zungenredner schreiben ihrer Praktik seelische Krämpfe lösende Wirkung zu. Hier könnte u.U. ein gewisser Zusammenhang gesehen werden.
[48] Die Kamisarden bildeten eine entartete Bewegung, die aus dem Hugenottentum herauskam.
[49] In diesem Fall handelte es sich nicht lediglich um ein Stammeln, sondern um eine wirkliche Sprache. Zwei Aspekte machen jedoch deutlich, dass es sich nicht um das biblische Sprachenreden handelte: 1. Nicht sie sprach, sondern ein Geist sprach aus ihr heraus. Ihr Verstand war abgekoppelt. 2. Ihre Aussage stand krass im Widerspruch zur Bibel.
[50] In Mat 16,16 spricht Petrus kraft göttlicher Offenbarung (vgl. Mat 16,17) sein Bekenntnis zu dem Messias aus. Doch seine Aussage in Mat 16,22 ging auf teuflische Eingebung zurück (Mat 16,23).
Die „Heiligen“ ind „Treuen“ in Ephesus (vgl. Eph 1,1) werden gewarnt, dem Teufel keinen Raum (griech. „topos“) zu geben (Eph 4,27).
Paulus musste bei den Korinthern von einem derart miserablen Zustand ausgehen, dass er ihnen vorwerfen konnte, sie seien durchaus bereit, einen fremden Geist zu empfangen (2Kor 11,4)
[51] Im Kontext von Jes 28 ist damit das Volk Israel gemeint.
[52] So gemäss den Wortbestandteilen: „kata“ (herab), „argeo“ (machen).
[53] vgl. Mark 16,14-17 („die Elfe“, V. 14; „die da glauben“, V. 17).
[54] PETERS, B.: Zeichen und Wunder, 3. Auflage, Berneck 1983, S. 49.
[55] ebd., S. 49.
[56] ebd., a.a.O.,S. 50.
[57] ebd., a.a.O., S. 50.

+ Alphakurs – Orientierung für Teilnehmer

Alphakurs Erfahrung Berichte Alpha-Kurs Kritik
Eine Orientierungshilfe für Teilnehmer des Alphakurses
>>> für Gemeindemitarbeiter Alphakurs – Informationen bitte hier klicken>>>

Der Alphakurs und seine theologische Ausrichtung
Sie sind auf der Suche nach Antworten auf Lebensfragen mit dem Alphakurs konfrontiert worden und wollen sich unabhängig über diesen Kurs ein Bild machen? Sie interessieren sich für Fragen rund um den christlichen Glauben?
Gerade deshalb ist es von Bedeutung sich über die theologischen Hintergründe von Kurs-Angeboten wie die der Alphakursbewegung zu informieren.

Herkunft, kirchliche Institution und Priester des Alphakurses
Der Alphakurs wurde von einem Priester der anglikanischen Staatskirche, Nicky Gumbel, entwickelt und werbewirksam Weltweit verbreitet. Der Alphakurs ist katholisch. Der Alphakurs ist pfingstlich charismatisch ausgerichtet mit dem Ziel der Weiterverbreitung der Pfingstlehre und der charismatischen Bewegung[2]. Diese Lehren praktizieren die unbiblische „Zweite Erfahrung“ und die Lehre der „Zungenbewegung„. Der Alphakurs ist auch Bestandteil der so genannten Gemeindewachstumsbewegung. Ein Ergebnis dieses Glaubens-Kurses können so genannte „Alphabekehrungen“ sein, die lediglich in ein religiöses Wohlfühlevangelium hineinführen, ohne wahre Errettung durch Buße (Apostelg. 3,19 und 26,20; Johannesevangelium 3,3ff).

Der Alphakurs wurde von der anglikanischen Kirche, ein Ableger des Katholizismus, in England entwickelt. Das Oberhaupt der anglikan. Kirche ist die englische Königin. Das Wort Gottes lehrt jedoch das kein Mensch Haupt der Gläubigen sein kann sondern Christus allein das Haupt der Gemeinde der Gläubigen ist (Kolosser 1,18; 1 Timotheus 2,5). Die anglikanische Kirche[3] sieht sich der „‘einen heiligen‘ römisch katholischen und apostolischen Kirche“ in den Sakramenten und in der Liturgie verpflichtet.
Nur zur Information: Die katholische Kirche erhebt den Absolutheitsanspruch die „einzig wahre und selig machende Kirche“ zu sein. Alle anderen Kirchen und Gläubigen, sind vom Heil ausgeschlossen, so die katholische Kirche[4].

Manuelle Heilig Geist Taufe – Zweistufenlehre
Im Alphakurs nimmt die charismatische Heilig Geist Lehre[5] (angeblich heilsnotwendige „zweite Erfahrung“) und das wiederholende Einüben der höchst umstrittenen und unbiblischen Zungenrede (keine echte Sprache sondern unverständliches Gestammel)[6]  einen Hauptteil der Alphalehre Nicky Gumbels ein. Gumbel ist Anhänger der Charismatischen Lehre und Anhänger der Zungenbewegung.
Der Alphakurs oder auch Alpha-Kurs steht deshalb immer wieder in der Kritik. Das wahre Evangelium wird verkürzt dargestellt, viele heilsnotwendige Elemente werden weggelassen, es wird ein unvollständiges Gottesbild und ein verkürztes psychologisiertes Evangelium vermittelt (Galater 1,8f).

Emotional aufgeladene Musik als Mittel zum „Ziel“
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie durch emotional aufgeladene „Lobpreis“-Musik in eine Stimmung gebracht werden, durch die Sie ein Glaubenszeugnis geben oder in „Zungen“ reden sollen, oder wenn die „Zungenredende“ Person Ihnen bei theatralischer Musik die Hände auflegen will. Wenn Sie so etwas feststellen könnte von geistlichem Missbrauch die Rede sein. Dann sollten Sie die Veranstaltung verlassen, egal welche das ist.

Das entspricht nicht dem wahren biblischen Glauben, der stets Nüchternheit (1 Thessalonicher 5,6), Wissen und Erkenntnis voraussetzt. Jesus und die Apostel und Jünger hatten niemals emotionale Musik als Mittel zur Stimmungsförderung eingesetzt. Theatralische Musik wurde nie als Mittel zur Sündenüberführung eingesetzt.

Das Kursziel
Das Primärziel des Alphakurses ist es, nach einführenden Kapiteln, dem meist bibelunkundigen Teilnehmern folgende Elemente zu lernen: das charismatische Zungenreden[7], und die Pfingstcharismatische Heilig Geist-lehre nebst charismatischer Geistestaufe. Mittels dieser Praktiken sollen diese beiden Hauptelemente der Pfingst- und Charismatischen Lehre in die Kirchen und Gemeinden hineingebracht werden. So sollen die Gemeinden zu Charismatischen Gemeinden umgestaltet, transformiert werden.
Aus der Theologie der unterschiedlichsten Konfessionen – römisch katholisch, orthodox und evangelisch – wurden jene 10 Elemente zusammengebracht, unter der man Konfessionsübergreifend den „eine Nenner“ versteht. Diese wurden in 15 Kapitel zusammen gestellt, die in 10 Sitzungen abgehandelt werden.

Verkürztes Evangelium
Wichtigste heilsnotwendige Elemente werden vorenthalten oder stark abgeschwächt vermittelt, zum Beispiel: die Erkenntnis der eigenen Sündernatur (Römer 3,23), Gott als der Schöpfergott (1 Mose1), die Gerechtigkeit Gottes und das Gericht als Folge der Verwerfung (Offenbarung 20). Es wird lediglich von „getrennt sein von Gott“ aber nicht von den wirklichen ewigen Folgen gesprochen.

