+ Von der Psychiatrie befreit durch Jesus Christus

Helga Perth, Schottland – ein Lebenszeugnis
wie Jesus Christus von Schizophrenie, Angststörungen und Zwangspsychiatrie befreit (übersetzt durch andreasekklesia)Helga Perth Schottland

Helga Perth: Als ich zwölf Jahre alt war geriet ich in seelische Schieflage und bekam einige psychische Probleme wie Schlafstörungen und Ängste, daß mir etwas wirklich Schlimmes passieren könnte. Wie z.B. daß ich nicht wieder aus dem Schlaf aufwachen würde. Ich hatte ständig negative Gedanken und es war, als ob sie von jemandem kontrolliert würden. Manchmal hörte ich sogar Stimmen, die meinen Namen riefen. Im Laufe der Zeit gerieten meine seelischen Probleme außer Kontrolle. Mein Befinden schwankte zwischen viel besser und ganz schlecht. Oft kam ich nicht mehr aus dem Bett und ich war so depressiv, daß ich stundenlang die Wand anstarrte. Manchmal dachte sogar daran, Schlaftabletten zu nehmen – ich wollte nicht mehr leben.

Im Laufe von sechs Jahre wurde dieser Zustand nach und nach immer schlimmer. Meine Gedanken sagten mir, ich sei so schlecht und schrecklich, daß Gott solch einem verdorbenen Sünder wie mir niemals vergeben würde, da das Verhältnis zu meiner Familie nicht gut war. Es gab auch niemanden, mit dem ich hätte sprechen können. Für andere war ich oft eine Quelle von Problemen und Enttäuschung. Was ich tat, war in ihren Augen oft verkehrt. Niemand wollte eine Beziehung mit mir haben, egal auf welcher Ebene. Dadurch hatte ich keine Freunde und niemanden, an den ich mich wenden konnte.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt fing ich an Figuren zu sehen die mich nachts verfolgten und angriffen. Auch dachte ich, daß sich die Personen auf den Bildern an meiner Wand in satanische Figuren verwandelten. Einmal schloß ich mich in mein Zimmer ein und schrie die ganze Nacht hindurch aus Angst, zu sterben. Am Morgen danach brachten meine Eltern mich in eine psychiatrische Klinik, wo ich in eine Einzelzelle weggesperrt wurde. Ich fürchtete mich vor jedem in meiner Familie und wurde im Krankenhaus als „schizophren“ diagnostiziert. In der Psychiatrie aber fürchtete ich mich noch mehr.

Man zwang mich große Mengen sehr starker Medikamente eizunehmen und fesselte mich mit Bändern ans Bett. Die Medikamente hatten viele schwere Nebenwirkungen, unter anderem Krampfanfälle, epileptische Anfälle und Gefühllosigkeit am ganzen Körper. Ich bekam diese Medikamente etwa 10 Tage lang verabreicht. Nach der Einnahme hielten die Nebenwirkungen etwa 30 Minuten lang an. Das alles machte mein Leben nur noch schwieriger.
Für eine ganze Weile konnte ich mich nicht mehr richtig bewegen und war praktisch gelähmt. Ich hatte sehr große Schmerzen durch die Medikamente. Ich war gegen meinen Willen im Krankenhaus zwangseingewiesen und wollte es verlassen. Die Gerichte entschieden aber darüber, wie lange ich bleiben mußte.

Niemand von meiner Familie oder von den Krankenschwestern oder Ärzten unterstützte mich auf irgendeine Weise. Ihnen war es egal, ob und wie ich unter starken Schmerzen litt. Als es mir schließlich erlaubt wurde, das Krankenhaus zu verlassen, mußte ich täglich immer noch eine Menge starker Medikamente zu mir nehmen. Ich mußte regelmäßig einen Psychiater aufsuchen, der meine Medikamenteneinnahme überwachte.

Aufgrund der Folgen der psychiatrischen Behandlung und der Medikamente war ich nicht fähig, die Schule zu beenden oder zu studieren. Es war für mich unmöglich, eine Berufsausbildung anzustreben. Meine Eltern drohten mir immer wieder, sie würden mich in die psychiatrische Klinik zurückbringen und die Rechtsanwälte würden mich entmündigen und meine Rechtsfähigkeit absprechen, wenn ich nicht anfinge, zu arbeiten.
Daher nahm ich eine Teilzeittätigkeit als Sekretärin in einem Büro auf. Das war ein Wunder, denn normalerweise stellt niemand eine Person ein, die schon einmal in der Psychiatrie war.

Ich hatte dort schon eine Weile gearbeitet, als mein Chef anfing, mir von der Bibel zu erzählen. Er sagte mir, daß Jesus heute immer noch Menschen befreien kann. In meinem Herzen wußte ich, daß das die Wahrheit war. Also ging ich mit ihm zu einer christlichen Gemeinde. Ich glaubte, daß ich, wenn ich mich bekehre und den Heiligen Geist empfangen würde, sofort von allen meinen Krankheiten geheilt wäre.
Ich traf die Entscheidung mich zu bekehren und Gott von ganzem Herzen zu folgen. Als ich mich bekehrte wurde ich auch vollständig geheilt. Ich warf alle meine Medikamente weg und hatte keine Entzugserscheinungen.
Danach war ich in der Lage, vollzeitig als Sekretärin zu arbeiten und begann ein total neues Leben. Ich habe jetzt liebe Glaubensgeschwister in der Gemeinde; sie zeigen mir viel Liebe und kümmern sich wirklich, und ich habe eine tiefe Liebe für sie.

Ich bin zweimal nach Australien gereist und studiere jetzt an der Universität in Dundee, um Krankenschwester zu werden. Ich hoffe, daß meine Vergangenheit und die gemachten Erfahrungen mir dabei helfen Mitgefühl für andere zu haben. Jetzt habe ich ja die Möglichkeit vieles anders zu machen.
Auch meine Eltern sehen, daß ich heute ein anderer Mensch bin und ein normales Leben führen kann. Es gab kein Wiederauftreten der psychischen Probleme, seitdem ich Christin wurde, und mein Leben ist einfach nur besser und besser geworden. Ich bin jetzt seit sechs Jahren von meinen psychischen Problemen befreit. Auch die Erkrankungen die in Folge der psychiatrischen Behandlungen entstanden, sind weg.
Ich habe Hoffnung bald eine qualifizierte Krankenschwester zu sein. Ich bin so froh, gerettet und Teil der Gemeinde Jesu geworden zu sein, welche wirklich meine neue Familie in Christus ist.

Gepriesen sei der Herr Jesus für all diese Wunder.
Helga Perth Schottland

 

Weiterführende Links:
>>>Befreiung vom Magielehrfilm Krabat
>>>Homo- und Pädophilenlobby bereits in Kitas und Schulen
>>>Werteverfall und die Auswirkungen auf die Gesellschaft

  Fotos Quelle von oben nach unten:
  Header: Bildrechte Info auf Startseite  
  © Helga Perth Schottland



Für Mobile Nutzer: Die eingeblendete Werbung steht in keiner Ursache zu unserem Webangebot. Unpässlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

+ Ausstieg aus der charismatischen Bewegung/Pfingstbewegung

Ausstieg aus der Pfingst- und charismatischen Bewegung

Die Pfingstbewegung und charismatische Bewegung ist seit Entstehung der Kirchengeschichte die offenbar umstrittenste Bewegung innerhalb der katholischen (GGE) und evangelischen Kirche überhaupt. Keine Lehre wirft so viele Wiedersprüche auf und bringt es zu so vielen kritisch warnenden Büchern auf den christlichen Büchermarkt wie die Pfingst- und charismatische Bewegung.

Ob es das so genannte, aus Heidenreligionenn stammende durch Dritte oder selbst eingeübte, „Zungenreden“ oder „Zungengebet“ ist (was mit dem biblischen Sprachenreden rein gar nichts zu tun hat) ist, das Ansprechen oder Anbeten des „Heiligen Geistes“, die manuelle Geistestaufe, das so genannte „Hörende“ oder kontemplative Gebet ist – wo man auf Gesichte und Stimmen hören solle, ob es das nach hinten stürzen ist unter Händeauflegen, oder das vermeintliche und tatsächliche „Wegbeten“ von körperlichen Krankheiten, vieles scheint im Wiederspruch zur heilsgeschichtlichen Betrachtung der Bibel zu stehen.

>>> Was bedeuten Sprachengebet oder Zungengebet, woher kommt es tatsächlich?>>>
>>>
Im Gottesdienst nach hinten umgestürzt, was sind die Folgen?>>>
>>> Was haben „Fahnentanz“ oder „Flaggentanz“ mit dem Satanisten Rudolph Steiner zu tun?>>>

Nach dem durch so genannte „charismatische“ „Prophet(inn)en“ über Menschen geweissagt wurde, kamen die einen oder anderen schon mal in derart schwere psychische Nöte, dass sie in psychiatrische Kliniken eingewiesen werden mussten. Mystizismus und Einlassung mit falschen Lehren tun ihr übriges Blendwerk. Gerade ältere Menschen verlassen scharenweise die lauten und unruhigen Veranstaltungen. Die von Gott gegeben Ordnung in den Versammlungen der Gläubigen wird häufig einfach wegargumentiert oder ignoriert.194240_web_R_K_B_by_Uta Herbert_pixelio.de

Diese Bewegung spaltet auf dramatische Weise die Gemeinde Jesu seit über 100 Jahren mit sehr schmerzlichen Folgen für die getrennten Familien und Ortsgemeinden.

„Nachdem ich Elemente zum Spiritismus, den ich vor meiner Umkehr zu Jesus Christus selber praktizierte, in der charismatischen Bewegung feststellte, fing ich an über die Begründer dieser Pfingst- und Charismatischen Bewegung zu recherchieren. Dabei stellte ich erschreckende Verbindungen zu Okkultem, Geisterbeschwörung und Spiritismus fest. Exorzismus, Mystizismus und magische Rituale sind da nur einige Beispiele. Ebenso lassen sich Verbindungen zur Freimaurerei und zum Vatikan festmachen.

Einen Ekel empfand ich bei der Behauptung der Pfingstbewegung und charismatischen Bewegung, das der Erste und Zweite Weltkrieg durch die „Berliner Erklärung“ und die ablehnende Haltung gegenüber der Sonderlehren der Pfingstlehre entstanden sei. Die Christen, die sich diesen beiden Sonderlehren nicht angeschlossen haben sind schuld an den beiden Weltkriegen und an der Berliner Mauer. Eine Behauptung die vor Hochmut, Dummheit und Absurdität nur so strotzt.“

Psychische Manifestationen nach Handauflegung zur so genannten „Geistestaufe“ und damit verbundene Rückfälle in überwunden geglaubte Gewohnheitssünden sind keine Seltenheit.

Wenn Sie liebe Leserin, lieber Leser verunsichert sind über Praktiken und einen Ausstieg aus der charismatischen Bewegung und aus der Pfingstbewegung in Erwägung fassen, so kontaktieren sie uns. Wünschen sie eine seelsorgerische Begleitung und die Vermittlung einer biblischen Gemeinde in Wohnortnähe, so können Sie uns das gerne mitteilen.

Sind sie ein(e) Betroffene(e) vom charismatischen Exorzismus, Encounterdienst, Dämonenaustreibung, Heilungs- und Befreiungsdienst, Heilungsshows, so teilen sie das bitte ebenfalls mit. Sind sie in Folge von „Heilungskursen“ o.Ä. und charismatischen Praktiken in Depressionen, Manifestationen und in psychiatrische Behandlungen geraten, vernehmen sie in Folge von mystischen Praktiken „Stimmen“ und „Visionen“ die Sie beunruhigen, gibt es auch dafür einen Weg aus dieser Situation.
Scheuen Sie sich nicht Ihre Erlebnisse und Nöte mitzuteilen. Alles wird vertraulich behandelt. Wir sichern Ihnen völlige Diskretion zu.

Hier können Sie uns kontaktieren:

Haben Sie ähnliches erfahren? Schreiben Sie an Andreasekklesia.
Nicht um zu Richten, sondern um andere Christen und Suchende aufzuklären und zu warnen „deckt sie (die unfruchtbaren Werke der Finsternis) vielmehr auf“ Epheser 5,11b
Wir lieben trotzdem den Menschen, der eine falsche Lehre bringt, auch wenn wir seine Lehre hinterfragen und an der Schrift prüfen mögen.

Haben Sie sonst Fragen? So wenden Sie sich hier doch vertraulich an uns. Vertrauliche Anfragen bleiben selbstverständlich unveröffentlicht.

573782_web_R_by_Julien Christ_pixelio.de

  Fotos Quelle von oben nach unten:
  Header: Bildrechte Info auf Startseite 
  © 194240_web_r_k_b_by_uta-herbert_pixelio-de 
  © 573782_web_r_by_julien-christ_pixelio-de

Für Mobile Nutzer: Die eingeblendete Werbung steht in keiner Ursache zu unserem Webangebot. Unpässlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

+ Heilungs- und Befreiungsdienst im Licht der Bibel

Heilungs- und Befreiungsdienst eine biblische Prüfung von Rudolf Ebertshäuser

Der unbiblische „Befreiungsdienst“ und die befreiende biblische Wahrheit – Rudolf Ebertshäuser

I. Der „Befreiungsdienst“
in charismatischen und nichtcharismatischen Kreisen

Besonders in extremeren Pfingstkreisen und in der Charismatischen Bewegung hat sich die Praxis des
„Befreiungsdienstes“ weit verbreitet, d.h. die Behandlung von angeblicher Besessenheit und (angeblichen
oder wirklichen) dämonischen Einflüssen und Bindungen bei Gläubigen durch Lösen, Gebieten und
Austreiben von Geistern. Eine nicht unbeträchtliche Zahl von Gläubigen auch aus „gemäßigteren“ Gruppen
ist von dieser „Seelsorge“praxis und den mit ihr verbundenen Lehren beeinflußt oder geprägt.

Das Austreiben von Dämonen aus Gläubigen und auch aus Ungläubigen ist ein wesentliches Element
pfingstlich-charismatischen „Glaubens“lebens, ein Bestandteil des „vollen Evangeliums“. Entsprechend der
Auffassung, wahres, vollmächtiges Christentum müsse alle Werke des Herrn Jesus und der Apostel unter
dem Volk Israel nachahmen, auch die messianischen Wunderzeichen, gilt die „Vollmacht“, Dämonen
auszutreiben, als eine der Folgen der „Geistestaufe“ und als wichtige Ausrüstung gerade für die letzte Zeit.