Heilig Geist Taufe – Zungenrede
Nirgends in der Bibel gibt es eine Verheißung das eine Gläubige, die mit dem Heiligen Geist versiegelt wurde, in anderen Sprachen spricht oder das aus Heidenreligionen übernommene  „Zungenreden“ (Plappern) praktiziert.
Beim „Heilig Geist Nachmittag“  oder – Abend wird es aber den Teilnehmerinnen suggeriert und die manuelle Heilig Geist Taufe und das Zungenreden theadralisch mit viel Musik eingeübt. Beide Elemente sind in dieser zeremoniell praktizierten Form unbiblisch, ja mystisch.
Die Taufe mit dem Heiligen Geist empfängt nach Epheser 1,13 der/die Wiedergeborene Gläubige nach einem aufrichtigen Sündenbekenntnis, Buße und Bekehrung. Siehe auch Buße und Bekehrung: Apostelgeschichte 3,19; Apostelgeschichte 26,20; Johannes 3,3-7; Lukas 15,7-10
Versiegelung mit dem Heiligen Geist: 2 Korinther 1,22; Galater 3,14; Epheser 1,13

Das zeremoniell eingeübte Zungenreden im Alphakurs ist etwas anderes als das biblischen Sprachenreden aus Apostelgeschichte 2. Das biblische Sprachenreden diente dazu den Anwesenden in ihren Sprachen das Evangelium zu verkünden und für sie verständlich in den Sprachen der Zuhörenden Gott zu loben. Bei dem charismatischen „Zungenreden“ handelt es sich um wirres unverständlichen Lallen und Zischen, welches seinen Ursprung viele Tausend Jahre zurück in den verschiedensten Heidenkulturen und Heidenreligionen hat. Wie z.B. im Hinduismus wie im Video hier ersichtlich. Videostart nach Minute 1:21

Die Christen in Korinth (Bibel Korintherbriefe) praktizierten vor ihrer Umkehr zu Jesus Christus und auch anfänglich in der Gemeinde in Korinth ebenfalls das heidnische Zungenreden, wofür sie aber von Paulus zurechtgewiesen wurden 1 Korinther Kap 14.

Ebenso unbiblisch ist die Lehre der manuellen Geistestaufe an nicht wiedergeborenen Menschen unter Handeauflegen.
Ein Beispiel ist der so genannte „Heilig Geist Nachmittag/Abend“, wo nach einer sehr langen musikalischen Zubereitung die Teilnehmerinnen hypnoseähnlich in einen unkritischen dämmerigen Bewusstseinszustandes versetzt werden. Es folgt dann unter Handauflegung, auch an nicht wieder geborenen Menschen, eine manuelle s.g. „Geistestaufe“, die so die Bibel nach Pfingsten an Gläubigen niemals lehrt. Kritiker benennen diese auch als „Geistertaufe“. Tranceartiges zu Boden stürzen, Zittern, Weinkrämpfe und ekstatische Gefühlsausbrüche und anschließende psychische Manifestationen sind keine Seltenheiten. In manchen Gemeinden wird vorher oder anschließend der „Heilige Geist“ angerufen, was so niemals in der Bibel je eine Entsprechung findet. Die Bibel lehrt stets die Anbetung unseres Herrn Jesus und des Vaters.
Der Alphakurs lehrt eine „Geisttaufe“ – „light“ ohne Buße und Reue über das alte sündige Leben sozusagen, welches so die Bibel nicht lehrt, aber aus der Esoterik und Spiritismus bekannte Rituale sind.
Es wird berichtet, dass sensible Menschen, auch Menschen in instabilen Lebenslagen, nach Handauflegungen, „Zungenreden“ und Aussprechen so genannter „Prophetien“ anschließend immer mehr unter psychischen Problemen litten und in der Folge in psychiatrische Kliniken eingewiesen werden mussten.
Jeder erfahrene Psychiater weiß von solchen Fällen zu berichten.
Personen und Zeugnisse sind dem Autor bekannt.

Wo lehrt die Bibel nach Pfingsten Händeauflegen? In der Bibel finden wir das Handauflegen nach Pfingsten durch Älteste (1.Timotheus 3) an wiedergeborenen Gläubigen die länger zur Gemeinde Jesu gehören und für einen Dienst gesegnet werden Apostelgeschichte 13, 1 Timotheus 4,14.
Aber niemals um unerrettete Sünder in die Gemeinde Jesu durch hypnotische Methoden (Musik und Trance) unter der „Magischen Hand“ wie sie auch aus dem Spiritismus bekannt ist, hinein zu manipulieren. Gott ist kein Gott der Manipulationen.

Biblischer Errettung geht nicht Trance und Musik sondern nüchternes Wissen und die klare Erkenntnis voraus .
Gottes Kindschaft geht stets die Erkenntnis und das Wissen um der eigenen Sündernatur voraus. Habe ich als Sünder diese Erkenntnis nicht gibt es auch nichts vor Gott zu bereinigen und zu bekennen, um im Anschluss sich in der Buße vor Gott zu beugen. Die Grundlage ist stets Wissen. Wissen um der eigenen Sündennatur, Wissen um das Erlösungswerk Jesu Christi und Wissen um den Weg zur Errettung, alles nachzulesen in der Bibel.

Menschen die vorher Esoterik praktizierten erkennen viele rituelle Elemente im Alphakurs und angelehnten charismatischen Glaubensgrundkursen wieder. Nach dem Alphakurs folgt oft eine kurze euphorische Phase, die jedoch in einem tiefen Absturz übergehen kann.
Es wird von Fällen berichtet, dass nach diesen Abenden, wo Teilnehmern in tranceartigen Zuständen die Hände aufgelegt werden, schwere psychische Manifestationen eingetreten sind. Zuweilen werden von so schweren psychischen Störungen und folgenden Angstneurosen berichtet, dass Einweisungen in psychiatrische Kliniken erfolgten..

Welche Kirchen und Gemeinden lehren den Alphakurs?
In der Römisch Katholischen Kirche, der anglikanischen Kirche, der Siebenten Tages Adventisten, den FeG Gemeinden findet man den Alphakurs, ebenso in der Baptisten Gemeinde, Pfingstgemeinden der Elim, CityChurches, in freien evangelischen Gemeinden, in Brüdergemeinden der EfG und in der Evangelischen Landeskirchgemeinde. Aber auch in nahezu fast allen anderen Gemeindeformen, egal ob römisch katholisch, orthodox, evangelisch oder Sonderlehre einer anderen „christlichen“ Religion.

Was tun wenn Sie sich für den christlichen Glauben und die Errettung interessieren?
1. lesen Sie die Bibel. Bitten Sie im Gebet Gott um Weisheit und Verständnis
2. Nehmen Sie Kontakt zu einem/einer gläubigen(!) Christen/Christin auf. Lassen Sie sich das wahre biblische Evangelium erklären.
Können wir ihnen helfen? So schreiben Sie uns>>>

Gibt es bibeltreue Alternativen zum Glaubensgrundkurs oder Alphakurs?:
Missionswerk-Heukelbach Glaubenskurs: http://missionswerk-heukelbach.de/index.php?option=com_virtuemart&page=shop.browse&category_id=7&Itemid=30&vmcchk=1&Itemid=30
John MacArthur Glaubenskurs Vorschau: http://www.betanien.de/gdg1-14.pdf
Christsein entdecken 3L Verlag: http://www.christseinentdecken.3lverlag.de/
Christsein entdecken Leseprobe: http://www.3lverlag.de/html/img/pool/Leseprobe_CE_Teilnehmer.pdf

Weiterführende Bibelarbeiten zum Alphakurs:

+ nach hinten umgefallen?

Im Gottesdienst, Alphakurs oder in christlicher Veranstaltung nach hinten umgefallen, umgestürzt?

In vielen neureligiösen Kreisen wird das „nach hinten Umfallen“ unter der Handauflegung durch einen oder mehrerer „besonders gesalbte“ Personen praktiziert.340684_web_R_by_room101_pixelio.de Um Menschen zum Umfallen zu bringen wird in religiösen Kreisen auch Musikhypnose angewandt, eine Methode die in der Hypnosetherapie Anwendung findet um in Trance zu führen.
Diese Praktiken werden meist in extremen Kreisen und Denominationen angewandt, wie in:

  • im Kundalini Yoga
  • im Hinduismus
  • im Spiritismus
  • im Exorzismus
  • der Alphakursbewegung nach Nicky Gumbel
  • extremcharismatischen Kreisen
  • in Kreisen der Pfingsbewegung
  • in der Geistheilerszene/ Geistheilershows
  • aber auch pietistisch- schwärmerischen Kreisen
  • im charismatischen Zweig der römisch-katholischen Religion
  • Auch andere christliche Kreise sind mehr oder minder davon betroffen.