Aber auch in nichtcharismatischen Kreisen findet sich eine sehr ähnliche Form von „Befreiungsdienst“, die
sich u.a. auf Blumhardt und gewisse pietistische Traditionen beruft. Auch hier wird vielfach behauptet, daß
ein wiedergeborener Gläubiger noch von Dämonen bewohnt oder besessen sein könne. Es wird gelehrt, daß
sich Fluchlinien von den Voreltern her auch bei Gläubigen noch als Belastung zeigen könnten und daß sie
nur durch eine besondere „Befreiung“ und „Lösung“ von „bevollmächtigten Seelsorgern“ beseitigt werden
könnten.

Es ist daher wichtig, den „Befreiungsdienst“ vom Wort Gottes her zu prüfen und die Aussagen der Bibel zum
Thema Befreiung von dämonischen Angriffen darzustellen, gerade auch, um bedrängten und in Not
geratenen Gläubigen zu helfen, ihre wahre Befreiung in Christus zu ergreifen. Im weiteren Sinn geht es
darum, welche Stellung ein Gläubiger in Christus gegenüber den Mächten der Finsternis und ihren
Einwirkungen hat und wie er solchen Einwirkungen im Glauben widerstehen kann.

1. Grundzüge des „Befreiungsdienstes“

Bei allen unterschiedlichen Lehrschattierungen lassen sich doch gewisse Grundelemente der Lehre und
Praxis des „Befreiungsdienstes“ erkennen, die hier kurz skizziert werden sollen:

1. Dem „Befreiungsdienst“ liegt die Annahme zugrunde, daß ein gläubiger, von neuem geborener Christ noch
von innewohnenden bösen Geistern besessen oder zumindest besetzt sein kann. Genauso ist er nach
diesen Lehren noch gebunden an Flüche von den Voreltern her, an vererbte „dämonische Belastungen“. Er
ist angeblich zahlreichen dämonischen Einwirkungen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert, z.B.
„belasteten“ Häusern oder „belasteten“ Menschen, wenn er nicht spezielle „Schutzmaßnahmen“ ergreift.
Sein Leib kann angeblich von „Krankheitsdämonen“ bewohnt sein, die sich in verschiedenen Körperpartien
einnisten können.

2. Dementsprechend führen „Befreiungs-Seelsorger“ einen großen Katalog von Symptomen in erster Linie
oder ausschließlich auf angebliche dämonische Einwirkung oder Innewohnung zurück: Starke Ängste,

Depressionen, Bitterkeit, Rebellion, Sündenbindungen wie Unzucht, Lüge, Verleumdung oder Eßgier, aber
auch Krankheiten aller Art. Sie schreiben damit den Finsternisgeistern große Macht und weitreichenden
Einfluß im Leben eines Gläubigen zu.

So schreibt etwa der extreme Charismatiker Wolfhard Margies: „Die Anzahl der durch innewohnende [!]
dämonische Mächte verursachten Störungen ist beeindruckend groß und vielseitig. Wer die nachfolgende
Auflistung durchgeht, dem kann sicher angst und bange werden, weil er schier jede Form von menschlicher
Störung und charakterlicher Abweichung als durch böse Mächte bedingt erkennt.“

3. Die „Befreiungs“-Therapie beginnt zumeist mit einer genauen Diagnose der angeblichen Belastung. Nach
der falschen Lehre müssen die Ursachen der Belastung (der Anlaß, wann der Dämon angeblich Zutritt zum
Gläubigen fand), der Name des Geistes und u.U. auch sein Sitz im Körper bekannt sein, damit die
„Befreiung“ Erfolg haben soll. Diese „Diagnose“ wird oft durch gefälschte, hellseherische „Geistesgaben“ wie
Visionen oder „Worte der Erkenntnis“ gewonnen, von denen der ganze Verlauf der „Befreiung“ abhängig ist.

Gewisse „Befreiungs-Seelsorger“ wenden sich direkt an die Geister und fragen sie über ihren Namen, über
Art und Umstände der „Besetzung“ oder andere Informationen aus. Diese dämonischen „Auskünfte“ bauen
sie dann in ihre „Therapie“ mit ein. Hier wird die Grenze zum Spiritismus vollends überschritten. Besonders
die „Befreiung“ von angeblichen Flüchen oder okkulten Belastungen von den Voreltern her beruht oft
gänzlich auf falschgeistige „Offenbarungen“. Der Hilfesuchende wird hier von seinem medial „begabten“
„Seelsorger“ abhängig gemacht, ohne dessen „Offenbarungswissen“ er angeblich nicht frei werden kann.

4. Die eigentliche „Befreiung“ ist ebenfalls überwiegend oder völlig abhängig vom „vollmächtigen“ Handeln
des „Seelsorgers“, der „im Namen Jesu“ (vgl. dazu Mt. 7,22 ) die Geister bindet und ihnen befiehlt,
auszufahren. Bisweilen schicken solche Leute die angeblich ausfahrenden Geister auch noch „in den
Abgrund“, obwohl die Zeit dafür jetzt noch nicht gekommen ist, sondern erst beim Anbruch des
Tausendjährigen Reiches (vgl. Mt. 8,29-32, Mt. 12,43-45 und Offb. 20,1-3 ).

In anderen Fällen wird eine „Lösung“ vorgenommen, Flüche werden für ungültig erklärt, Ketten mit
Vollmachtsworten zerbrochen; in magischer Weise werden Dinge in Menschen „hineingebetet“. Das Opfer
selbst bleibt überwiegend passiv, wobei Sündenbekenntnisse oder Lossagegebete seinerseits meist Teil der
„Befreiung“ sind.

Die bei der „Befreiungs-Seelsorge“ angesprochenen Geister äußern sich oft während einer solchen
„Austreibung“; manche „Befreier“ rechnen geradezu mit solchen Erscheinungen und halten sie für ein
unerläßliches Zeichen des „Erfolges“ ihrer Behandlung. Zu den Begleiterscheinungen gehören Husten,
Schreien, Zuckungen und Zwangshandlungen, Hinfallen und andere, z.T. scheußliche Phänomene. In
manchen Fällen gestaltet sich der „Befreiungsdienst“ zu einer wüsten Szene stundenlanger dämonischer
Auftritte, verbunden mit schwarmgeistigem Gebieten und Beten und dem „Austreiben“ einer Vielzahl von
Dämonen.

2. Die fragwürdigen Früchte des „Befreiungsdienstes“

In der Beurteilung dieses „Befreiungsdienstes“ zeigt sich eine weitverbreitete Unsicherheit und Unklarheit
über die Wahrheiten der Heiligen Schrift. Manche Gläubigen gründen ihre Zurückhaltung oder Ablehnung
gegenüber solchen Praktiken mehr auf Gefühle oder auf Meinungen anderer; viele glauben aufgrund der
Berichte über den Dienst der Apostel in Israel, daß Dämonenaustreibungen „biblisch“ seien; manche
verweisen als Begründung für ihre Befürwortung der Dämonenaustreibung auf Erlebnisse und Erfolge aus
der Seelsorge.

Wir können hier nur zu der dringend notwendigen Klarheit kommen, wenn wir diese Art von Seelsorge auf
geistliche, biblische Weise prüfen. Der entscheidende Maßstab hierfür ist die geoffenbarte Wahrheit des
Wortes Gottes: Stimmen diese Lehren und Praktiken mit dem Gesamtzeugnis der Schrift, insbesondere der
Apostellehre überein? Daneben sollen wir nach dem Wort Gottes auch die Früchte einer solchen Praxis
prüfen ( Mt. 7,16-20 ).

Wenn wir zunächst die Früchte des „Befreiungsdienstes“ betrachten, so gehen die Meinungen hier weit
auseinander. Glaubt man den Erfolgsberichten seiner Befürworter, so wären schon Scharen belasteter,
gebundener Christen durch ihren Dienst zu freudigen, siegreichen, strahlenden Jüngern geworden, völlig
umgewandelt durch ihre vollmächtige Seelsorge.

Aber die Realität sieht anders aus. Es geschieht durchaus häufig, daß eine „Befreiung“ empfunden wird,
teilweise sogar begleitet von beeindruckenden Erlebnissen und Gefühlen. Aber die allermeisten Opfer
erleben früher oder später entweder einen Rückfall oder eine Verlagerung des Problems auf eine neue
„Belastung“. „Weggebetete“ Sünden gewinnen wieder Macht, „zerschnittene“ Bindungen erweisen sich noch
als sehr wirksam, „ausgetriebene“ Geister treten wieder auf oder werden durch andere ersetzt.

Nicht wenige Menschen werden auf diese Weise zu „Seelsorgefällen“, oft jahrelang auf der Suche nach dem
wirklich „vollmächtigen Seelsorger“, der sie endlich aus den angeblichen dämonischen Besetzungen und
Ketten ganz „freibeten“ kann. Oftmals entwickeln sich Ängste, Glaubensstörungen und verstärkte
dämonische Symptome als Früchte einer „Befreiungs-Seelsorge“, und manch ein irregeführter Anhänger der
charismatischen „Befreiung“ landet am Ende in einer psychiatrischen Klinik.

Solche üblen Früchte könnten unmöglich die Folge sein, wenn man einen gesunden, biblischen Weg
gegangen wäre. Von diesen Früchten her ergibt sich schon der Rückschluß, daß der Baum faul sein muß.
Aber wirkliche Klarheit darüber kann uns nur die gesunde Lehre der Heiligen Schrift bringen. Sie wollen wir
jetzt betrachten, denn sie gibt uns nicht nur Erkenntnis der Wahrheit, sondern sie vermag auch die
Bedrückten und Angefochtenen wirklich frei zu machen, wie es uns das Wort sagt: „Wenn ihr in meinem
Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die
Wahrheit wird euch frei machen! (…) Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich
frei“ (Joh. 8,31f.36).

II. Die biblische Lehre:
Der Christ und die Macht des Widersachers

Wenn wir im folgenden die Stellung eines Gläubigen in Christus dem Widersacher gegenüber kurz umreißen,
dann muß betont werden, daß diese Ausführungen nur für wahrhaft gläubige, durch Gottes Geist und den
Samen des Wortes von neuem gezeugte Gotteskinder gelten. Menschen, die noch nicht durchgedrungen
sind zu einer echten, klaren Bekehrung „von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des
Satans zu Gott“ (Apg. 26,18), stehen immer noch unter der Herrschaft Satans, wie jeder natürliche, nicht
wiedergeborene Mensch, auch wenn sie vielleicht von einer schwarmgeistigen Religiosität erfaßt sind.

Dies muß so gesagt werden, weil es vor allem in der Charismatischen Bewegung durchaus möglich ist, daß
Menschen ohne klare, biblische Verkündigung des Evangeliums unter dem Einfluß des dämonischen
Schwarmgeistes eine „Entscheidung für Jesus“ treffen und von diesem trügerischen Geist erfüllt werden,
ohne jemals eine wahre, vom Heiligen Geist bewirkte Wiedergeburt erlebt zu haben. Sie meinen, sie seien
Christen, sogar besonders erleuchtete und vollmächtige Christen, und sind in Wahrheit immer noch in der
Finsternis, zweifach betrogene Sünder. Denn Errettung und Gotteskindschaft haben nach der Schrift die
Voraussetzung, daß das Wort Gottes, das wahre Evangelium gehört und geglaubt wird und eine klare
Abkehr von der Sünde und eine Aufnahme des wahren Sohnes Gottes als Herrn und Erlöser erfolgt.

Dort, wo ein anderer Geist wirkt, wo ein anderes Evangelium verkündigt wird und ein anderer Jesus, dort
sind echte biblische Bekehrungen keineswegs die Regel; in manchen Kreisen sind sie eher selten. Dafür trifft
man in diesen Kreisen Menschen, die sich aufgrund von schwarmgeistigen Erlebnissen (etwa Visionen,
Gefühlen beim „Ruhen im Geist“, falschen Wunderheilungen usw.) und einer „Predigt“, die ihnen ein
erfolgreiches, tolles, dynamisches „Super-Leben“ versprach, „zu Jesus bekehrt“ haben, ohne daß die echte
Frucht eines Wiedergeburtslebens bei ihnen erkennbar ist.

Bei solchen Menschen können durch die dämonische „Geistestaufe“ zuweilen seelische Erkrankungen,
frühere mediale Veranlagungen und dämonische Einflüsse noch verstärkt werden, so daß sie in einen
Zustand seelischer und geistlicher Zerrüttung und Gebundenheit kommen. Sie können erst wirklich frei
werden, wenn sie durch Gottes Gnade von ihrem irrgeistigen religiösen Wahn loskommen und sich wahrhaft
zu dem biblischen Herrn Jesus Christus bekehren. Anderenfalls stehen sie wie andere Sünder und Kinder
der Finsternis immer noch unter der Herrschaft des Fürsten dieser Welt, der sie beeinflussen, quälen und
durch falschreligiöse Offenbarungen verführen kann.

Denn die eigentliche Grundlage für die Herrschaft und Einwirkung des Teufels und seiner Dämonen auf

unbekehrte Sünder ist der verderbte, durch die Sünde vergiftete Zustand ihres Herzens, die vom Sündenfall
geprägte menschliche Natur, die sich in Eigensucht, Hochmut, Haß, Unversöhnlichkeit, Lügenhaftigkeit,
Machtgier und anderen sündigen Haltungen äußert. Jeder, der noch unter der Herrschaft des „Fleisches“
lebt, wie es die Bibel nennt, steht automatisch unter der Herrschaft Satans und kann von ihm angegriffen,
gebunden und verführt werden. Konsequenterweise bezeichnet die Bibel daher auch Okkultsünden wie
Zauberei und Götzendienst als Werke des Fleisches (vgl. Gal. 5,19-21 ).

Nur der klare Bruch mit der Sünde und das gläubige Erfassen des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi,
die bewußte Unterstellung unter Seine Herrschaft führen zur biblischen Errettung, die zugleich auch eine
Befreiung von aller Kontrolle des Satans im Leben eines Menschen beinhaltet. Dann sind wir, um ein
Schlüsselwort dieses Abschnittes zu zitieren, „errettet aus der Herrschaft [od. der Gewalt / dem Macht-
bereich] der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol. 1,13).