Im Spiritismus, in der Hypnotherapie in der Esoterik und im Buddhismus wird diese Praktik angewandt, jedoch nicht dem Heiligen Geist der Bibel zuzuordnen. Klarheit tut Not.

Zuerst genannte Kreise behaupten dies sei auf jeden Fall neutestamentliche Praxis und unbedingt dem Wirken des Heiligen Geistes zuzuschreiben, was es zu prüfen gilt.

Wann trat es als erstes in der Bibel auf?
Ist es eine Segnung oder eher das Gerichtszeichen über die Zeichensüchtigen Johannes 4,48?

Erste biblische Warnung
Etwa vor 2700 warnte uns der Prophet Jesaja: „Darum soll so auch des HERRN Wort an sie ergehen: »Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw, hier ein wenig, da ein wenig«, dass sie hingehen und rücklings fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden.“ Jesaja 28,13 (LutherÜS)

Hier sehen wir das Gericht. Lesen wir im Kontext, erkennen wir Warnungen vor dem heidnischen Zungenreden ebenso wie vor dem nach hinten zu Boden stürzen.
Das nach hinten umfallen und auf dem Rücken liegen stellt vor Gott eine Blöße dar. In über 50 Aussagen warnt uns Gott vor dem auf dem Rücken liegen, was als Blöße bezeichnet wird.

Wahre biblische Anbetung findet Bibel gemäß meist mit dem Gesicht nach unten und in demütiger Haltung vor dem Heiligen Gott, unserem Herrn statt.

Im Neuen Testament finden wir weder einen Hinweis dass der Herr Jesus, noch seine Apostel oder seine jünger ekstatisch, begleitet von psychedelischer Musik, nach hinten um stürzten. Obwohl sie voll Geistes waren.

375049_web_R_by_MiSa_pixelio.deSeid nüchtern!
Im Gegenteil, wir werden an unzähligen Stellen gewarnt „nüchtern“ zu sein, zu wachen und nicht zu schlafen:

  • 1 Petrus 5,8 seit nüchtern und wachet;
  • Matthäus 25,13 Wacht also, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
  • Lukas 21,36 Wacht aber, zu aller(!) Zeit betend, damit ihr imstande seid, all diesem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.
  • 1. Korinther 15,34 Werdet rechtschaffen nüchtern und sündigt nicht, denn einige sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich es euch.
  • 1. Petrus 4,7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet.
  • 2. Timotheus 2,26 und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels, die von ihm gefangen sind, für seinen Willen.
  • 1. Thessalonicher 5,6 Also lasst uns nun nicht schlafen wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein.

Warnung vorm Umfallen und der Blöße in der Alphakursbewegung und in der Pfingstbewegung
Da in gewissen Kreisen das nach hinten stürzen nach Handauflegung als Anbetung und als Wirken des Heiligen Geistes verstanden wird, seien nachfolgend die biblischen Entsprechungen genannt. Nach hinten umfallen gilt in der Bibel als das offenbaren der Blöße. In der Pfingstbewegung, Charismatischen Gemeinden und in der Alphakursbewegung wird das nach hinten stürzen meist in Verbindung mit dem “Lallen” oder auch Zungenreden (nicht zu verwechseln mit dem biblischen Sprachenreden aus der Apostelgeschichte in dem Menschen verständlichen Sprachen das Evangelium verkündet wurde) und Händeauflegen praktiziert. Die Parellele Warnung finden wir im Buch Jesaja 28, 13: Darum soll so auch des HERRN Wort an sie ergehen: »Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw, hier ein wenig, da ein wenig«, dass sie hingehen und rücklings fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden. Es ist empfohlen das Kapitel ab Vers 7 zu lesen. Nach hinten stürzen bedeutet im Biblischen Sinne stets Gericht oder Warnung, da so die Blöße des Menschen offenbar wird.
Was Gott von der Vermischung, dem Synkretismus, hält und von dem offenbaren der Blöße, wird uns in nachfolgenden Stellen offenbar: Hes 16,37 darum siehe, will ich alle deine Liebhaber versammeln, denen du gefallen hast, alle, die du geliebt und alle, die du gehaßt hast: ja, ich will sie von allen Seiten ringsum gegen dich versammeln und deine Blöße vor ihnen aufdecken, daß sie deine ganze Blöße sehen sollen.
Jesaja 47,3 Deine Blöße soll enthüllt und deine Schande gesehen werden; ich will Rache nehmen und keinen Menschen schonen!
Habakuk 2,15 “Weh dem”, der seinen Nächsten trinken lässt und seinen Grimm beimischt und ihn trunken macht, dass er seine Blöße sehe!
In Habakuk finden wir die Warnung vor dem Charismatischen “betrunken im Geist (eng. drunkeness)” oder “erschlagen im Geist (eng. slain in the Spirit)”, wo sich die Menschen oft rücklinks auf dem Boden wälzen: Hab 2,15 Auszug “trunken macht, dass er seine Blöße sehe”.

Dieses Video soll als Aufklärung und zugleich als Warnung dienen. Start nach 2 Minuten:

Was ist biblische Anbetung?
Die wahre biblische Anbetung findet niemals auf dem Rücken, sondern auf dem Angesicht statt, was einige Bibelpassagen offenbaren. Gelegendlich wurden die Hände erhoben, meistens jedoch fiel man auf’s Angesicht:

  • 3 Mo 9,24b Als das ganze Volk dies sah, jubelten sie und fielen auf ihr Angesicht.
  • 4 Mo 14,5 Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israels.
  • 4 Mo 20,6 Und Mose und Aaron gingen von der Gemeinde weg zum Eingang der Stiftshütte und fielen auf ihr Angesicht. Und die Herrlichkeit des Herrn erschien ihnen.
  • Jos 5,14 Er aber sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des Herrn; jetzt bin ich gekommen! Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und betete an und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht?
  • Rut 2,10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde und sprach: Warum habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden, daß du dich um mich kümmerst, da ich doch eine Fremde bin?
  • 1Kön 18,39 Als das ganze Volk dies sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der Herr ist Gott! der Herr ist Gott!
  • 2Chr 7,3 Als aber alle Kinder Israels das Feuer herabfallen sahen und die Herrlichkeit des Herrn über dem Haus, da fielen sie auf ihre Knie, mit dem Angesicht zur Erde, auf das Pflaster, und beteten an und dankten dem Herrn, daß er gütig ist und seine Gnade ewiglich währt.
  • 2Chr 20,18 Da beugte sich Josaphat mit seinem Angesicht zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem Herrn nieder und beteten den Herrn an.
  • Lk 5,12 Und es begab sich, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Und als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht, bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, so kannst du mich reinigen!
  • Offb 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an

Seien wir gewarnt vor jeder Strömung, die durch Stimmungsbeeinflussende Musik die Teilnehmer „einlullt“ und 484351_web_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deunkritisch werden lässt. Seien wir ebenfalls gewarnt vor Lehrern, die zur Massenhypnose die Mikrophonanlage und die Verstärkeranlage missbrauchen, ohne die kein einzelner Mensch zu Boden gehen würde.

Folgen wir unserem Herrn nach, der uns durch seinen Propheten Johannes sagen lässt: Offb 18,4 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!

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Wir lieben trotzdem den Menschen, der eine falsche Lehre bringt, auch wenn wir seine Lehre hinterfragen und an der Schrift prüfen mögen.

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+ Ausstieg aus der charismatischen Bewegung/Pfingstbewegung

Ausstieg aus der Pfingst- und charismatischen Bewegung

Die Pfingstbewegung und charismatische Bewegung ist seit Entstehung der Kirchengeschichte die offenbar umstrittenste Bewegung innerhalb der katholischen (GGE) und evangelischen Kirche überhaupt. Keine Lehre wirft so viele Wiedersprüche auf und bringt es zu so vielen kritisch warnenden Büchern auf den christlichen Büchermarkt wie die Pfingst- und charismatische Bewegung.

Ob es das so genannte, aus Heidenreligionenn stammende durch Dritte oder selbst eingeübte, „Zungenreden“ oder „Zungengebet“ ist (was mit dem biblischen Sprachenreden rein gar nichts zu tun hat) ist, das Ansprechen oder Anbeten des „Heiligen Geistes“, die manuelle Geistestaufe, das so genannte „Hörende“ oder kontemplative Gebet ist – wo man auf Gesichte und Stimmen hören solle, ob es das nach hinten stürzen ist unter Händeauflegen, oder das vermeintliche und tatsächliche „Wegbeten“ von körperlichen Krankheiten, vieles scheint im Wiederspruch zur heilsgeschichtlichen Betrachtung der Bibel zu stehen.

>>> Was bedeuten Sprachengebet oder Zungengebet, woher kommt es tatsächlich?>>>
>>>
Im Gottesdienst nach hinten umgestürzt, was sind die Folgen?>>>
>>> Was haben „Fahnentanz“ oder „Flaggentanz“ mit dem Satanisten Rudolph Steiner zu tun?>>>

Nach dem durch so genannte „charismatische“ „Prophet(inn)en“ über Menschen geweissagt wurde, kamen die einen oder anderen schon mal in derart schwere psychische Nöte, dass sie in psychiatrische Kliniken eingewiesen werden mussten. Mystizismus und Einlassung mit falschen Lehren tun ihr übriges Blendwerk. Gerade ältere Menschen verlassen scharenweise die lauten und unruhigen Veranstaltungen. Die von Gott gegeben Ordnung in den Versammlungen der Gläubigen wird häufig einfach wegargumentiert oder ignoriert.194240_web_R_K_B_by_Uta Herbert_pixelio.de

Diese Bewegung spaltet auf dramatische Weise die Gemeinde Jesu seit über 100 Jahren mit sehr schmerzlichen Folgen für die getrennten Familien und Ortsgemeinden.

„Nachdem ich Elemente zum Spiritismus, den ich vor meiner Umkehr zu Jesus Christus selber praktizierte, in der charismatischen Bewegung feststellte, fing ich an über die Begründer dieser Pfingst- und Charismatischen Bewegung zu recherchieren. Dabei stellte ich erschreckende Verbindungen zu Okkultem, Geisterbeschwörung und Spiritismus fest. Exorzismus, Mystizismus und magische Rituale sind da nur einige Beispiele. Ebenso lassen sich Verbindungen zur Freimaurerei und zum Vatikan festmachen.

Einen Ekel empfand ich bei der Behauptung der Pfingstbewegung und charismatischen Bewegung, das der Erste und Zweite Weltkrieg durch die „Berliner Erklärung“ und die ablehnende Haltung gegenüber der Sonderlehren der Pfingstlehre entstanden sei. Die Christen, die sich diesen beiden Sonderlehren nicht angeschlossen haben sind schuld an den beiden Weltkriegen und an der Berliner Mauer. Eine Behauptung die vor Hochmut, Dummheit und Absurdität nur so strotzt.“

Psychische Manifestationen nach Handauflegung zur so genannten „Geistestaufe“ und damit verbundene Rückfälle in überwunden geglaubte Gewohnheitssünden sind keine Seltenheit.

Wenn Sie liebe Leserin, lieber Leser verunsichert sind über Praktiken und einen Ausstieg aus der charismatischen Bewegung und aus der Pfingstbewegung in Erwägung fassen, so kontaktieren sie uns. Wünschen sie eine seelsorgerische Begleitung und die Vermittlung einer biblischen Gemeinde in Wohnortnähe, so können Sie uns das gerne mitteilen.

Sind sie ein(e) Betroffene(e) vom charismatischen Exorzismus, Encounterdienst, Dämonenaustreibung, Heilungs- und Befreiungsdienst, Heilungsshows, so teilen sie das bitte ebenfalls mit. Sind sie in Folge von „Heilungskursen“ o.Ä. und charismatischen Praktiken in Depressionen, Manifestationen und in psychiatrische Behandlungen geraten, vernehmen sie in Folge von mystischen Praktiken „Stimmen“ und „Visionen“ die Sie beunruhigen, gibt es auch dafür einen Weg aus dieser Situation.
Scheuen Sie sich nicht Ihre Erlebnisse und Nöte mitzuteilen. Alles wird vertraulich behandelt. Wir sichern Ihnen völlige Diskretion zu.

Hier können Sie uns kontaktieren:

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+ Was bedeuten Sprachengebet oder Zungengebet?

Was bedeuten Sprachengebet oder Zungengebet, woher kommt es und wer wendete es an?

Zungengebet oder Zungenrede, wie es heute in der Zungenbewegung in Pfingstkreisen praktiziert wird, stammt ursprünglich aus heidnischen Religionen und Kulturen Jahrtausende vor der Entstehung der Gemeinde Jesu und hat mit dem biblischen Fremdsprachenreden nichts zu tun.
Das Phänomen der Glossolalie – Lallen – kommt vor:

  • im Hinduismus
  • im Buddhismus
  • im Spiritismus
  • der Alphakursbewegung nach Nicky Gumbel
  • extremcharismatischen Kreisen
  • in Kreisen der Pfingsbewegung
  • der römisch-katholischen Religion
  • in der Neuapostolischen Kirche NAK
  • Auch andere christliche Kreise sind mehr oder minder davon betroffen.

Diese Erscheinungen gilt nach der Sonderlehre der Pfingstbewegung und charismatischen Bewegung als „Beleg“ der Taufe mit dem Heiligen Geist – was natürlich eine falsche Lehre ist.

weitere Artikel:
>>>Zungenreden oder Sprachenreden – was ist wirklich biblisch?

>>>Im Alphakurs oder im Gottesdienst nach hinten umgekippt?
>>>Ist Exorzismus / Befreiungsdienst biblisch?

Diese Lehre stützt sich dabei vor allem auf Apostelgeschichte 2,4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Römer 8,26 Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich‘s gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.

Wollen wir die Auslegung der Pfingstbewegung und charismatischen Bewegung an der Bibel prüfen.
Mit „unaussprechlichen Seufzern“

Oft wissen wir nicht was wir beten sollen und beten selbstsüchtig und engherzig. Der Heilige Geist kommt um uns in unserer Schwachheit zur Seite zu stehen. Er tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Obgleich auch wir seufzen können. Bedenken wir aber mit „unaussprechlich“ kann kein Zungenreden, wie es in Heiden-Religionen angewandt wird, gemeint sein. Denn unaussprechlich meint eben nicht ausgesprochen sondern unaussprechlich.

Alle durcheinander?
Beim „Zungengebet“ oder Sprachengebet plappern oft alle egoistisch durcheinander ohne sich Zeit für das Anliegen des betenden Anderen zu nehmen. Dies geschieht oft in ekstaseartigen Zuständen, die der Trance sehr ähnlich sind. In Kolosser warnt uns Paulus vor solchen Anwandlungen, in dem er sagt „wacht“: Kolosser 4,2 Verharrt im Gebet und wacht darin mit Danksagung;

Als Warnung und Beleg soll das kurze Video dienen, in dem Zungenreden im Spiritismus in Heidenreligionen praktiziert wird. Beginn nach Einleitung 1:18 Min.:

Was sagt uns das? Das Zungenreden oder Sprachenreden wird auch seit Jahrtausenden in Heidenreligionen, zum Beispiel im Buddhismus, Hinduismus und im Schamanismus, und auch heute im Spiritismus, praktiziert um in Kontakt mit der Geisterwelt zu kommen.
Das hier gezeigte Zungenreden oder Sprachenreden ist eine Manifestation in spiritistischen Sitzungen. Es wird, oft unter Handauflegung durch Geisterheiler und psychisch geschulten Menschen eingeübt und hervorgerufen.