1. Unsere Stellung in Christus gegenüber der Macht der Finsternis

Wer sich in Wahrheit von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott bekehrt und im
Glauben den Herrn Jesus Christus als Erretter und Herrn angenommen hat, ist Teilhaber an einer
wunderbaren Erlösung, einem herrlichen Heil geworden. Der stellvertretende Sühnetod Jesu Christi am
Kreuz, Sein für uns vergossenes Blut tilgt alle unsere Sündenschuld, die uns von Gott trennte und dem Satan
Herrschaftsrecht über uns gab. In der Kraft Seiner Auferstehung sind die, die an Ihn glauben,
herausgenommen aus der Macht Satans und zu einer neuen Schöpfung geworden, hineinversetzt in das
himmlische Reich des Christus. In dem herrlichen Namen Jesus Christus ist vollkommene Errettung von der
Sünde und damit auch vor der Macht Satans!

Diese völlige Erlösung und Befreiung können wir aber nur dann auch wirklich einnehmen und in unserem
Leben erfahren, wenn wir sie im rechten Glauben erfassen, denn wir wandeln im Glauben an die
unsichtbaren, geistlichen Heilstatsachen, nicht schon im Schauen, Spüren und Fühlen. Obwohl jedes
Gotteskind seiner Stellung in Christus nach gleichen Anteil an diesem Heil hat, ist doch das Ausleben und
Erleben dieser Stellung in Christus sehr unterschiedlich.

Wieweit wir uns am Heil in Christus erfreuen und es in unserem Leben auch erfahren können, hängt im
wesentlichen von drei Voraussetzungen ab.

* Zum einen kommt es entscheidend auf unsere Herzenshaltung Gott gegenüber an; es macht einen
großen Unterschied, ob wir in geistlicher Gesinnung wandeln, in Aufrichtigkeit, Demut, Gehorsam und
Gottesfurcht, in echtem Glauben und Hingabe an unseren Herrn, oder ob wir in fleischlich-selbstsüchtiger
Gesinnung wandeln, unaufrichtig, zwiespältig, voll Weltliebe, seelisch-gefühlsabhängig und dem Wort
ungehorsam (vgl. u.a. 1. Korinther 2; 1. Kor. 3,1-3; Hebr. 5,11-14 ).

* Eine wichtige Grundlage der Freiheit in Christus ist die klare, richtige Erkenntnis dessen, wer wir in
Christus sind und was unser Herr in Seinem vollkommenen Sühnopfer für uns bereitet hat. Ein
aufmerksames, betendes Lesen in der Schrift, besonders in den Briefen des NT, und ein Wachsen in der
gesunden Lehre ist die Voraussetzung für ein gesundes Glaubensleben. Hier herrscht viel Not in der
Gemeinde. Aufgrund des Mangels an guter, biblischer Lehre und durch den Einfluß falscher Menschenlehren
wissen viele Gläubige nicht, was ihnen geschenkt ist, und der Feind kann sie umdunkeln, ängstigen und
berauben.

* Zur Erkenntnis des Wortes Gottes muß jedoch auch der Glaube und der Gehorsam kommen. Die
geoffenbarten Heilswahrheiten der Schrift werden in vielem erst dann für mich zur Realität, wenn ich sie im
Glauben für mich erfasse und im Gehorsam umsetze. Wenn ich mit den unsichtbaren Realitäten des Lebens
in Christus nicht rechne, nicht von ihnen überzeugt bin, dann kann der Feind mich durch Gefühle, Gedanken
und Erlebnisse verunsichern und irreführen.

Hier sollen einige wenige, kurze Andeutungen folgen, die uns den Blick für die Herrlichkeit und die vielfachen
Segnungen unserer Stellung in Christus öffnen mögen, die sich erst nach und nach dem erschließen, der
das Wort Gottes mit offenem Herzen liest. Der Verfasser schreibt sie nieder als einer, der selbst erst ein
wenig von dieser Fülle erkennen durfte und doch bezeugen kann, wie befreiend und aufbauend die biblische
Wahrheit nach Jahren schwarmgeistiger Irrlehre wirkt.

a) Die vollkommene Erlösung in Christus

Die alles entscheidende, felsenfeste Grundlage unserer völligen Erlösung ist der Herr Jesus Christus selbst.
Durch Seinen stellvertretenden Kreuzestod, durch Sein vergossenes Blut hat Er Gott ein einmaliges,
heiliges, vollkommen genügendes Sühnopfer dargebracht, das das ewig gültige Fundament unseres Heils
ist. Durch dieses Sühnopfer ist alle unsere Schuld und Sünde für immer getilgt und weggetan, wenn wir es im
Glauben für uns annehmen und uns Jesus Christus als unserem Herrn und Heiland ausliefern.

Durch die Auferweckung Jesu Christi aus den Toten hat Gott die Gültigkeit dieses Sühnopfers besiegelt und
damit auch uns gerechtgesprochen, die wir Christus angehören ( Rö. 4,25 ). Er hat Seinen Sohn zum Erstling
der neuen Schöpfung gemacht: Christus ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten ( Kol. 1,18 ). Aber
Gott hat damit auch alle, die Christus angehören, mitauferweckt, mitlebendig gemacht durch die Kraft des
Auferstehungslebens des Christus, an dem wir Anteil haben.

„– auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt
nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in
den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den
Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und
wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.
Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt
hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht –
aus Gnade seid ihr errettet! – und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen
[Regionen] in Christus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen
Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus.
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist
es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in
Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln
sollen.“ (Eph. 2,1-10)

In Christus haben wir ewiges Leben, Leben aus Gott, und sind eine neue Schöpfung, durch die der Tod und
die Sünde, das „Alte“ grundsätzlich überwunden ist (vgl. 2. Kor. 5,15-17; 2. Petr. 1,4; Gal. 6,15; Rö. 6,4-11;
Rö. 8,5-17 ). Gott hat uns bei der Wiedergeburt durch die Taufe mit dem Heiligen Geist in Christus versetzt
( Römer 6 ); Er hat bewirkt, daß wir mit Christus gekreuzigt, gestorben, begraben und auferweckt sind.

Der Kreuzestod des Christus und Sein Auferstehungsleben ist in uns wirksam, damit unsere alte
Sündennatur unwirksam gemacht wird und wir in Neuheit des Lebens wandeln können ( Rö. 6,6.4; Gal. 2,20;
Gal. 5,24 ). Durch den Glauben dürfen wir erkennen, daß wir unserem sündigen Eigenleben gestorben sind,
damit wir in Seiner Kraft für Ihn, unseren Herrn, leben (vgl. Rö. 6,10f.; 2. Kor. 5,14f.; Kol. 3,3 ) und Tag für
Tag mit dem rechnen, was Er in uns vollbracht hat und vollbringt.

Durch Buße und Glauben an Jesus Christus haben wir den alten Menschen ausgezogen (d.h. die sündhafte
Herzenshaltung und Gesinnung unseres alten Lebens) und den neuen Menschen angezogen, „der Gott
entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Eph. 4,20-24; vgl. Kol. 3,8-
11 ).

Das Fleisch, unsere sündhafte menschliche Natur, ist zwar noch vorhanden, solange wir in diesem Leib der
gefallenen Schöpfung leben; wir erreichen in dieser Heilszeit nicht einen Zustand der Perfektion oder
Sündlosigkeit, wie es manche falsche „Heiligungs“lehrer verkünden.

Aber kraft der Erlösung in Christus müssen wir nicht mehr dem Fleisch gehorchen und der Sünde dienen;
seine Begierden müssen uns nicht mehr versklaven und beherrschen; wir können im Glauben die Sünde und
das Fleisch überwinden und im Geist wandeln. „Wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch
mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der
Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen“ (Rö. 6,6f.).

All das sind Aussagen der Heiligen Schrift über unsere Stellung in Christus; es ist ein Werk Gottes in
Christus an uns, das wir nur durch Glauben empfangen und annehmen können, indem wir uns dafür halten
und mit den uns zugesagten unsichtbaren Tatsachen glaubend rechnen (vgl. Rö. 6,11 ).

Wieweit wir diese uns zugesicherten Heilsgüter in unserem Wandel, in unserem alltäglichen Glaubensleben
verwirklichen können, ist eine andere Sache; hier müssen wir immer wieder feststellen, wie wenig wir im
Grunde auf der Höhe und in der Kraft der uns geschenkten Gnade zu leben vermögen. Hierin zu wachsen

und zuzunehmen durch Buße und Erneuerung der Gesinnung (vgl. Eph. 4,23; Rö. 12,2 ), durch zunehmende
Erkenntnis und geistliche Reife (vgl. Eph. 1,15-23; 4,13-16; Phil. 1,9-11; Kol. 1,29; 4,12 ) ist eine stete
Herausforderung für jeden treuen Gläubigen.

Biblisches Glaubensleben bedeutet, daß wir trotz all unserem Versagen beständig mit dieser unserer
Gnadenstellung in Christus rechnen, immer neu auf das bauen, was unser Herr und Heiland für uns und in
uns vollbracht hat und was wir in IHM (und nicht in uns selbst!) sind.

b) Die Errettung aus der Macht der Finsternis

Für unser Thema sind nun vor allem jene Aussagen bedeutsam, die die Heilige Schrift über die Stellung
eines Gotteskindes gegenüber dem Satan und seinen Dämonen macht. Hier wollen wir zuerst die zentrale
Stelle Kol. 1,12-14 anführen:

„(…) indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der
Heiligen im Licht. Er hat uns errettet aus der Herrschaft [od. der Gewalt / der Vollmacht / dem
Machtbereich] der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in
dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“

Hier wird uns gezeigt, was Gott tut an denen, die an Jesus Christus glauben, und zwar in dem Moment tut,
wo sie sich „bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott“ (Apg.
26,18). Paulus sagt denen, die Christus angehören, daß Gott sie aus der Macht der Finsternis errettet hat,
daß sie nicht mehr unter der Macht und Kontrolle des Widersachers stehen, sondern hineinversetzt sind in
das himmlische Reich Jesu Christi. Diese Errettung, dieser grundlegende, radikale Herrschaftswechsel wird
uns im Wort Gottes als ein abgeschlossenes Handeln Gottes gezeigt: „Denn ihr wart einst Finsternis, jetzt
aber seid ihr Licht in dem Herrn“ (Eph. 5,8).

Es ist sehr wichtig, zu verstehen, daß unsere Herauslösung aus allen Herrschaftsansprüchen Satans
eine vollendete Tatsache ist, die aufgrund des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi von Gott
selbst gewirkt w urde und die der Satan niemals von sich aus rückgängig machen kann. Gott bekräftigt
diesen Herrschaftswechsel, indem er jeden Gläubigen versiegelt hat mit dem Heiligen Geist der Verheißung
( Eph. 1,14 ). Dieses Siegel bedeutet nach dem Rechtsbrauch des Altertums das Zeichen, daß ein
erworbener Gegenstand rechtmäßig dem neuen Eigentümer gehört. Dazu schreibt Albert von der Kammer:

„So ist es auch mit dem Gläubigen. Erkauft durch das Lösegeld des kostbaren Blutes Jesu Christi, ist
er jetzt ein Schaf Christi und Gottes unverletzbares Eigentum, auf das Gott Sein Eigentumssiegel
gedrückt hat. Obgleich wir inmitten der Welt des Unglaubens gehen und stehen, gehören wir ihr doch
nicht mehr an, sondern sind eines anderen geworden, ‚des aus den Toten Auferweckten‘, dessen
Siegel wir jetzt tragen. (…) Sobald ein Beamter das Staats- oder Gerichtssiegel einem Gegenstand
aufdrückt, ist der Gegenstand für jeden anderen unantastbar. So sind auch wir Sein unverletzliches
Eigentum. Die Macht eines Staates mag nicht hinreichen, die Unverletzbarkeit seines Siegels zu
schützen; der aber uns versiegelt hat auf den Tag der Erlösung, dessen Macht reicht aus, jedes Schaf
bis zum Tag der Erlösung zu bewahren.“ 3

Wir sind als Gläubige in Christus; wir sind mit Ihm versetzt in die Himmelswelt ( Eph. 2,6 ), ja, unser Leben ist
„verborgen mit dem Christus in Gott“ (Kol. 3,3) – wie könnte uns da der Satan zerstörerisch treffen oder
beherrschen? Das Wort Gottes sagt uns, daß der Böse einen aus Gott Geborenen nicht willkürlich antasten
kann ( 1. Joh. 5,18 ). Jede Einwirkung des Satans auf ein Kind Gottes ist nur möglich, wenn Gott selbst sie
aus erzieherischen Gründen zuläßt (vgl. Hiob 1 u. 2, Lk. 22,31f. ) oder wenn der Gläubige dem Feind selbst
durch Aberglauben, Öffnung für Irrgeister oder Verharren in Sünde dazu Raum gibt.

Ein wiedergeborenes Gotteskind kann nicht „besessen“ sein

Christus, der König der Könige, ist in uns – wo Er, der Herr der Herrlichkeit, Seine Königsherrschaft im Leben
eines wahren Gotteskindes aufgerichtet hat, da kann kein Dämon mehr herrschen oder Kontrolle ausüben.
Die vielfach vertretene Lehre, nach der ein Gotteskind „besessen“ sein könnte, ist daher irreführend
und falsch. Besessenheit ist nach den Aussagen der Heiligen Schrift nur bei nicht w iedergeborenen
Sündern möglich.

Genauso ist es unbiblisch und irreführend, von einer „Innewohnung“ von Dämonen bei Gläubigen zu

sprechen. Wenn der Heilige Geist in einem Menschen wohnt, kann dieser nicht von Dämonen bewohnt sein.
Der Tempel Gottes kann nicht zugleich ein Tempel von bösen Geistern sein (vgl. 1. Kor. 3,16; 1. Kor.
6,11.19 ).

Wohl spricht das Wort Gottes von der ernsten Möglichkeit, daß Gotteskinder Gemeinschaft mit Dämonen
haben ( 1. Kor. 10,20 ) und einen falschen Geist „empfangen“ können ( 2. Kor. 11,4 ). Beides ist nach unserer
Überzeugung in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung der Fall, wie auch die erschreckende
Tatsache, daß Gotteskinder durch leichtfertige Öffnung für einen falschen Geist zum Sprachrohr für
dämonische Botschaften werden können (vgl. 1. Kor. 12,3; 2. Thess. 2,2 : eine irreführende Botschaft in der
Gemeinde erfolgte „durch einen Geist“).