Zungenreden und Zungengebet in Alphakursen und Glaubensgrundkursen der charismatischen Bewegung

Auch in Alphasitzungen und Alphakursen der neocharismatischen Bewegung wird ebenfalls in so genannten „Heilig Geist“ Sitzungen oder -Abenden, oft mittels Handauflegung, Zungenreden und Zungenbeten theatralisch trainiert und eingeübt.
Sehr oft findet dies in Verbindung mit der Auffassung statt, dass der Heilige Geist die verletzten Seelen der Teilnehmer heilen möchte. Verletzungen aus der Kindheit und durch Menschen, zum Beispiel Ehepartner, im Erwachsenenleben sollen so durch den Heiligen Geist „geheilt“ werden.
Dies oben genannte fragwürdige Auffassung über Geistheilung ist aber eine 1 zu 1 Übernahme von Sichtweisen und Praktiken der antigöttlichen Psychologie und von spiritistischen Sitzungen. Denn der wahre Gott der Bibel zeigt uns die Ursache für persönliches seelisches Leid auf – die Erbsünde und Entfernung von Gott, persönliche Sünde und die Schuld vor dem gerechten Gott. Der Gott der Bibel sagt uns: wir sind Sünder von Jugend an: 1Mose 8,21b obwohl das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an; auch will ich künftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe.
1. Mose 6,5 Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen groß war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.

Jeremia 17,9 Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verdorben ist es; wer mag es kennen?

Heilung um Sinne von geheiligt, befreit von der Last der Schuld, finden wir, wenn wir unsere Sünden bekennen:1Johannes 1,9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Wahre Ruhe finden wir beim Herrn Jesus, wenn wir umkehren zu Ihm und Buße tun: Matthäus 11,28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Die Leugnung und Weglassung der eigenen Schuld ist eine Lüge Satans. Denn der Heilige Geist führt uns stets in die von Gott in der Bibel geoffenbarte Wahrheit. Joh 16,13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten
Das Wort – Logos – Jesus – Die Bibel – allein ist die Wahrheit, die wir recht teilen sollen: Joh 17,17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.
2Tim 2,15 Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt.

Immer wieder werden wir aufgefordert, auch als Christen, Buße zu tun. Als Beispiel seien die sieben Sendschreiben an die Gemeinden genannt. Dies betrifft jeden Gläubigen.

Einmütigkeit bei den Gläubigen
Weiter wird uns in Apostelgeschichte berichtet, dass Einmütigkeit war und sicher auch heute sein soll. Dies erfordert jedoch Aufmerksamkeit und Anteilnahme an den Anliegen des Bruders oder der Schwester. Dazu möchte man zuhören und innerlich mitflehen: Apg 1,14: Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.519882_web_R_B_by_Gerd Altmann_Shapes_Graphicxtras_pixelio.de

Wie soll ich Amen sagen ohne zu verstehen?
Wenn ich nicht weiß was der andere sagt weil soll ich dann Amen sagen? Dieser Gedanke an das verständliche klare Beten hintereinander, nicht durcheinander, stützt sich durch 1 Korinther 14,16 Sonst, wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, der die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?

Im Kontext 1 Korinther 14,16 vermittelt uns Paulus, dass der Sprachenredende auslegen soll oder ausgelegt werden soll: „dialektos“ griechisch für Dialekt, Sprache.

Und was ist mit Zungengesang oder Engelsgesang?
Die biblischen Aussagen gelten natürlich auch wenn eine Band sich vor den Versammelten präsentiert und, während christlicher Rockballaden, anfängt in „Zungen“ unverständlich zu trällern. Zuweilen wird dann behauptet dass dann „Engel“ singen würden. Erstens sind Menschen keine Engelwesen. Zweitens ist uns nicht aus der Bibel überliefert, dass Engel an Instrumenten spielen und in Lallen verfallen. Überall wo sich Engel den Menschen mitteilten geschah dies in menschlich verständlichen sprachen. Hierzu sollen folgende Bibelstellen als Beleg dienen.
Einige Beispiele sollen verdeutlichen dass Engel des Herrn in deutlicher Sprache sprechen:
Mat 1,20 da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach…

Mat 2,13 Als sie aber weggezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht…
so auch Vers 19,
Mat 28,5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
Apg 5,19 Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses, führte sie hinaus und sprach…
ApG 7,30 Und als 40 Jahre erfüllt waren, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai der Engel des Herrn in der Feuerflamme eines Busches …. erging die Stimme des Herrn an ihn:»Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!« Mose aber zitterte und wagte nicht hinzuschauen. 33 Da sprach der Herr zu ihm: »Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen! Denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land!
Apg 8,26 Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach…
Apg 12,7 Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht erglänzte in dem Raum. Er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen.
Offb 11,15 Und der siebente Engel posaunte; und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Unser Fleisch mal wieder…
Wir sollen nicht fleischlich sein sondern unser Fleisch täglich kreuzigen:
Gal 5,24: Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden.
Gal 5,25: So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.
Den Druck aushalten.. 5_web_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de
Wie verbreitet sich eine Lehre?

Die falsche Lehre der Zungenrede und des Zungengebetes wird vor allem durch den Alphakurs des Anglikaners Nicky Gumbel gelehrt und gefördert. Nicky Gumbel steht der Freimaurerei nahe und ist ein Freund des Illuminaten Blairs und des Vatikans. Der Freimauer Weltziele ist das biblische Christentum zu zerstören und die „eine Wahrheit“ Jesus Christus zu demontieren. Dies geschieht durch Synkretismus, durch Vermischung mit profanen Elementen und Ritualen. An zahlreichen Stellen in der Bibel werden wir vor solchen Tendenzen und vor schlafender Passivität gewarnt.

Hilfreiche Links:

Esra Schriftendienst zu Sprachenreden
http://www.das-wort-der-wahrheit.de/downloads/object_details.php?id=87&oid=20&search=zungenrede
DokumentDas charismatische „Zungenreden“ und das biblische SprachenredenHier öffnen und lesen>>>Sprachenreden

Cor Bruins – Reden in Sprachen

Mehrere Vorträge und Downloads bei Sermon-online
http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=0&searchstring=zungenrede&language=0&x=0&y=0

Im Petrusbrief warnt uns der Apostel Petrus zu wachen und nüchtern zu sein: 1Petr 5,8 Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann;
Leisten wir Gehorsam.

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Nicht um zu Richten, sondern um andere Christen und Suchende aufzuklären und zu warnen „deckt sie (die unfruchtbaren Werke der Finsternis) vielmehr auf“ Epheser 5,11b
Wir lieben trotzdem den Menschen, der eine falsche Lehre bringt, auch wenn wir seine Lehre hinterfragen und an der Schrift prüfen mögen.

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Den verlinkten Seiten sei an dieser Stelle herzlich Danke gesagt für die 
Möglichkeit auf Ihre Seite(n) zu verweisen. Ebenfalls möchte ich den 
Bilddatenbanken und Produzenten von Fotos und Videos danken, für die Bereitstellung.