Von der Gesamtaussage der Bibel her ist es am zutreffendsten, davon zu sprechen, daß Gläubige sich für
das Wirken falscher Geister öffnen und ihnen Raum geben können; es wäre jedoch falsch und irreführend,
von einer Innewohnung oder gar Besessenheit auszugehen. Zwar mag es in Ausnahmefällen auch bei
Gotteskindern, die dem Feind durch schwere Sünden, Auslieferung des Willens oder Öffnung für falsche
Geister o.ä. starke Einwirkungsmöglichkeiten gegeben haben, zu Symptomen kommen, die denen
Besessener ähneln, aber dennoch darf man diese Wirkungen des Feindes nicht als Besessenheit deuten
oder behandeln.

Entweder ein Mensch steht unter der Herrschaft Satans – dann ist er ein Kind der Finsternis und muß sich
bekehren, um frei zu werden. Oder ein Mensch steht unter der Herrschaft des Herrn Jesus Christus – dann
ist er ein Kind des Lichts und kann durch Buße und gläubiges Erfassen seiner Stellung in Christus frei
werden. Bei einem Kind Gottes kann der Feind nur in Teilbereichen des Lebens und nur begrenzt Kontrolle
ausüben; die wahre Herrschaft über das Leben eines Gotteskindes liegt in der Hand seines Herrn.

Ein Gläubiger, der eine klare Abkehr von seinen Sünden vollzogen hat und in der Heiligung lebt, kann vom
Feind nicht wirklich angetastet, willkürlich angegriffen oder beherrscht werden. Er ist völlig beschützt und
bewahrt durch seinen Erlöser und Herrn. Dies bedeutet allerdings nicht, daß er vor allen Versuchungen und
Anfechtungen bewahrt würde – diese Angriffe des Feindes gehören vielmehr zur Glaubenserziehung eines
jeden Gotteskindes, und der Herr Jesus erspart sie uns nicht, sondern trägt uns durch sie hindurch und lehrt
uns, in ihnen zu überwinden.

Christus hat uns von allen Flüchen und Anrechten des Feindes erlöst

Es ist völlig unbiblisch und zerstörerisch, wenn falsche Lehrer behaupten, ein Gotteskind sei noch
unter dem Bann von Flüchen oder okkulten „Belastungen“ seiner Voreltern, die alle einzeln erkannt
und „gelöst“ werden müßten. Das Wort Gottes lehrt uns, daß wir erlöst worden sind von unserem
nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel mit dem kostbaren Blut des Christus als eines Lammes ohne
Fehler und ohne Flecken ( 1. Petr. 1,19 ). Für die Schuld unserer Väter gilt wie für unsere eigenen
Okkultsünden vor der Bekehrung: „Aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt
worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes“ (1. Kor. 6,11); „Das Alte ist
vergangen; siehe, es ist alles neu geworden“ (2. Kor. 5,17).

Alle Anrechte des Feindes sind durch das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi am Kreuz getilgt und
unwirksam gemacht – es sei denn, der Gläubige hat sich von bestimmten Sünden, okkulten Fähigkeiten oder
Praktiken nicht klar und bewußt abgewandt, sondern hält noch an ihnen fest; in diesem Fall bedarf es aber
lediglich einer klaren Abkehr, um die Erlösung auch für diese Punkte wirksam zu machen und dem Feind
jegliche Einwirkung zu verwehren. Grundsätzlich gilt für jeden wahren Gläubigen:

„Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand
eures Fleisches, mit ihm [Christus] lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen
vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen
uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. Als er
so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und
triumphierte über sie an demselben.“ (Kol. 2,13-15)

Preis sei unserem Herrn Jesus Christus! Dieser Sieg über den Feind und seine Mächte, diese unsere
Befreiung ist bereits vollbracht; ist am Kreuz für uns errungen worden. Das sind geistliche Tatsachen, die vor
Gott gelten und die auch der Feind anerkennen muß. Aber auch wir müssen diese vollbrachte Befreiung im
Glauben annehmen und unsere Stellung in Christus durch alle Anfechtungen hindurch bewahren und
verteidigen, sonst werden wir in der Praxis ihre Segnungen und Vorrechte nicht im vollen Umfang erleben

und genießen können. Denn der Feind kann und darf unseren Glauben prüfen und versuchen, uns aus
unserer Glaubensstellung herauszulocken; das ist Teil von Gottes Erziehungsplan für uns.

Wie der Feind Gläubigen die Freiheit rauben kann

Der Feind kann uns den Genuß unserer völligen Befreiung in Christus auf zwei Wegen rauben: Der eine
Weg besteht in der Verführung zur Sünde und zum Verharren in ihr; auf diese Weise verliert ein Gotteskind
die Vorrechte der beständigen Gemeinschaft mit Christus, Seinen Frieden und Schutz; es gewährt dem
Feind Einwirkungsmöglichkeiten und kann zum Ziel dämonischer Angriffe werden.

Es ist in diesem Sinn auch Sünde, und zwar eine besonders gefährliche, wenn ein Gläubiger sich dem
Einfluß und Wirken eines falschen Geistes öffnet, wie es in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung der
Fall ist. In diese Bewegung hineinzugehen und ihre „Geistestaufe“ zu empfangen, bedeutet Gemeinschaft mit
Dämonen zu haben.

Diese Sünde gibt dem Feind weitergehende Einwirkungsmöglichkeiten wie religiöse Wahnideen,
Lästergedanken, Selbstmordgedanken, Depressionen usw. bis hin zu Manifestationen, die an Besessenheit
erinnern. Daher sind gerade solche schwarmgeistig beeinflußten Gläubigen öfters Kandidaten für einen
„Befreiungsdienst“, der sie nur umso tiefer verstrickt.

Der andere Weg besteht darin, daß der Feind Gotteskindern durch falsche Lehren den Blick für ihre völlige
Erlösung in Christus raubt, sie zum abergläubischen Starren auf ihn verführt, so daß sie seine Macht
überschätzen und durch Unglauben zu Opfern seiner Einwirkungen werden.

Genau das ist die Taktik des Widersachers bei der Irrlehre des „Befreiungsdienstes“. Er verdunkelt den
Gläubigen ihre vollbrachte Erlösung und Befreiung in Christus und spiegelt ihnen vor, daß sie erst noch
„Befreiung“ bräuchten. Er verführt sie, nicht mehr mit ihrem Herrn Jesus Christus, Seinem vollkommenen
Sühnopfer und Seiner Macht zu rechnen, sondern mit der Macht und Herrschaft des Feindes in ihrem Leben.

Solchermaßen irregeführte Gläubige schauen nicht mehr glaubensvoll auf Christus, sondern auf die
Symptome und Wirkungen, die der Feind inszeniert, auf die bösen Geister, die angeblich überall und in
allem, besonders in ihnen selbst, stecken. Solcher Aberglaube ist Sünde und gibt dem Feind erst recht
Einwirkungsmöglichkeiten. Wer diesen Irrlehren glaubt, verliert seine in Christus geschenkte Freiheit immer
mehr; er erkennt nicht mehr den biblischen Weg, satanischen Belästigungen zu widerstehen ( Jak. 4,7f. ) und
wird ein Opfer teuflischer Verwirrungs- und Zermürbungstaktik.

2. Der von Gott zugelassene Handlungsspielraum des Widersachers

Manche Gläubige lassen sich von falschen „Befreiungs“lehren einfangen, weil sie keine klare, biblisch
gegründete Vorstellung von dem durch Gott zugelassenen Handlungsspielraum des Feindes in ihrem Leben
haben. Sie haben Angst, von Dämonen belastet oder gar besetzt zu sein, wo sie in Wahrheit Anfechtungen
ausgesetzt sind, die zu einem normalen Glaubensleben dazugehören und von Gott dazu gebraucht werden,
uns zur Wachsamkeit und Heiligung zu erziehen und unseren Glauben zu stärken.

Das Wort Gottes zeigt uns, daß der Feind unter der Zulassung Gottes die Gläubigen auf drei Weisen
angehen darf – wobei er klare, von Gott gesetzte Grenzen beachten muß (vgl. Hi. 1,12; 2,6; Lk. 22,31f.; 1.
Kor. 10,13 ): durch Angriffe gegen uns (Luther prägte dafür den Begriff „Anfechtungen“), durch Versuchung
zur Sünde und durch betrügerische Irreführung. Alle drei Methoden des Widersachers wollen wir kurz näher
betrachten.

a) Anfechtungen bzw. Angriffe

„Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe
und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die
gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.“ (1. Petr. 5,8f.)

Der Feind darf Gläubige in bestimmten Situationen angreifen, sie in äußerliche und innere Bedrängnis
bringen, wie wir an Hiob, aber auch an Paulus besonders deutlich sehen.

Jede solche Anfechtung hat zwei Seiten, und wir müssen darauf achten, von welcher Seite wir sie ansehen.
Der Feind verfolgt dabei das Ziel, uns zu Fall zu bringen; aber Gottes Ziel ist das Wachstum und die
Bewährung unseres Glaubens. Wenn wir die Anfechtungen treu und gehorsam, im Glauben durchstehen,
dann wird der Ausgang nach dem Wort Josephs sein: „Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott
gedachte es gut zu machen“ (1. Mo. 50,20).

Wenn uns der Feind jedoch einmal zu Fall gebracht hat, dürfen wir wieder aufstehen, uns reinigen und vom
Herrn stärken lassen und von Ihm lernen, zu überwinden. Das ist Gottes Erziehungsziel mit uns, wenn Er
uns den Anfechtungen aussetzt: Wir sollen lernen, Überwinder zu werden im Aufblick zu Jesus Christus, der
für uns überwunden hat.

Anfechtungen können durch Menschen erfolgen (Widerstand und Angriffe, Verleumdungen, Intrigen,
Tätlichkeiten, Verfolgungen), aber auch durch böse Geister (Lästergedanken, manche Zustände von Angst,
Depression, Verwirrung, Zweifel, Schwächung, manchmal auch körperliche Krankheiten). Den unmittelbaren
Angriffen der Dämonen sollen wir entschlossen widerstehen, wozu uns die Waffenrüstung Gottes gegeben
ist ( Jak. 4,7; Eph. 6,10-17 ). Das bedeutet z.B. perverse und lästerliche Gedanken, die der Feind in unser
Denken senden will, klar abzuweisen und nicht anzunehmen; Ängsten, Depressionen, Krankheiten usw. im
Glaubensgebet und Festhalten an den Verheißungen Gottes zu begegnen, uns im Glauben auf das Wort
Gottes zu stellen und unsere Stellung in Christus bewußt einzunehmen.

Angriffe von Menschenseite müssen wir oft einfach erdulden und durch die Liebe und Sanftmut des Christus
überwinden, wobei das gläubige Gebet zu Gott, daß Er die dahinterstehenden Pläne und Absichten des
Feindes zunichtemachen möge, nicht fehlen darf (vgl. Jak. 1,12; 1. Thess. 3,1-8; 1. Petr. 1,6f.; 1. Petr. 2,19;
1. Petr. 4,12-19; 2. Thess. 3,2; Rö. 15,30f.; Hebr. 13,18f.; Eph 6,12 )

Wesentlich ist, daß wir in der Anfechtung eine Haltung der demütigen Unterwerfung unter den allmächtigen
Gott und Seinen heiligen Willen bewahren, daß wir die Anfechtungen aus Seiner Hand nehmen und Ihm
vertrauen, der alle unsere Wege lenkt, der uns befestigen und vor dem Bösen bewahren wird ( 2. Thess. 3,3 ),
der uns durchträgt und eine guten Ausgang aus der Anfechtung schenken wird (vgl. 1. Petr. 5,6f.; Jak. 4,4-
10; 2. Kor. 12,7-10; 1. Kor. 10,13 ).

Dann wird die böse Absicht Satans, uns zu Unglauben, Murren, Rebellion und fleischlicher Selbsthilfe zu
verführen, zunichte werden – nicht umsonst hat uns das Wort Gottes hier die Wüstenwanderung des Volkes
Israel als warnendes Vorbild vor Augen gestellt! Die Frucht der Anfechtung für uns wird dann Bewährung im
Glauben, Reifung und zuletzt der Siegeskranz sein (vgl. Jak. 1,2-4.12; Offb. 2,10 ).

b) Versuchung zur Sünde

„Entzieht euch einander nicht, außer nach Übereinkunft eine Zeitlang, damit ihr euch dem Fasten und
dem Gebet widmen könnt; und kommt dann wieder zusammen, damit der Satan euch nicht versucht
um eurer Unenthaltsamkeit willen“ (1. Kor. 7,5).

Der Feind wirkt unter Gottes Zulassung als Versucher und Verführer zur Sünde (vgl. Mt. 4,3; 1. Thess. 3,5 );
durch ihn werden wir geprüft, damit offenbar wird, was in unseren Herzen ist. In Jak. 1,13-15 gibt uns das
Wort Gottes eine wichtige Lehre zu diesem Thema. Gottes Wort stellt heraus, daß letztlich die sündige Natur
des Menschen mit seinen fleischlichen Begierden für die Wirksamkeit der Versuchung verantwortlich ist (vgl.
Mt. 15,18-20 ). Verschiedene Irrlehrer des „Befreiungsdienstes“ machen für Sünden einseitig den Satan
verantwortlich und leugnen damit die Verderbtheit des menschlichen Herzens und die Verantwortlichkeit des
Menschen für die Sünde, die er tut. Wenn Christen an eine bestimmte Sünde gebunden sind, so sind dafür
letztlich sie selbst verantwortlich, weil sie ihrem Fleisch mit seinen Begierden Raum gegeben und sich somit
in Knechtschaft begeben haben (vgl. Gal. 5,13-25; Rö. 6,12-16 ). Keinesfalls darf man solche
Sündenbindungen „innewohnenden Dämonen“ zuschreiben.

Gottes Absicht mit der Versuchung ist, uns zu tieferer Buße und Reinigung von Sünden zu führen und uns
stark zu machen, den uns in Christus geschenkten Sieg über die Sünde auch tatsächlich zu ergreifen und
nach Kräften auszuleben. Gott selbst verführt nie zur Sünde ( Jak. 1,13-15 ), aber Er läßt die Verlockung zur
Sünde aus erzieherischen Gründen oder auch als Gericht zu.