Abweichende Scheibweisen: Sprachengebed oder Zungengebed, Engelgesang Engelsgesang, beden in Zungen Sungen Sbrachen, Extase extatisch Ektase ektasisch.
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+ Bunte Tücher, Banner, Fahnen, Flaggen beim Lobpreis

Was bedeuten Lobpreisflaggen oder Lobpreisfahnen, bunte Banner, Fahnen, Flaggen und Tücher, beim Lobpreis-Gottesdienst und das Fahnenschwenken mit Lobpreistanz oder Fahnentanz? Welche Bedeutung hat das Schwenken bunter Tücher und Fahnen beim Gottesdienst und Lobpreis in Gemeinden der pfingst- charismatischen Bewegung? Warum werden bunte Fahnen und Tücher bei der Lobpreisveranstaltung, in der Lobpreisnacht/Worshipnight geschwenkt? Was sagt uns das neue Testament über „prophetisches Fanhnenschwenken“?Banner1

1.Einleitendes
2.Fahnen im Gottesdienst?
2.1.Historisches über Fahnen und Tücher
2.1.1.Beispiele für den Einsatz von Fahnen
2.2.Herkunft in der „Dritten Welle“ der Charismatischen Strömung
2.3.Fahnen in Heidenreligionen
2.4.Fahnen im Personenkult und Ideologien
3.Gottes Wille zur Anbetung
4.Aufblick und Ausblick

1.Einleitendes
Seit etwa 20 Jahren ist das Schwenken von Fahnen und Tüchern im Gottesdienst pfingst- und charismatischer Gemeinden zu beobachten. Dies verwirrt viele Christen. Deshalb soll an dieser Stelle ein kurzer Abriss über diese aufgekommende Strömung zum Thema „Bunte Fahnen und Tücher beim Lobpreis“ gezogen werden. Denn im Neuen Testament gibt es keine Entsprechung für das Erheben oder Setzen der Fahne wie im Alten Testament. Selbst da hatte es terretoriale Bedeutung, aber niemals für den Zweck des Tanzes oder zum herumwedeln. Wie vieles andere hat auch dieses im Neuen Bund nach Pfingsten keine entsprechende Berechtigung – es ist einfach Anbetung im Fleisch anstatt im Geist.

Die tatsächliche und leider verschwiegene Herkunft des Lobpreistanzes/ Fahnentanzes geht auf den Satanisten Rudolf Steiner zurück:

2.Fahnen im Gottesdienst?
Mit dem Aufkommen des Schwarmgeistes in den Pfingstgemeinden, charismatischen- und neoevangelikalen Gemeinden, sind auch mehr und mehr optische Elemente in den Gottesdienst eingeführt wurden. Da diese Strömung Ein optisches äußerliches Merkmal der Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung ist, wollen wir genauer hinschauen und die Hintergründe dieser optischen Elemente und den tatsächlichen Willen Gottes herausfinden. Eines ist bei allen diesen Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten fest zu stellen: solche Praktiken entstehen niemals nach intensiven Bibelstudium und nach Bibelseminaren, Bibelkursen oder nach dem reinigendem Bade im Worte Gottes sondern nach gewissen Lesen von Büchern von Autoren der Pfingstbewegung, durch Besuch von Veranstaltungen und Kreisen der Pfingstbewegung, durch sogenannte „Salbungen“ und „Geistestaufen“ durch Anhänger der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, durch unkritischen Kontakt mit diesem Personenkreis und durch unkritischer Öffnung hin zum Schwarmgeistigem. Die Ehre wird weniger dem Heiligen Gott gegeben, sondern eher den Tanzenden, denn der Focus wird auf die, meist weiblichen Darbietenden und auf die Fahnen gelenkt. Es ist unmöglich so demütig vor Gott sein Haupt zu senken.

Nachfolgende Bibelstellen wollen bezeugen, dass es sich bei diesen „Salbungen“ und „Geistestaufen“ niemals um die biblischen „Salbungen“ und „Geistestaufen“ handeln kann und auch nicht um die Taufe mit dem Heiligen Geist, da dies bei gläubigen Christen ja längst geschehen ist. Niemand kann sich ein zweites mal mit seiner Frau verheiraten:615562_web_R_by_Wolfgang Dirscherl_pixelio.de
2 Korinther 1,21.22 Gott ist’s aber, der uns befestigt samt euch in Christum und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen das Pfand, den Geist, gegeben hat.
Epheser 1,13 in dem auch ihr, nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils – in dem ihr auch, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung,
1 Johannes 2,20 Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles
Wenn es sich bei den oben genannten Ritualen nicht um den biblischen Heiligen Geist und um die biblische Salbung handelt, welcher Geist und welche Salbung wird dann vermittelt? Dieses Thema bedarf aufmerksamer biblischer Prüfung.
Etwas anderes sind „Segnungen“ per Handauflegung, zum Beispiel wenn Älteste einer Gemeinde Missionare aussenden. Dies dürfe nicht miteinander verwechselt werden. Biblische geistgeführte Segnungen führen niemals in schwarmgeistige fleischliche Manifestationen.

Da dies zu einer optischen Fokussierung auf die Fahnenschwenker führt, fragen sich manche Teilnehmer dieser Veranstaltung was soll das und wo kommt das her? Meist sind es die weiblichen Vertreter, die beim Fahnentanz mit körperbetontem Ausdruck zum Blickfang werden. Ist das wirklich Gottes Anliegen in der Versammlung der Gläubigen? Will Gott mit optischen Reizen die Augen der Anbeter und ihre Gedanken weg von sich lenken? Will Gott nicht im Geist angebetet werden?

2.1.Historisches über Fahnen und Tücher Fahnen und Tücher wurden seit Jahrtausenden in vielen Kulturen zu zeremoniellen Zwecken eingesetzt.
2.1.1.Beispiele für den Einsatz von Fahnen
Fahnen wurden und werden seit Jahrtausenden in Heidenreligionen z.B. Im Buddhismus und Hinduismus als Gebetsfahnen eingesetzt.
Dem Gott Olymp wird während der Olympiade, die es seit 770 vor Christi Geburt gab, mit Fahnen gehuldigt. Diese Zeremonie wird noch heute weltweit abgehalten.
Diktaturen wird während Militärparaden mit Fahnen gehuldigt.
In allen möglichen atheistischen Verbänden und Vereinen wird mit dem Einsatz von Fahnen gehuldigt.

2.2.Herkunft in der „Dritten Welle“ der charismatischen Strömung
Seit über 20 Jahren, als Europa von der Dritten Welle der Charismatischen Bewegung erfasst wurde, die aus den USA herüber strömte, werden nun auch diese optischen Elemente, bunte Fahnen und Tücher beim Lobpreis, eingesetzt. Die Verfechter dieser Rituale weisen auf die körperlichen(!) Ausdrucksformen hin. Wie wir festgestellt haben, ist es ein zu tiefst heidnisches Element wie auch der Drang zum körperlichen Ausdruck. Gott ist Geist und will im Geist angebetet werden.

2.3.Fahnen in Heidenreligionen
Fahnen finden in den fernöstlichen Religionen Buddhismus und Hinduismus, welche manchmal miteinander verschmelzen, zeremonielle Anwendung. Auch diese Fahnen werden zur Anbetung genutzt. Vor dem Anbringen der Fahnen werden Gebete darauf aufgeschrieben.

2.4.Fahnen im Personenkult und Ideologien
Im Kommunismus und im Sozialismus hatten und haben Fahnen eine besondere optische Bedeutung. Sie waren Träger von Kultpersonen und werden zum Farbspektakel bei Militärparaden eingesetzt. Beispiele sind noch heute Nordkorea, China und die GUS -Staaten und andere totalitäre Staaten. Es sind Länder die sich durch eine starke Christenverfolgung hervortun.

3.Gottes Wille zur Anbetung
Fragen wir uns nun – was ist der Wille unseres Herrn Jesus Christus für seine Gemeinde, dessen Haupt Er ist. Dazu eine Bibelstelle: Römer 12,1.2 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

Ich zitiere aus einem Forum der Webseite http://www.hauszellengemeinde.de
„Dieser Vers sagt aus, dass wir zuerst uns selbst als ein lebendiges, heiliges und wohlgefälliges Opfer Gott darbringen sollen. Nachdem Christus uns errettet hat, gehören wir IHM. Unser altes „Ich“ ist gestorben d.h. es gilt nur noch der Wille Gottes. Entsprechend muss die erste Frage lauten: „Willst Du Herr, dass wir Dich auch mit Fahnen und Flaggen, wie es die Heiden tun, ehren?“ Ich könnte mir vorstellen, dass der Herr antwortet: „Bring dich mir erst einmal selber dar, und dann befolge das, was ich dir in meinem Wort sage.“

Weiter werden wir aufgefordert nicht gleichförmig dieser Welt zu sein und zu prüfen, was der vollkommene und wohlgefällige Wille Gottes ist. Dieses Prüfen funktioniert nur anhand der Bibel und dort werden wir nirgendwo zu dieser Praxis aufgefordert. Wenn uns nur Seine Person erfüllt, unser Herz keine „eigenwillige“ Partition mehr hat und nur Seine Interessen im Vordergrund stehen, dann hat ER Freude an Dir und mir und legt keinen Wert auf zusätzliche „Hilfsmittel“.