Solche Versuchungen sind also Teil des uns von Gott verordneten Glaubensweges hier auf Erden; unser
Herr Jesus wurde in allem versucht, und so begegnen auch Seinen Jüngern allerlei Versuchungen ( Hebr.
2,18; 1. Petr. 1,6 ). Dabei dürfen wir jedoch wissen: „Gott aber ist treu, er wird nicht zulassen, daß ihr
über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den
Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt“ ( 1. Kor. 10,13; vgl. Hebr. 12,4-11 ). Sind wir einmal
gefallen, so dürfen wir im Vertrauen auf das Sühnopfer des Christus wieder aufstehen, klare Buße tun und
die Reinigung durch das Blut Jesu Christi empfangen ( 1. Joh. 1,7-10 ).

Wir dürfen lernen, in kindlichem Vertrauen auf die Kraft der vollkommenen Erlösung in Christus und in
gottesfürchtigem Gehorsam zu widerstehen, und wir dürfen das Wort für uns annehmen: „Aber in dem
allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat“ (Rö. 8,37), und: „Der Herr weiß die
Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten“ (2. Petr. 2,9).

c) Verführung durch betrügerische Geister

Diese Taktik satanischer Versuchung ist die raffinierteste und wohl auch gefährlichste. Sie ist im besonderen
in der Endzeit ausgeprägt. Der Vater der Lüge versucht, durch falschgeistige Erlebnisse und Offenbarungen
(Visionen, Stimmen, Wunder, Prophetien, Hellseherei) sowie durch unbiblische Irrlehren, die von Dämonen
inspiriert sind, den gesunden Glauben der Gotteskinder zu verderben und zu untergraben (vgl. Kol. 2,18; 2.
Kor. 11,14; 1. Tim. 4,1 ). Er zerstört die Einfalt und Lauterkeit des Glaubens ( 2. Kor. 11,3 ), indem er das
Herz von Gläubigen abwendet von dem wahren Herrn Jesus Christus und seine Aufmerksamkeit auf einen
falschen Jesus und seine Botschaften, Visionen und Krafttaten lenkt.

Durch falsche Lehren entzieht der Feind den Gläubigen, die sich verführen lassen, den Felsengrund ihres
ganzen Glaubenslebens: die Heilige Schrift als Gottes geoffenbarte Wahrheit. Eine solche Verführung ist
jedoch auf Dauer nur bei denen möglich, die dieser Wahrheit in gewissem Maß untreu und ungehorsam
wurden, „die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit“
(2. Thess. 2,12).

Solche Christen – Scheingläubige und sicher auch einige wahre Gläubige – wird es nach den Aussagen der
Bibel gerade in den letzten Tagen viele geben, die „die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich
selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie
werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden“ (2. Tim. 4,3f.). Wer
aber der ernüchternden, demütigenden, zur Buße rufenden Wahrheit der Bibel ausweichen will, um sich
schwärmerischen Höhenflügen und einem falschen „Über-Christentum“ zuzuwenden, muß einen teuren
Preis bezahlen.

Die betrügerischen Lehren des Feindes scheinen zwar sehr „geistlich“, „vollmächtig“ und „erleuchtet“, aber
wer sich ihnen öffnet, gerät in schwarmgeistige Verblendung; er wird bis zu einem gewissen Grad für die
Wahrheit der Schrift blind. Das gilt natürlich nicht nur für pfingstlich-charismatische, sondern genauso für
liberal-bibelkritische, feministische oder andere Irrlehren, die in der Gemeinde Fuß zu fassen suchen. Solche
Irrlehren sind ein gefährliches Gift, das jeder wahre Gläubige meiden sollte wie die Pest, denn es vermag
den gesunden Glauben zu zerstören ( 2. Tim. 2,18 ).

Erscheint Satan in der Anfechtung als brüllender Löwe, in der Versuchung als listige Schlange, so nimmt er
in der Irreführung die Gestalt eines Engels des Lichts an, um falschprophetische Offenbarungen und Lehren
von Dämonen in die Gemeinde zu schleusen. Sie verkehren das Wort Gottes und vermischen es mit
verführerischen Lügen des Teufels, so daß letztlich ein Pseudo-Christentum entsteht, durch das Menschen
vom wahren Glauben abgewendet werden sollen.

Daß der Feind auf diese Weise unter der Zulassung Gottes sein zerstörerisches Werk treiben darf, ist für
viele Christen schwer verständlich und beunruhigend, und sie verschließen gern die Augen vor dieser
Tatsache. Aber auch in dieser notvollen Erscheinung unserer letzten Zeit ist die Hand Gottes in Gericht und
Gnade erkennbar; auch dadurch wird die Echtheit des Glaubens, die Liebe zur Wahrheit geprüft, und der
allmächtige, gnädige Gott vermag Seine Auserwählten vor der Verführung zu bewahren (vgl. Mt. 24,24; 2.
Thess. 3,3 ). Doch ist gegenüber dieser Art von Versuchung in besonderem Maß Wachsamkeit, Gottesfurcht,
Beugung unter die Wahrheit des Wortes und auch eine feste Gründung im Wort Gottes nötig.

d) Versuchungen sind uns gegeben, um sie zu überwinden

Der biblische Begriff, mit dem vor allem die beiden ersten Arten satanischer Aktivität benannt werden, ist
peirasmos, zu deutsch „Prüfung, Erprobung; Versuchung; Anfechtung“. Der Grundgedanke ist, daß der
Widersacher ausprobieren darf, wie echt unsere Herzenshaltung vor Gott ist, wie klar unser Stand im
Glauben und wie gerecht unser Wandel in Christus ist.

Dies führt uns in die Selbstprüfung und Buße, erhält uns wachsam und läßt uns reifen im Glauben und in der
Heiligung, wenn unsere Herzensbeziehung zu unserem Herrn und Heiland stimmt. So tröstet das Wort
Gottes in 1. Petr. 1,6f. auch uns, wenn es das göttliche Ziel der Anfechtungen und Versuchungen nennt:
„damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch
durchs Feuer erprobt wird), Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu
Christi“ .

Wenn uns also Versuchungen und Anfechtungen widerfahren, brauchen wir nicht ängstlich auf den
Widersacher zu starren und uns nicht verunsichern lassen (vgl. 1. Petr. 4,12f. ), als habe der Feind
irgendwelche Macht über uns oder müsse gar ausgetrieben werden. Diese Dinge sind Teil unseres Wandels
als Christen; sie setzen auch keineswegs notwendigerweise voraus, daß wir dem Feind durch Sünden
besondere Anrechte gegeben hätten (obwohl dies bei allen hartnäckigen und schweren Angriffen geprüft
werden muß).

Wir haben über solche Versuchungen den Sieg in Christus und müssen lernen, ihn auch in der täglichen
Lebenspraxis zu verwirklichen. Als Schutz gegen diese Angriffe, die sich besonders gegen unsere
Gedanken- und Gefühlswelt richten, hat uns der Herr Seine göttliche Waffenrüstung gegeben:

„Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die
ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen
Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern
gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser
Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. Deshalb
ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem
ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt.
So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der
Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium
des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile
des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des
Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen
im Geist (…).“ (Eph. 6,10-18)

Gerade weil der Kampf gegen satanische Anfechtungen hauptsächlich in unseren Gedanken, unseren
Gefühlen und unserem Willen ausgefochten wird, ist das Wort Gottes so entscheidend wichtig bei der
Überwindung dieser Angriffe. Es stärkt und überführt uns; es ermutigt uns und richtet unseren Glaubensblick
immer neu auf unseren Herrn, „den Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebr. 12,2), es zeigt uns
unsere Vorrechte in Christus und lehrt uns Gerechtigkeit. Dieses kostbare Gotteswort in Lauterkeit und
Glauben, in Gehorsam und Fleiß aufzunehmen und auszuleben ist ein entscheidender Faktor für unseren
Sieg; es hat die Kraft, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben ( Apg. 20,32 ).

3. Die Rolle des Fleisches als Grundlage für Angriffe des Feindes

Bei allen seinen Aktivitäten gegen den Gläubigen knüpft der Widersacher an das Fleisch an, die alte
menschliche Natur. Diese ist sozusagen seine Operationsbasis, weil der sündige alte Mensch von den
Wesenszügen und der Gesinnung Satans geprägt und vergiftet ist. Obwohl die alte Sündennatur durch die
Kraft der Erlösung in Christus grundsätzlich überwunden und abgetan ist, ist sie im Gläubigen noch
vorhanden und kann wirksam werden, wenn er nicht im Glauben und im Geist wandelt ( Gal. 5,13-25 ). Sie ist
im Leib der gefallenen Schöpfung verwurzelt, durch den wir mit Adam verbunden sind, dem „Leib der Sünde“
mit seinen Begierden und Lüsten.

In unserer geistlichen Beziehung Gott gegenüber ist der Leib der Sünde und unser alter Mensch mit Christus
gekreuzigt, gestorben und begraben. Unserer Stellung nach sind wir nicht mehr „im Fleisch“, d.h. Sünder von

Natur, sondern „im Geist“ aufgrund der Wiedergeburt und Innewohnung des Heiligen Geistes (vgl. Rö. 8,8-
15 ). Aber was unseren Wandel, unser alltägliches Leben hier auf Erden betrifft, so müssen wir das, was uns
durch unsere geistliche Stellung in Christus gegeben ist, im Glauben und Gehorsam auch umsetzen und
verwirklichen.

Unsere Verantwortung, das Fleisch im Kreuzestod des Christus zu halten

Deshalb fordert der Apostel Paulus in Kol. 3,5-11 die Gläubigen unter Hinweis auf die Erlösung in Christus
auf: „Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind“ und: „Nun aber legt auch ihr das alles ab“ , nämlich
Zorn, Wut, Bosheit usw.

Der Sieg über die Sünde ist uns in Christus objektiv gegeben, aber er wirkt sich nicht automatisch aus,
sondern muß im Glauben ergriffen und in der Kraft des Heiligen Geistes ausgelebt werden. Damit werden wir
in einen Kampf gestellt, den Paulus in Gal. 5,17 schildert: „Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist
und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr
wollt.“

Hier sind wir selbst gefordert, hier liegt unsere Verantwortung für unser Leben in der Nachfolge: Wir können
die uns in Christus geschenkte Freiheit zu einem Vorwand für das Fleisch mißbrauchen und immer wieder
den Begierden des Fleisches nachgeben, so daß wir sündigen ( Gal. 5,13 ), oder wir können in der Kraft des
Heiligen Geistes das Fleisch überwinden aufgrund der Wirksamkeit des Kreuzestodes Jesu Christi und der
Kraft des Auferstehungslebens des Christus in uns: „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des
Fleisches nicht vollbringen“ (Gal. 5,16).

Wenn das Fleisch ungehinderte Entfaltungsmöglichkeit hat, dann ist die Auswirkung unweigerlich Sünde:
„Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit,
Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht,
Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen“ (Gal. 5,19-21).

Wir sehen im 1. Korintherbrief, daß wiedergeborene Gotteskinder, die fleischlich gesinnt waren, statt der
Heiligung nachzujagen, fast alle diese Sünden begehen konnten. Und wie sieht es mit uns selbst aus? Wo
geben wir dem Fleisch noch Entfaltungsmöglichkeiten, anstatt den Sieg Jesu Christi über die Sünde in
Anspruch zu nehmen?

Der Mensch ist selbst für seine Sünde verantwortlich und nicht irgendwelche Dämonen

All diese Fragen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der unbiblischen „Befreiungs“lehre, die
wir untersuchen wollen. Mit dieser Lehre ist nämlich vielfach die Auffassung verbunden, daß schwere oder
hartnäckige Sünden wie Unzucht, Zornausbrüche oder Zauberei bei Gläubigen ihre Ursache in
dämonischem Einfluß oder gar in der Innewohnung von Dämonen hätten. Der Weg zur Befreiung von
solchen Sünden wird daher in einer Austreibung oder einem Vertreiben der verursachenden Geister
gesehen.

Demgegenüber sagt die Heilige Schrift sehr deutlich, daß solche Sünden ihre Wurzeln in der
gefallenen menschlichen Natur, in der Bosheit des menschlichen Herzens haben. Der Mensch selbst
ist für diese Sünden verantwortlich; er kann sie nicht irgendwelchen Geistern in die Schuhe
schieben! Hier wird ein verdeckter Humanismus, eine heimliche Rechtfertigung des Menschen deutlich, der
selbst zu solchen Sünden scheinbar nicht fähig ist und für sie auch nicht zur Verantwortung gezogen werden
will. Solche Lehren verleugnen letztlich die Verderbtheit der menschlichen Natur; indem sie den Menschen
von seiner Verantwortung „entlasten“ wollen, verbauen sie ihm den Weg zu wirklicher Befreiung.

Das Wort Gottes betont die Verantwortung des Menschen für die Sünde, die er tut, und es nennt die Wurzel
des Übels ganz deutlich beim Namen. Nicht der Satan ist diese Wurzel, sondern unsere alte, gefallene
sündige Natur: „Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl,
falsche Zeugnisse, Lästerungen. Das ist’s, was den Menschen verunreinigt!“ (Mt. 15,19f.).

Der biblische Weg zur Befreiung von Sündenbindungen besteht daher nicht in der Austreibung von
„Unzuchts“- „Lügen“- oder „Kritik“geistern, sondern in gründlicher Herzensumkehr, im gläubigen Erfassen
des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi, in der Erneuerung unserer Gesinnung und einem bewußten
Wandel im Geist. Wenn dies geschieht, dann können die Versuchungen zur Sünde, die der Feind an uns

herantragen darf, überwunden werden, und dort, wo infolge unserer schuldhaften Verstrickung der Feind
Möglichkeiten zu dämonischen Belästigungen und Einwirkungen hatte, werden diese weichen müssen.

Dort wo Christen infolge der Irrlehre der „Befreiung“ die Schuld für ihre Sünden auf Dämonen abschieben
wollen und nicht selbst die Verantwortung für sie vor Gott übernehmen, dort wo sie die Wahrheiten des
Wortes Gottes über ihre alte Natur und über ihre neue Stellung in Christus verleugnen, indem sie sich
angebliche innewohnende Geister austreiben lassen, werden sie die Sünden nicht wirklich überwinden
können, sondern sich in zusätzliche Gebundenheiten verstricken.

Wenn ein Christ aber erkennt, daß er in Christus eigentlich Befreiung von Sündenbindungen und
satanischen Belästigungen bereits hat und daher die Ursache für seine Gebundenheiten bei ihm selbst liegt,
dann ist der Weg offen für eine echte und bleibende Befreiung, auch wenn dies längere Zeit dauern mag und
vielleicht Prozesse der Reinigung und des Zerbruchs einschließt.