Was das Zusammenkommen der Gläubigen in der Gemeinde betrifft nur soviel: Die Gemeinde gehört Ihm und Er ist der Hausherr. Er hat in Seinem Wort bestimmt, wie der Ablauf eines Ihm wohlgefälligen Gottesdienstes sein soll. Auch hier gilt: Es kommt auf Dein und mein Herz an. „Hilfsmittel“ in der Gemeinde braucht Er nicht.“ Ende Zitat. Quelle: http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=384.0

Auch Topic nimmt dazu Stellung in 02/2005:
„Wer heute sogenannten Lobpreis- oder Anbetungsteilen von Gottesdiensten beiwohnt, kann dort auf ein recht kunterbuntes Programm stoßen. Da wird zur Anbetung ekstatisch gesungen, gefühlvoll getanzt oder nach geheimnisvollen Mustern werden bunte Fahnen oder Tücher geschwenkt. Neuester Schrei ist die Akrobatik zur Anbetung. Akrobaten zeigen z. B. an von Kirchendecken herabhängenden Seilen allerlei Kunststücke zur „Ehre Gottes”. Mittlerweile gibt es auch „Fachliteratur“, die Anweisungen zur Gestaltung des Lobpreises gibt und auch gleich theologische „Begründungen“ dazu liefert.

Doch sind Tanz, Fahnenschwenken oder artistische Einlagen zur Anbetung und zum Lobpreis Gottes überhaupt biblisch? Die Verfechter dieser Lobpreiselemente verweisen dabei gerne auf das Alte Testament (AT), beispielsweise auf Psalm 149, in dem das Volk Israel aufgefordert wird, mit Reigen und Tamburin dem Namen Gottes zu lobsingen. Dabei unterschlagen sie aber, dass dazu — nur ein paar Verse weiter — auch das Führen eines zweischneidigen Schwertes gehört, „um Rache zu üben an den Heidenvölkern”.

Wenn alles, was im AT für das Volk Israel Gültigkeit hatte, heute noch komplett für alle Christen gilt, dann müssten auch wieder die Beschneidung, Tieropfer und ähnliches eingeführt werden. Im Gesamtzeugnis der Bibel jedenfalls kommt das Tanzen sehr schlecht weg, wenn man beispielsweise den Tanz des Volkes Israel um das Goldene Kalb (2. Mose 32,19) berücksichtigt oder den Tanz der Tochter des Herodias, mit dem sie sich die Enthauptung von Johannes dem Täufer „ertanzte” (Markus 6,22). Der Tanz steht nach biblischem Zeugnis eher mit dem Heidentum in Verbindung als mit biblischen Handlungen, gar mit der Anbetung.

Das Gleiche gilt für Fahnen und Banner, die nun gar keinen eindeutigen biblischen Bezug zum Lobpreis aufweisen. Auch hier steckt mehr Heidentum drin, als viele gottesdienstliche Fahnenschwenker es wahr haben wollen. In dem erwähnten Fachbuch wird behauptet, dass der Heilige Geist sich über Fahnen mitteilen wolle und folgendes passiere: „Das Erheben der Flagge hat in der unsichtbaren Welt eine viel größere Bedeutung, als wir uns im Moment vorstellen können … Indem wir unsere Flaggen prophetisch erheben, rufen wir das Nichtseiende ins Leben, als ob es schon da wäre …”

Wenn der Mensch („indem wir unsere Flaggen prophetisch erheben“) mit einem Hilfsmittel übersinnliche Kräfte beschwört, dann ist das nichts anderes als Magie, pures Heidentum. Das Fahnen schon immer für magische Zwecke eingesetzt wurden, zeigt auch der Nationalsozialismus. Viele NS-Fahnen wurden geweiht — zum Teil von Hitler persönlich —, um dadurch den „NS-Geist” zu bannen und ins Land zu tragen.

Das Anbeten über eine sinnliche Schiene, mittels eines sichtbaren Mediums ist nicht nur im Heidentum, sondern auch im Christentum zu Hause, wie beispielsweise katholische Frömmigkeit zeigt. So etwas widerspricht aber dem neutestamentlichen Zeugnis. Wahre Anbeter Gottes beten Gott in „Geist und Wahrheit” an (Joh. 4,23-24). Selbst die Musik ist in der Bibel nie Anbetung alleine gewesen, sondern hatte höchstens begleitende, untergeordnete Funktion.

Einer der bekanntesten Lobpreis (Worship)-Leiter, Graham Kendrick, bekannte vor kurzem selbstkritisch zum Thema „Worship-Musik”: „Es geht einfach immer mehr um Erfahrungen, um Gefühle und Stimmungen … Ich denke, viele wollen in Anbetungszeiten einfach aus dem wirklichen Leben fliehen. Und natürlich wollen wir uns dann auch keine Gedanken über Probleme, über Sünde und Schuld machen … Themen wie Buße und Reinigung sind in der heutigen Lobpreis-Musik ziemlich verloren gegangen.” Warum verstehen wir so wenig von Anbetung, warum bringen wir Gott so wenig Anbetung dar? Der Bibellehrer Benedikt Peters meint: ‚Wir kennen Ihn zu wenig; wir kennen Sein Werk zu wenig; wir kennen Sein Wort zuwenig. Wir lesen die Bibel viel zu wenig und wenn wir sie lesen, viel zu oberflächlich. Begännen wir die Bibel regelmäßig, ausgiebig und systematisch zu lesen, begegneten wir dort immer wieder unserem Gott und Retter. In der Schrift sehen wir die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi. Da wird er vor uns immer größer und wir werden immer kleiner.‘ “ Ende Zitat
Eingefügt aus <http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=384.0>

4.Aufblick und Ausblick:
Optische Hilfsmittel benötigt Gott nicht. Sie dienen zur optische Fokussierung der Zuschauer auf die Fahnenschwenker und Tänzer(innen), was aber nicht der Sinn der Anbetung des Heiligen Gottes ist.
Anbetung setzt eine Demütigung vor unserem Herrn voraus.

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Fahnen Quelle Encyclopädia



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+ Charismatische Bewegung Erfahrung

Charismatische Gemeinde Bewegung Erfahrung

„Die Verbindung von New Age Lehre, Alphakurs v. Nicky Gumbel, Charismatische Bewegung und Katholizismus offenbarte sich mir nach meiner Recherche über die Hintergründe der „Charismatischen Bewegung“, des „Alpha-Kurses“, beim Bibelstudium und durch den Geist Gottes.“

„Wenn Euch der Sohn frei macht, werdet Ihr wirklich frei sein“

Als ich nach einer Jahrzehnte langen Odyssee des Glaubens und Praktizierens spiritistischer- und New Age Praktiken endlich zum Glauben an Jesus Christus kam, nahm ich an endlich frei zu sein, von Einflüssen der Last und des Herumirrens in diesem Sumpf von Spiritismus und vom esoterischen Aberglauben. Meine Hinwendung zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus war wie ein Befreiungsschlag, der meine Seele und meine Psyche frei machte vom Aberglauben an Natur-Gottheiten, Positiven Schwingungen, dem Dogma des „positiven Denkens“ (Schuller) und dem Dogma des Visualisierens von Wunschzuständen.

Spiritismus und New Age prägten mein Leben vor meiner Bekehrung

In dieser spiritistischen Zeit, welche Geprägt wurde von Leader der New Age Szene, war ich auch ein Anhänger des New Age Lehrers Robert (Bob) Schullers und einem seiner engsten Vertrauten, einem Erfolgstrainer und Leader des fernöstlich-spiritistischen Denkmodells. Robert Schuller ist Pastor und Begründer der „Kristall Kathedrale“ und Initiator von „Hour of Power“. Robert Schuller Motto und das seines Vertrauten, einem „Erfolgstrainer“: „Du kannst Alles werden und auch sein, wenn Du Dir es nur oft genug vorstellst (visualisierst)“. In der Wissenschaft nennt man diesen Selbstbetrug „Autosuggestion“.