4. Ursachen für dämonische Einwirkungen bei Gläubigen

Wenn man von den oben dargelegten Aussagen der Bibel ausgeht, dann gibt es eigentlich nur zwei mögliche
Ursachen dafür, daß ein Christ die in Christus gegebene völlige Befreiung aus dem Herrschaftsbereich des
Satans nicht erlangt bzw. wieder verliert und es zu wirklichen dämonischen Einwirkungen kommt. Entweder
war seine Abkehr von der Finsternis und von der Macht des Satans nicht tief und klar genug, so daß er noch
an gewissen Sünden oder okkulten Bindungen im Grunde seines Herzens hängt, oder aber der Christ hat
durch Unglaube, Aberglaube und Verharren in bestimmten Sünden den Feind in sein Leben eingelassen und
sich freiwillig unter dessen Knechtschaft begeben.

Handelt es sich um einen wirklichen, von neuem geborenen Christen, dann ist jede Innewohnung von bösen
Geistern oder gar Besessenheit unmöglich. In jedem Gotteskind wohnt der Heilige Geist, und wer mit dem
Heiligen Geist versiegelt ist, kann nicht von einem anderen Geist bewohnt oder beherrscht werden.
Allerdings können böse Geister auch wahre Gläubige über das „normale“ Maß der Anfechtung und
Versuchung hinaus beeinflussen, belästigen und quälen, wenn diese ihnen durch Fehlverhalten das Recht
dazu einräumen. Einige mögliche Einfallstore für solche dämonischen Einwirkungen sollen kurz aufgezählt
werden:

1. Unglaube und Aberglaube: Wer im Unglauben in bezug auf die völlige Erlösung und seine Stellung in
Christus lebt, wer die Wahrheiten des Wortes nicht im Glauben festhält, den kann der Feind leicht
einschüchtern und belästigen. Verschiedene magisch-abergläubische Auffassungen, die die Macht des
Feindes in unbiblischer Weise überzeichnen, können ihm Einwirkungsmöglichkeiten öffnen. Dazu zählen
gerade auch viele Lehren der „Befreiungs-Seelsorge“.

Wer also in dem Glauben lebt, bestimmte Krankheiten und Sünden seien von Dämonen verursacht, die in
ihm wirken, kann durch solchen Aberglauben dem Feind Möglichkeiten geben, genau das durch
Einwirkungen zu „bestätigen“. Ähnliches gilt für abergläubische Ängste vor Gegenständen und jede Form
des magischen Denkens. 4

2. Verharren in der Sünde: 1. Joh. 5,18 deutet an, daß es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Meiden
der Sünde und der Zusicherung, daß der Feind ein Kind Gottes nicht antastet. Ein Verbleiben in Sünden wie
etwa Lüge, Unversöhnlichkeit oder Unzucht, die Weigerung, über erkannten Sünden klare Buße zu tun, kann
einen Christen sehr wohl unter dämonischen Einfluß bringen; er gibt damit dem Teufel Raum ( Eph. 4,27 ).

Das muß sich nicht nur in Belästigungen und Nöten für den Betroffenen äußern; der Feind kann solche
Menschen auch bis zu einem gewissen Grad gebrauchen und durch sie zerstörerisch wirken. Es mag also
sein, daß durch einen in Sünde lebenden Christen ein unzüchtiger, lügnerischer, rebellischer Geist wirkt, der
auch andere, ja eine ganze Gemeinde beeinflußt und befleckt.

Hochmut und Verblendung, Gebundenheiten und Zwänge können Folgen von Unbußfertigkeit sein; sie sind
Ausdruck der Züchtigung Gottes für einen schlimmen, gefährlichen Herzenszustand, dessen ganzen Ernst
wir aus Oberflächlichkeit und mangelnder Gottesfurcht heraus kaum noch zu erfassen vermögen. Doch das
Wort bleibt gültig: „Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er
auch ernten“ (Gal. 6,7).

3. Passivität und Auslieferung des Willens: „Wißt ihr nicht: Wem ihr euch als Sklave hingebt, um ihm zu
gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müßt ihm gehorchen “ (Rö. 6,16). Im Zuge der endzeitlichen
Verführung versucht der Feind immer mehr, durch Manipulation und Ausschaltung des Willens Kontrolle über
Menschen zu bekommen.

Alle Arten von Meditation, „Entspannungs“- und „Atemübungen“, Hypnose, Trancezustände, autogenes
Training, Yoga und Zen sowie eine Vielzahl von New-Age-„Bewußtseinstechniken“ dienen letztlich dazu, den
Willen und das Bewußtsein, die Selbstkontrolle des Menschen auszuschalten und ihn in eine willenlose,
passiv-aufnahmebereite Haltung zu führen, in der er für dämonische Einwirkungen empfänglich wird.

Dasselbe gilt für den suggestiven Einfluß des pfingstlich-charismatischen Irrgeistes, der ebenfalls durch
gruppendynamische Wirkungen und hypnotische Anziehung versucht, die Ausschaltung von Bewußtsein und
Willen seiner Anhänger zu erreichen.

Während der Geist Gottes die bewußte Persönlichkeit des Menschen respektiert und in seinem Wirken
gerade Herz, Gewissen, Bewußtsein und Willen des Menschen anspricht, ist es ein Charakteristikum
dämonischer Geister, daß sie den Willen des Menschen umgehen und vergewaltigen (vgl. 1. Kor. 12,2 ), daß
sie aus dem Dunkel des „Unterbewußtseins“ wirken und passive Unterwerfung unter ihren Willen fordern. Im
Zuge der endzeitlichen Unterwanderung der Gemeinde Jesu gibt es immer mehr solche dämonischen
„Bewußtseinstechniken“ auch unter christlichem Tarnmantel. Die verderbliche Wirkung ist jedoch die gleiche 5
geblieben, und alle solchen Praktiken sollten als Sünde bekannt und abgelegt werden.

4. Empfang eines verführerischen Geistes: Öffnet sich ein Christ bewußt einem verführerischen Irrgeist, wie
es vor allem in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung der Fall ist, so kommt er dadurch in
Gemeinschaft mit Dämonen und unter ihren verstärkten Einfluß. Die Bibel sagt uns, daß ein wiedergeborener
Christ einen anderen, betrügerischen Geist empfangen ( 2. Kor. 11,4 ) und auf seine Lehren und
Offenbarungen achten kann ( 1. Tim. 4,1 ). Das ist, auch wenn es aus Unwissenheit und Täuschung heraus
geschieht, ganz klar Sünde.

Zwar gilt auch hier, daß bei wiedergeborenen Christen nicht von „Besessenheit“ gesprochen werden darf;
aber ein solcher irregeführter Christ räumt einem dämonischen Geist große Einflußmöglichkeiten auf sein
Herz und sein Leben ein, ja, er unterwirft ihm seinen Willen und folgt blindlings seinen Impulsen und
Offenbarungen, in der irrigen Annahme, es handele sich um den Heiligen Geist.

Die Folgen sind in manchen Fällen ähnlich wie bei anderen okkulten Einflüssen: Es treten Lästergedanken,
unreine Zwangsvorstellungen oder Phantasien, Selbstmordgedanken oder Hellseherei auf. Es kommt zu
einer Beeinträchtigung und Verfälschung des Glaubenslebens, nicht selten zum Verlust der Heilsgewißheit
und zu geistlicher Blindheit.

5. Nicht bereinigte okkulte Verstrickungen: Es mag auch bei Gläubigen vorkommen, daß sie sich von
gewissen okkulten Verstrickungen ihrer ungläubigen Vergangenheit nicht klar abgekehrt haben, so daß der
Feind hierüber noch gewisse Wirkungsmöglichkeiten hat, oder daß sie sich nach ihrer Bekehrung noch in
okkulte Praktiken verstricken ließen – etwa Pendeln, Augendiagnostik, Homöopathie u.ä. Auch das kann
dem Feind Möglichkeiten zur Einwirkung geben.

Menschen, die sich in pfingstlich-charismatischen Kreisen bewegen, können über verschiedene Praktiken in
okkulte Verstrickungen kommen: durch Handauflegung und „Ruhen im Geist“, durch hellseherische
„Offenbarungen“, denen Glauben geschenkt wurde, durch Geistheilungen, durch „Dämonenaustreibungen“
und magische „Glaubens“techniken wie „In-Existenz-Sprechen“ usw.

All dies ist jedoch für Gläubige kein Grund zur Angst oder zur Bedrückung. Kraft der Erlösung in Christus gibt
es für alle solchen Einwirkungen des Bösen Befreiung – und zwar nicht durch ein Austreiben von Geistern,
sondern durch Buße und Glauben.

5. Die Dämonenaustreibungen des Herrn und Seiner Apostel

Vielfach werden die Dämonenaustreibungen bei Gläubigen mit dem Argument gerechtfertigt: „Aber es steht
doch in der Bibel! Der Herr fordert uns doch auf, Dämonen auszutreiben!“ Das leuchtet bei oberflächlicher
Betrachtung manchem ein. Die Wahrheit finden wir, wie so oft bei der Prüfung schwarmgeistiger Irrlehren,

erst dann, wenn wir die heilsgeschichtlichen Unterscheidungen in der Heiligen Schrift beachten. Wir müssen
die Heilszeit des alten Bundes mit Israel, die Verkündigung des messianischen Königreiches in Israel durch
den Herrn Jesus und Seine Apostel und die neue Heilszeit der Gemeinde deutlich unterscheiden, sonst
geraten wir in Verwirrung und Unklarheit.

Jesus Christus selbst macht deutlich, daß die Dämonenaustreibungen in Israel ein messianisches Zeichen
waren: „Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu
euch gekommen!“ (Mt. 12,28). Es ging also um ein Zeichen, eine symbolische Handlung, die auf eine
Botschaft verwies, auf das Evangelium des anbrechenden Gottesreiches für Israel und die Offenbarung des
Messias (vgl. Mk. 16,17 ). Diese Botschaft sollte sichtbar bekräftigt werden – das ist auch der Grund, weshalb
die Besetzung durch die Dämonen und die folgende Austreibung sichtbar und hörbar waren, während in der
Heilszeit der Gemeinde die bei einer Bekehrung erfolgende Befreiung von Dämonen in aller Regel von
außen nicht wahrgenommen werden kann.

In Israel wurden die Dämonenaustreibungen ausschließlich an Ungläubigen vorgenommen und waren nicht
direkt mit Glauben und Errettung verbunden. Die allermeisten solchermaßen befreiten Israeliten, so müssen
wir aus der Bibel schließen, blieben im Unglauben und bekehrten sich nicht wirklich vom Satan zu Christus,
worauf der Herr in Seinem Wort von der Rückkehr unreiner Geister anspielt ( Mt. 12,43-45 ).

Der Auftrag des Herrn, das Evangelium des Reiches zu predigen und in Verbindung damit
Wunderzeichen zu tun, darunter auch Dämonenaustreibungen, bezieht sich eindeutig auf Israel und
nicht auf die Gemeinde. Er erging auch nicht an alle damaligen Jünger, sondern nur an die zwölf
Apostel und später an die siebzig weiteren Ausgesandten.

Der eindeutige Bezug zu Israel wird besonders in Mt. 10,5-15 deutlich, wo der Herr Seinen Auftrag mit den
Worten einleitet: „Begebt euch nicht auf die Straße der Heiden und betretet keine Stadt der Samariter;
geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt. 10,5f.). Die anderen in diesem
Zusammenhang ergangenen Anweisungen des Herrn werden von denen, die den Auftrag der
Dämonenaustreibung für die Gemeinde und für sich selbst in Anspruch nehmen, nur allzu oft ignoriert (vgl.
Mt. 10,8b-15; Mk. 6,7-13; Lk. 9,1-6; Lk. 10,1-12 ).

Als ein Wunderzeichen zur Bekräftigung des neu geoffenbarten Wortes Gottes finden wir das Ausfahren von
Dämonen auch außerhalb Israels bei dem Apostel Paulus ( Apg. 16,18; Apg. 19,12 ), aber es trägt
offenkundig einen anderen Akzent als in Israel: es wird nicht allgemein und gegenüber allen befohlen oder
praktiziert.

In den Briefen, der Apostellehre für die Gemeinde, findet sich keine einzige Anweisung über das
Dämonenaustreiben, weder in bezug auf Ungläubige noch in bezug auf Gläubige. Wenn das Wort Gottes
von bekehrten Heiden spricht, die in Dämonie verwickelt waren (vgl. die Neubekehrten zu Ephesus, Apg.
19,18-20 ; die Korinther, 1. Kor. 6,9-11; 12,1-3 ), dann wird nirgends ein „Befreiungsdienst“ erwähnt, sondern
die Befreiung als durch Umkehr und Glauben an Christus gegeben dargestellt. Dank der in der
Evangeliumsverkündigung wirksamen Kraft des Wortes vom Kreuz (vgl. Rö. 1,16; 1. Kor. 1,18 ) und dem
vollbrachten Sieg über alle Finsternismächte ist die Dämonenaustreibung bei Ungläubigen unnötig und
unbiblisch; sie lenkt nur vom wahren Evangelium ab.

Was aber die Gläubigen betrifft, so findet sich in der ganzen Bibel kein einziger Fall, wo bei einem
wiedergeborenen Gotteskind Dämonen ausgetrieben w orden wären! Die Dämonenaustreibung bei
Gläubigen ist ein unbiblischer Irrweg, der die vollbrachte Erlösung und Befreiung von aller Macht der
Finsternis in Christus verdunkelt und in Zweifel zieht, der von der Siegesmacht und Herrlichkeit des
auferstandenen Herrn ablenkt und dem Feind einen Einfluß und eine Wirkungsmöglichkeit
zuschreibt, die er in Wahrheit gegenüber Kindern Gottes nicht besitzt.

III. Die gefährlichen Folgen des unbiblischen „Befreiungsdienstes“

Wir haben gesehen, daß der „Befreiungsdienst“ eine Form der Seelsorge ist, die den Lehren des Wortes
Gottes widerspricht und weder notwendig noch wirksam ist. Es muß jedoch auch auf die besondere
Gefährlichkeit dieser schwarmgeistigen Praxis hingewiesen werden. Wie alle irreführenden Lehren, die aus
der bösen List des Verführers stammen, ist auch die Irrlehre des „Befreiungsdienstes“ nicht nur einfach
falsch, sondern sie hat böse, für Gläubige gefährliche Früchte. Es ist daher nicht nur eine Ansichtssache, wie
wir zu ihr stehen; jeder bibeltreue Gläubige sollte sich gründlich mit ihr auseinandersetzen, sie verwerfen und
aktiv bekämpfen.

1. Der sündhafte Eingriff in die Geisterwelt

Die sündhafte Verfehlung, die dem „Befreiungsdienst“ zugrundeliegt, besteht in einem eigenmächtigen, vom
Wort Gottes nicht gedeckten Eingriff in den Machtbereich der bösen Geister. Der „Seelsorger“ wendet sich
an Dämonen und spricht sie persönlich an; er gibt ihnen Befehle und stellt ihnen womöglich Fragen.

Eine solche eigenmächtige Kontaktaufnahme und Einwirkung auf böse Geister ist uns durch Gottes Wort
streng untersagt. Die „Befreiungs“praxis läuft im Grunde auf Geisterbeschwörung, Zauberei und
Spiritismus in christlichem Gewand hinaus.

Solche Praktiken, verbunden mit fromm-abergläubischen Lehren über die angebliche Macht von Dämonen
über Gotteskinder, geben dem Widersacher erst recht die Möglichkeit, einzugreifen und sich bei einer
„Befreiung“ kräftig und listig zu offenbaren, was dann wiederum von den verblendeten Okkult-Seelsorgern als
Beweis einer angeblichen „Besessenheit“ bzw. Belastung gewertet wird. Damit entsteht ein wahrer
„Teufelskreis“, in dessen Verlauf der Hilfesuchende oft immer stärker von dämonischen Belästigungen
heimgesucht wird und die „Austreibungs“versuche immer mehr ausgeweitet werden.

Diese Zusammenhänge werden auch von einzelnen Charismatikern gesehen, und es erheben sich
warnende Stimmen gegen solche Praktiken. Peter Kierner schreibt:

„An wiedergeborenen Gotteskindern darf kein ‚Befreiungsdienst‘ durchgeführt werden. Hier kann – laut
biblischer Aussage – keine ‚Besetzung‘ vorliegen. Wer es dennoch praktiziert, greift in die unsichtbare
Welt der Geister ein und berechtigt dadurch die Dämonen, zu erscheinen. Sie werden kommen, durch
Gebärden und Stimmen auf sich aufmerksam machen und den Hilfesuchenden durch Lügen
verführen. Ich kann nur eindringlich warnen und herzlich bitten: Finger weg von solchen unbiblischen
Praktiken! Gott hat verboten, mit der unsichtbaren Welt Kontakt aufzunehmen. Deshalb muß diese
Parallele im Vergleich zwischen ‚Spiritismus‘ und ‚Befreiung‘ von Dämonen in Wiedergeborenen sehr,
sehr ernst genommen werden.“ 6

Kierner trifft sogar die für einen Charismatiker ungewöhnlich klare Feststellung: „Die Erkenntnis, daß
wiedergeborene Christen von Dämonen besetzt sein können, kommt weder aus der Heiligen Schrift noch
aus einer Inspiration des Heiligen Geistes. Diese Botschaft verbreitet der satanische Geist der Verführung.“ 7

2. Die zerstörerischen Auswirkungen der Dämonenaustreibung auf die Beteiligten

Die Frucht einer solchen irrgeistig inspirierten „Seelsorge“ ist keine echte Befreiung, sondern eine tiefere
Verstrickung in die Machenschaften der Finsternis; sie bedeutet in vielen Fällen für die Hilfesuchenden,
obwohl die „Befreier“ das sicherlich nicht beabsichtigen, Seelenverführung und Seelenquälerei. Auf die
gefährlichsten Folgen des „Befreiungsdienstes“ soll im folgenden noch eingegangen werden.

a) Geistliche Entmündigung statt echter Buße

Weil die meisten „Befreiungs-Seelsorger“ Sünden und Bindungen im Leben der Hilfesuchenden einseitig mit
dem Wirken von Dämonen erklären, lenken sie von der eigentlichen Wurzel, der alten Sündennatur, ab und
hindern die Hilfesuchenden daran, ihre eigene Verantwortung für diese Sünden und den Weg zu echter
Befreiung klar zu erkennen. Die schw armgeistige „Befreiung“ von angeblich innewohnenden Dämonen
wird zum Ersatz für echte, tiefgehende biblische Buße. Ein ganz entscheidender Schritt zu echter
„Gesinnungsänderung“ und Befreiung, nämlich das gläubige Erfassen und Festhalten der vollkommenen
Erlösung, die uns in Christus bereits gegeben ist, wird durch die falschen Lehren geradezu verhindert.

Auf diesem falschen Weg kann der Hilfesuchende nicht von seiner Sündenbindung loskommen. Wenn die
Grundlage für dämonische Einwirkungen nicht durch klare biblische Buße beseitigt wurde, ist das Ergebnis
von „Austreibungen“ nur, daß neue „Belastungen“ zu den alten hinzukommen bzw. diese ersetzen. Wo
hingegen in der „Befreiungs-Seelsorge“ echte, bleibende Befreiungen geschehen, so ist das nicht auf die
„Austreibung“ von Dämonen, sondern auf die Aufrichtigkeit und klare Buße der Hilfesuchenden und das
Erbarmen Gottes zurückzuführen.

Wenn der Hilfesuchende nicht seine eigene Verantwortung vor Gott für die Sünden und dämonischen
Verstrickungen erkennt, sondern sie bewußt oder unbewußt auf die Dämonen abschiebt, muß er für diese
verkehrte Haltung einen teuren Preis bezahlen.

Er bleibt nicht nur in seinen Bindungen gefangen; er kommt auch in weitere Bindungen hinein: in eine
krankhafte und ungeistliche Abhängigkeit von „Befreiungs-Seelsorgern“, die für ihn stellvertretend handeln
sollen und ohne deren „Vollmacht“ und „Offenbarungserkenntnis“ für ihn keine Aussicht auf Hilfe besteht. So
wird eine bestehende geistliche Unmündigkeit noch vertieft, und es besteht Gefahr, daß sich der
Hilfesuchende immer mehr an Menschen klammert und zu einem „Dauer-Seelsorgefall“ wird.

Solch eine Situation kommt andererseits oftmals der verkehrten, ichbezogenen fleischlichen Gesinnung
mancher Hilfesuchenden entgegen, denen eine klare Buße und die Konsequenzen eines Lebens in
Heiligung und Gehorsam auf diese Weise „erspart“ bleiben und die bewußt oder unbewußt ein Leben in
Gebundenheit dem schmalen Weg der biblischen Christusnachfolge vorziehen. Man darf nicht außer acht
lassen, daß die Rituale der „Befreiungs-Seelsorge“ solchen verkehrt gesinnten Menschen auch eine
Befriedigung ihrer Geltungssucht oder eines seelisch-fleischlichen Wunsches nach Zuwendung verschaffen.
Walter Nitsche schreibt dazu:

„Mancher Ratsuchende umgeht durch die Okkult-Seelsorge die nüchterne, biblische Seelsorge und
letztlich das Kreuz. So unterstützt diese unbiblische Seelsorge oftmals die Egozentrik solcher
Ratsuchender. Nach entsprechenden Sitzungen erzählen diese oftmals bereitwillig von besonderen
Erfahrungen und Erlebnissen, fühlen sich plötzlich als etwas Besseres und stellen sich durch ihre
Erzählungen unaufhörlich in den Mittelpunkt. Eine wieder nüchtern gewordene Glaubensschwester
gab offen zu, wie sie es während solcher Seelsorge genossen hatte, von ‚geistlichen‘ Brüdern umsorgt
zu werden und im Mittelpunkt ihres Interesses zu stehen.“ 8

b) Zerrüttung des Glaubenslebens

Die falsche Lehre der „Befreiung“ schreibt dem Feind viel mehr Anrechte und Einflußmöglichkeiten im Leben
eines Gläubigen zu, als er eigentlich haben darf. Auf der anderen Seite verfälscht sie die wahre Stellung des
Gotteskindes und leugnet die vollbrachte Befreiung, die jeder Gläubige in Christus bereits besitzt. Damit
schwächt und verbiegt sie den Glauben der Hilfesuchenden und macht sie gegenüber den Listen und
Angriffen des Feindes wehrlos.

Die vom Feind selbst inspirierte Vorstellung, man habe als Gläubiger noch verschiedene Dämonen in sich
wohnen und sei ihnen ausgeliefert ohne einen „vollmächtigen Seelsorger“, erzeugt zumindest schwere Nöte
und Anfechtungen; sensiblere und im Glauben schwächere Opfer solcher „Seelsorge“ können diese Lehren
in massive Ängste und geistliche und seelische Zerrüttung bringen.

Der Hilfesuchende wird in der Praxis dazu verführt, sein Augenmerk immer mehr auf den Feind und seine
„Manifestationen“ zu richten statt auf den Erlöser Jesus Christus und Seinen vollbrachten Sieg. Ihnen wird
ein falscher Glaube an die Macht des Feindes und eine verkehrte, abergläubische Erwartungshaltung
eingeimpft, die den Einwirkungen des Widersachers die Türe erst richtig öffnet und es ihm ermöglicht, ein

böses Verwirrspiel mit dem Betroffenen zu treiben. Der Teufel erhält damit eine Aufmerksamkeit und Ehre,
die ihm absolut nicht zusteht.

Die Gefahr ist groß, daß bei dem Betroffenen eine abergläubisch-magische Sicht entsteht, die immer mehr
mit dem Wirken des Widersachers rechnet und nicht mehr mit der vollbrachten Erlösung des Herrn. Solcher
Unglaube und Aberglaube ist aber Sünde und kann zu einem wachsenden Einfluß des Feindes auf das
Denken und Leben eines Christen führen.

In Verbindung mit solchen falschen Lehren tritt eine „fromme“ Spielart des magischen Denkens auf, die
recht weit verbreitet ist. Dabei werden übernatürliche Wirkungen, Schutz oder Gefahr von bestimmten 9
Formeln und Handlungen oder von „beseelten“, mit besonderen Kräften versehen Gegenständen erwartet,
statt von dem Herrn Jesus Christus. Die allermeisten Christen werden solche magisch-abergläubische
Bräuche dort erkennen und ablehnen, wo sie sich im Katholizismus oder im Volksaberglauben äußern
(Bekreuzigen, Rosenkranzbeten als Abwehrmagie gegen böse Geister, Aberglaube in bezug auf Vorzeichen,
„beschützende“ Gegenstände wie Kreuze, Weihwasser usw.).

Manche Gläubige sind sich jedoch nicht der Tatsache bewußt, daß auch einige Praktiken charismatischer
und nichtcharismatischer „Befreiungsseelsorger“ objektiv magisch-abergläubischen Charakter haben. Dazu
zählt die Furcht vor „dämonisch verunreinigten“ oder „wirksamen“ Gegenständen, vor Flüchen oder okkulten
Handlungen anderer, die angeblich über Gotteskinder noch Macht haben können.

Wer z.B. meint, er müsse ein Haus mit besonderen „Austreibungsgebeten“ und unter magischer Anwendung
des „Blutes Jesu“ erst von Dämonen „freibeten“, wer meint, Okkultisten hätten mit ihren Zaubereien Macht
über wahre Christen, wer meint, über gekaufte Gegenstände in eine okkulte Belastung hineinzukommen, ist
im Grunde bereits einem fromm getarnten Aberglauben aufgesessen.

In der „Befreiungs-Seelsorge“ verleitet die unbiblische Beschäftigung mit dem Feind zu einer Spielart weißer
Abwehrmagie, die gefährliche Sünde und Verführung ist. Es ist interessant, daß dabei Charismatiker mit
„evangelikaler“ Vergangenheit bedenkenlos uralte magische Praktiken der katholischen Kirche übernehmen,
weil sie sich angeblich durch „Erfahrungen“ bzw. Aussagen von Dämonen als „wirksam“ erwiesen haben.
Man verwendet „geweihtes“ Wasser oder Öl oder Kreuzeszeichen als „bannende“ Mittel gegen böse Geister
und scheut sich nicht, auch das Blut Jesu Christi als ein magisches Abwehrmittel zu mißbrauchen, indem
man Menschen oder Gegenstände mit ihm „besprengen“ oder „reinigen“ will (das Wort Gottes sagt dagegen,
daß jeder wahre Christ von Gott einmalig und wirksam durch das Blut Jesu Christi gereinigt und mit ihm
besprengt ist!).

Auch die unter Christen weitverbreitete Vorstellung, man sei vor dem Feind besser geschützt, wenn man sich
„unter den Schutz des Blutes Jesu“ stelle, und der Feind könne einen angreifen, wenn man das unterlasse,
entspricht nicht dem Wort Gottes und unserer Stellung in Christus; in ihren extremeren Formen nähert sie
sich magischem Denken. Christus selbst ist unser Schirm und Schild; wir sind in Ihm befreit und vor den
Einwirkungen des Feindes bewahrt! 1 0

Es ist für einen klarsichtigen Christen erschreckend, die Verwandtschaft der charismatischen
Dämonenaustreibung mit dem alten katholischen Ritual des „Exorzismus“ und den auch im Heidentum
überall verbreiteten Praktiken der Geisterbeschwörung zu sehen. Walter Nitsche und Benedikt Peters geben
in ihrem Buch die Darstellung eines katholischen Exorzismus wieder, die sehr aufschlußreich ist, nicht zuletzt
deshalb, weil die Geister hier auch auf die Anrufung von Maria hin „ausfahren“. 11

Das biblische Beispiel der jüdischen Geisterbeschwörer (diese Spielart der Magie wird mit dem griechischen
Wort exorkistès bezeichnet) in Apostelgeschichte 19 zeigt, daß auch Heiliges und Göttliches wie der Name
Jesus oder das Blut Jesu Christi magisch mißbraucht und in abergläubischen „Gebeten“ eingesetzt werden
kann, um Macht über Geister auszuüben.