Dieser Aberglaube hielt Jahrzehnte Einzug in mein Leben

So in Form von: Glaube an Astrologie, weiße Magie, Gebete zu Universellen Gottheiten, Naturalismus, Positives Denken, Visualisierung von Wunschzuständen (Schuller), und die gesamte Bandbreite des New Age. Ich praktizierte bestimmte, auch magische Techniken um bestimmte Ziele im persönlichen und materiellen Bereich zu erreichen. Zuweilen mit beachtlichen Erfolg – jedoch zu einem sehr hohen Preis, wie ich später realisieren musste. Der Erfolg oder Zahlen sagen noch nichts darüber aus ob dies tatsächlich auch von Gott gesegnet ist.

Meine Seele jedoch wurde dabei immer leerer und leerer.

Irgendwie spürte ich, dass es einen Schöpfergott gibt und dass diese abergläubischen Dinge ihm nicht gefallen und ich Folgen daraus ziehen werde. Durch jene Techniken zog ich mir einen Fluch über mein altes Leben, auch im familiären und im gesundheitlichen Bereich.

Errettung und Erlösung von der Irrlehre des „positiven Denkens“ und des New Age fand ich in Jesus Christus.

Durch eine Straßenevangelisation eines charismatischen Evangelisationswerkes kam ich zum Glauben. Als ich Christ wurde fiel mir rückwärtig auf, dass diese o.g. Lehren keine Antwort für die Fragen 1. nach der Last auf der eigenen Seele und 2. nach der Ewigkeit haben.

Biblische Unterweisung in die Lehren Jesu und der Apostel gab und gibt es in den charismatischen und vielen evangelikalen Gemeinden nicht.

Robert Schuller lehrte einen Gott, der völlig auf mein eigenes physisches und psychisches Wohlergehen bedacht ist und an meinem Leben keinerlei Anstoß nimmt. So kam es auch, daß ich und meine engsten Wegbegleiter auch an Schullers Lehre und der Lehre der Schüler Schullers keinerlei Anstoß nahmen.

Wie erkennt man die Charismatische Religion oder auch „Charismatische Bewegung“ und welche Gemeindenamen verbergen sich dahinter?

Die Pfingstgemeinden, Tübinger Offensive Stadtmission TOS, Leipzig Koinonia und die Elim-Gemeinden gehören der Charismatischen Bewegung an. Jedoch auch katholische und immer mehr evangelische Gemeinden z.B.: „FeG“ jüngst auch „EfG“ und Kirchen werden von dieser Bewegung beeinflusst. Die Einflussnahme und Unterwanderung geschieht über die emotionale Schiene der „christlichen“ Rockmusik durch die Gefühlsbetonte charismatische Lobpreismusik. Diese charismatische Lobpreismusik spricht sehr stark das Gefühl, oder biblisch das „Fleisch“ an, wovor uns jedoch die Bibel warnt, und das aus gutem Grunde. Jedoch auch über die „Zungenbewegung“ kommen diese Einflüsse. Selbst vormals biblische Gemeinden der Brüderbewegung werden über die charismatische Lobpreismusik und den Pragmatismus der Zweck-Gottesdienste mehr und mehr unterwandert.

Vieles in der Charismatischen Religion sorgte anfangs bei mir für höchste Irritationen und unbeantwortete Fragen.

Persönliche und emotionale Verletzungen sind in dieser Bewegung gegenüber Fragenden keine Seltenheit, eher angesagte Normalität. Für große Irritationen sorgten bei mir die vielen Gemeindeglieder, welche nach psychischer Erlösung suchten und nach „Befreiung von Dämonen“ und „dämonischen Einflüssen“. Diese Vielen Einrichtungen und Veranstaltungen in „Heilungszelten“, immer wiederkehrenden „Heilungsshows“, bei charismatischen Gemeindefreizeiten, „Heilungsgottesdiensten“, „Encounterdiensten“, „Heilungs- und Befreiungsdiensten“ hielt ich für Inflationär und sehr widersprüchlich zu Joh 8,36. Diese sind das Äquivalent zum „Exorzismus“ in der Römisch-Katholischen-Kirche, nur netter verpackt.

In der Bibel gibt es kein einziges Beispiel von „Dämonenaustreibungen“ an Gläubigen in den Gemeinden nach Pfingsten.

Das viele „Zungenreden“, nach hinten Umkippen unter ständigem Händeauflegen, am Boden zittern oder ohnmächtig Daliegen und Dämonenaustreibungen irritierten mich. Umso mehr als immer der Heilige Geist dafür Verantwortung tragen sollte. Das fand ich in der Bibel nicht und ich machte mich auf die Suche nach Antworten. Auch nahm ich psychisches Leiden und Abhängigkeiten von Psychiatern und von Psychopharmaka wahr, bei manchen Gemeindegliedern. Auch kam es zu Einweisungen in psychiatrische Anstalten, meiner Meinung nach in Folge von „Dämonenaustreibungen“ und der unbiblischen „Zweiten Erfahrung“, dass meint die manuelle Geistestaufe unter Auflegen der „magischen Hand“. Nicht selten wird das „Händeauflegen“ und die „Geistestaufe“ an „Unbekehrte“ praktiziert. Könnte denn sein, dass bestimmte Charismatische Praktiken genau dazu führen, dass man dem Wirken der Finsternis Tür und Tor öffnet?

Wie kann das sein wenn Gott uns zusichert: „Wenn Euch der Sohn frei macht, werdet Ihr wirklich frei sein“.

Sehr vieles sorgte da bei mir für größte Verwirrung, vor Allem diese: wenn man Wiedersprüche zur Bibel hinterfragt, wird man mitunter sehr unsanft niedergemacht. Von dieser neuen Erfahrung in einer Gemeinde der „charismatischen Erneuerung“ verabschiedete ich mich, nach einem Rausschmiss aus einem Hauskreis. Dies Folgte nach meinem Bestreben die Bibel etwas intensiver im Hauskreis zu lesen, anstatt einen Video- Alphakurs von Nicky Gumbel 13 Wochen lang anzusehen. Ich hatte Hunger nach dem Wort Gottes – die Bibel 1 Tim 6,3 ApG 20,27.
Ein weiterer Grund war meine hinterfragende Haltung zu schwarmgeistigen Erscheinungen über „Neuoffenbarungen Jesu Christi“.

Ein weiterer Grund für diese Seite sehe ich in dem völligen Unvermögen in der „charismatischen Erneuerung“, die Warnungen Jesu und der Apostel an die Gemeinde in Hinsicht auf Verführungen und Irrlehrer ernst zu nehmen und die Lehrer selbst offensichtlich falscher Lehren zu prüfen Eph 5,10.11; 1 Thes 5,21.

Hilfreiche weiterführende Links zu folgenden Themen:

Alphakurs:

http://christliche-hauskreisgemeinde.homepage.t-online.de/Aufklarung/Alpha_Kurs/alpha_kurs.html

http://www.betanien.de/verlag/material/glaubenskurse.pdf

http://bitflow.dyndns.org/german/PatrickTschui/Die_Alpha_Welle_Wie_Biblisch_Ist_Der_Alpha_Kurs_2003.pdf

Heilungs- und Befreiungsdienste:

http://www.horst-koch.de/joomla_new/content/view/307/320/

http://www.horst-koch.de/joomla_new/content/view/268/274/

http://www.das-wort-der-wahrheit.de/downloads/object_details.php?id=87&oid=44&search=befreiungsdienst

Charismatische Bewegung:

http://www.vigi-sectes.org/evangelisme/pfingstlich-charismatischen.html

Diese Seite soll nach und nach Fragen erörtern und zum biblischen Prüfen anregen. Möge der Geist Gottes den Prüfenden Gästen und auch den Seitenbetreiber weiter in die Wahrheit führen.
Alles soll zur Ehre Jesu Christi geschehen.

Jesus Allein!

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