Wenn Christen sich zu solchem magischen Denken und Handeln verführen lassen, dann betrüben sie den
Heiligen Geist, und ihr Glaubensleben wird dadurch vergiftet und krank. Sie geraten nur tiefer in Unglauben,
Angst und Gebundenheit. Der Weg zu wirklicher Freiheit im Geist führt nur durch klare, tiefe Buße und
Abkehr von diesen falschen Lehren und Praktiken.

c) Spiritistische Verstrickungen der „Befreier“ und „Befreiten“

Die schwerwiegendste Folge der unbiblischen Dämonenaustreibung ist die Verstrickung in die Sünde des
Spiritismus, die eigenmächtige Kontaktaufnahme mit Geistern der Finsternis und der Versuch, sie zu
beeinflussen oder auszufragen. Rudi Holzhauer weist auf diese gefährliche Verirrung hin:

„Der Schlüssel zu den massiven Geisterbekundungen in Schwärmerkreisen liegt letztlich (…) in der
geistigen Artverwandtschaft mit dem Spiritismus. Die Furchtsamkeit vor Geistern und gleichzeitig das
Streben nach Kontakt mit ihnen, um auf sie einzuwirken und sie zu beherrschen, kommt aus den
Lehren des Spiritismus/Spiritualismus und bewirkt überhaupt erst die Manifestationen der Mächte der
Finsternis. Das ist darum im tiefsten Grunde blanker Aberglaube. (…) Aberglaube kommt immer einer
Einladung für böse Geister gleich und öffnet ihnen alle Türen.“ 1 2

Jede Art von Dämonenaustreibung ist mit einem Anrufen und Einwirken auf böse Geister verbunden, das an
sich schon Sünde ist und die Reaktion der Mächte nach sich zieht:

„Auch das Anreden der sich im Exorzismus bekundenden Geister ist ein gefährliches Unterfangen. Wo
es geschieht, vollzieht sich im Grunde nichts anderes als mittelalterliche Hexenmeisterei! Zauber wird
mit Gegenzauber bekämpft! Die Folgen sind dann auch entsprechend: Durch das Anreden und
Gebieten wird den Dämonen eine illegale Machtbefugnis eingeräumt, die ihnen nicht zusteht, die sie
aber trefflich zu nutzen wissen. So eröffnet man den Mächten unwillentlich eine vorzügliche
Operationsbasis. Die Folge ist ein mächtiger ‚Theaterdonner‘. Die so provozierten Dämonen
produzieren sich durch übernatürliche Kundgaben (…) Aber auch betrügerische Enthüllungen gehören
in das Konzept dieser Geister, denen alles darauf ankommt, daß man sich intensiv mit ihnen
beschäftigt.“ 1 3

Die Verführung zur Kontaktaufnahme mit Geistern der Finsternis

Hier liegt eine weitere Falle des Feindes bereit. Immer wieder lassen sich „Okkult-Seelsorger“ dazu verleiten,
den Äußerungen der sich offenbarenden Geister Glauben zu schenken und sie zu befragen, um verborgene
Informationen aus der Geisterwelt oder dem Leben des Opfers zu erhalten. Auch wenn dies in scheinbar
guter Absicht geschieht, ist diese Geisterbefragung eine schwere Zaubereisünde, die in Israel mit
Steinigen bestraft wurde (vgl. auch 5. Mo. 18,9-14 ). Auch der Hilfesuchende kann sich in Sünde
verstricken, wenn er den „Offenbarungen“ der Dämonen Glauben schenkt.

Die Schrift sagt uns ganz klar, was von solchen Äußerungen der Finsternisgeister zu halten ist. Unser Herr
Jesus sagt vom Teufel: „[Er] steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die
Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben“ (Joh.
8,44).

Die Dämonen, von denen manche „Befreier“ wichtige Aufschlüsse gewinnen wollen, werden in der Bibel
ausdrücklich irreführende [od. betrügerische] Geister genannt ( 1. Tim. 4,1 ). Auch wenn sie, um die
Täuschung zu perfektionieren, wahre Informationen in ihre Lügen mischen, ist es schwere Sünde, auf solche
Äußerungen zu achten und ihnen Glauben zu schenken. Hierdurch gerät man in eine Schlinge des Satans,
in dämonische Gebundenheit und Verblendung. Nur klare Buße und radikale Abkehr von allen solchen
Kontakten mit der Geisterwelt können hier zu einer Befreiung führen.

Besonders die „vollmächtigen Seelsorger“ selbst verstricken sich durch solche Praktiken aufs
schwerste und werden, ohne es zu wollen oder sich dessen bewußt zu sein, zu Werkzeugen des
Feindes, der sie manipuliert und benutzt, um seine irreführenden Lehren weiterzutragen und Christen
in seine Fallstricke zu bringen. Geschickt versucht der Feind, ihren Hochmut zu nähren und sie durch
Erlebnisse und Äußerungen „ausfahrender“ Dämonen im Wahn einer besonderen „Vollmacht“ zu bestärken
und auf dem falschen Weg der Austreibung zu bestätigen. Zunehmende geistliche Blindheit und Offenheit für
die betrügerischen Botschaften der Dämonen kann die Folge sein. 1 4

Der Feind benutzt solche verstrickten und verblendeten Personen nicht selten, um spiritistische Irrlehren in
die Gemeinde einzuschleusen. Er gibt ihnen angebliche „Offenbarungen“ über die jenseitige Welt, über
unerlöste Seelen Verstorbener, die durch stellvertretend-magisches Handeln „erlöst“ werden wollen, ja, er
läßt sogar angebliche Totengeister Verstorbener auftreten (die in Wahrheit dämonische Fälschungen sind).

Hier muß man leider feststellen, daß dieser Betrug ihm auch bei manchen pietistischen „Vätern“ (eigentlich

ein unbiblischer Begriff, vgl. Mt. 23,9 !) gelungen ist. Wenn man die Lebensgeschichte etwa von Jung-Stilling,
Oetinger, Oberlin, Johannes Gommel oder Michael Hahn daraufhin untersucht, wird man bald Spuren mehr
oder weniger starken spiritistischen Einflusses und falscher, aus irrgeistiger Quelle stammender
Offenbarungen finden. Das sollte uns eine Warnung sein, daß auch ernste Christen verführt werden 1 5
können, wenn sie sich aus einem verkehrten Streben nach Einblicken in die Geisteswelt und Erkenntnissen
über die Schrift hinaus falschgeistigen Offenbarungen öffnen.

Im Zusammenhang mit Dämonenaustreibungen wird hier von den Befürwortern oft das „Vorbild“ Johann
Christoph Blumhardts angeführt, der als Gottesmann und Erweckungsprediger einen guten Ruf hat. Sein
„Befreiungsdienst“ an der Gottliebin Dittus ist berühmt geworden und hat nicht wenig dazu beigetragen, daß
die Dämonenaustreibung auch in manchen pietistischen Kreisen zur „biblischen Seelsorge“ gezählt wird.

Betrachtet man diesen „Kampf“ jedoch einmal nüchtern aus biblischer Sicht, so wird deutlich, daß sich dieser
Diener Gottes hier in gefährliche Irrtümer und unbiblische Praktiken verstricken ließ, die denen moderner
charismatischer (und nichtcharismatischer) Dämonenaustreiber stark ähneln.

Nicht nur ließ sich Blumhardt durch die dämonischen Manifestationen zu einem unbiblischen
„Austreibungs“marathon verleiten; er beging auch die schwerwiegende Verfehlung, auf die Äußerungen der
Dämonen zu achten und ihre Verstellungs- und Lügenkünste für die Wahrheit zu halten. Er ließ sich auf
Gespräche mit angeblichen Geistern Verstorbener ein und wurde durch ihre Äußerungen dazu verführt,
Verstorbene durch Gebete aus ihren angeblichen Bindungen an den Satan „loszulösen“. Ja, Blumhardt war
durch den Betrug der Dämonen so verblendet, daß er einem angeblichen Totengeist auf dessen Bitten
gestatten wollte, sich in seiner Kirche aufzuhalten, einem anderen gar sein Pfarrhaus als Aufenthaltsort
anbot.

Es ist erschütternd, zu lesen, wie raffiniert der Feind diesen Mann durch allerlei Listen in die Irre führte.
Letztlich hat sich Blumhardt in Spiritismus verstrickt, und sein Beispiel kann uns nicht als Vorbild, sondern
nur als Mahnung zu biblischer Nüchternheit und Klarheit dienen. 16

Die Dämonenaustreibung ist nicht nur ein falscher, sondern ein geistlich überaus gefährlicher Weg, der zur
Verstrickung in Zauberei und Spiritismus führt und die Ketten, die er zu sprengen vorgibt, nur noch verstärkt.

IV. Der biblische Weg zu echter Befreiung

Die ermutigende Wahrheit für alle, die in den irrgeistigen „Befreiungsdienst“ verstrickt waren, lautet: In
Christus haben wir bereits völlige Befreiung! Sie muß nicht von Menschen durch Gebieten und Austreiben
und „vollmächtige“ Rituale bewirkt werden, sondern sie ist durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu
Christi so vollkommen geschehen, daß kein Mensch das geringste dazutun kann.

In Christus haben wir auch Vergebung für alle Befleckung durch magisches Denken und spiritistische
Praktiken – wie kostbar ist Seine völlige Erlösung, Seine Gnade, Sein reinigendes Blut! Wer durch die
Irrlehren der falschen „Befreiung“ in Gebundenheit, Aberglauben und Sünde hineinkam, kann sich in der
Kraft des Sühnopfers Jesu Christi davon klar lösen und dafür aufrichtig Buße tun, und er darf frei werden,
darf hineinfinden in die kostbare Freiheit der Kinder Gottes, die ihm in Christus erworben und zugesagt ist.

In der Wahrheit des Wortes Gottes finden solche, die vom Feind durch Irrlehren verblendet wurden, Licht und
Klarheit über das völlige Heil in Christus, über ihre Stellung als Gläubige und über den biblischen Weg des
Überwindens. Sie dürfen sich vom Vater erleuchtete Augen des Verständnisses erbitten und wachsen in der
göttlichen Wahrheit, die wirklich frei macht.

Die Befreiung ergreifen

Was wir tun müssen, ist, diese Befreiung im Glauben zu ergreifen und unserer Stellung in Christus gemäß zu
leben – dann wird die Befreiung für uns auch wirksam. Hier gibt uns das Wort Gottes einige wertvolle
Anweisungen, die wir beherzigen sollten:

„So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott,
so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten
Herzens seid!“ (Jak. 4,7f.)

Die ganze Hingabe an den Herrn Jesus Christus und klare Abkehr von erkannter Sünde ist ein erster,
wesentlicher Schritt zu echter Befreiung. Zumeist ist die Verstrickung in dämonische Angriffe auch das
Ergebnis eines inneren Abdriftens von Gott und Seinen Wegen. Dieser Schaden muß zuerst geheilt werden,
damit die Wiederherstellung wirksam werden kann. Erst dann hat der Gläubige die innere Kraft, den
Anfechtungen des Feindes zu widerstehen.

Die Schrift nennt Hochmut und Rebellion als zwei Wesenszüge des Widersachers und seines bösen Geistes.
Dort, wo Christen Hochmut und Rebellion bei sich dulden, haben sie nicht die innere Herzenshaltung und
Stärke, den Feind zu überwinden. Die demütige Unterwerfung unter die Hand des Vaters ist nötig, damit wir
die Befreiung in Christus behalten und dem Feind widerstehen können:

„So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit!
Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht! Denn euer
Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen
kann. Dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an
eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner
ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten
habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen! Ihm sei die Herrlichkeit und Macht von
Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (1. Petr. 5,6-11)

Biblische Nüchternheit ist das Gegenteil von seelisch-schwärmerischem Gefühlschristentum, von
unbiblischen Wunschträumen und dem Hunger nach irrgeistigen, falschen Lehren. Wer frei werden will, muß
sein ganzes Leben und Denken auf die gesunde Lehre der Schrift gründen statt auf Irrlehren und
schwarmgeistige Gefühlserlebnisse. Ohne klare Abkehr vom Irrgeist der Pfingst- und Charismatischen
Bewegung wird kein Gotteskind dauerhafte Befreiung von dämonischen Einwirkungen empfangen.

Wachsamkeit bedeutet, daß sich der Gläubige nicht in Illusionen wiegt über den Charakter unserer Endzeit
mit ihren Verführungen, daß er auf der Hut ist vor falschen Lehren und falschen Hirten, die wie Wölfe in die
Herde des Herrn eindringen. Es bedeutet auch, daß der Gläubige erkennt, daß es in dieser letzten Zeit
schwerwiegende Folgen hat, wenn man mit der Sünde spielt und die Heiligung, das Leben in Gottes Licht
und Wahrheit mißachtet.

Im Glauben fest zu stehen und zu widerstehen ist nur möglich, wenn man sich die biblische Erkenntnis von
der vollkommenen Erlösung in Christus von Herzen aneignet und sie nach Kräften auch auslebt. Es
bedeutet, allem schwärmerischen Schauen- und Spürenwollen abzusagen und mit der geistlichen
Wirklichkeit des Wortes zu rechnen. Und es bedeutet, in allen Anfechtungen fest auf die Gnade unseres
Gottes zu vertrauen, der auch uns durch alle Gefahren dieser letzten Zeit durchtragen und uns „völlig
zubereiten, festigen, stärken, gründen“ wird.

Anmerkungen

1 Über dieses Thema haben Walter Nitsche und Benedikt Peters ein hilfreiches und klärendes Buch geschrieben,
das einige Anregungen für die folgenden Ausführungen gegeben hat und vieles ausführlicher behandelt, was hier nur
gestreift werden kann: W. Nitsche/B. Peters, Dämonische Verstrickungen – Biblische Befreiung. 2., überarb. Aufl. 1989.
Weitere wertvolle Hinweise finden sich in dem Heft von R. Holzhauer, Der betrügerische Exorzismus… (inzwischen
verfügbar in dem wertvollen Sammelband Verführungsprinzipien desselben Autors aus dem IABC-Verlag Wuppertal).
Auch von gemäßigt-charismatischen Autoren sind Stellungnahmen erschienen, die vor der unbiblischen Praxis des
„Befreiungsdienstes“ warnen: P. Kierner, Engel des Lichts im 20. Jahrhundert. Gedanken zu Befreiungsdienst und
geistlicher Kriegführung, und H. P. Grabe, Wiedergeboren und besessen?

2 W. Margies, Befreiung, S. 36.

3 A. v. d. Kammer, Der Heilige Geist, der in uns wohnt, S. 37.

4 Vgl. dazu die näheren Ausführungen bei Nitsche/Peters, Dämonische Verstrickungen…, S. 46-56, „Das magische
Denken“.

5 Hierzu gibt A. Seibel in seinem Buch Die sanfte Verführung der Gemeinde wertvolle Hinweise, vgl. vor allem S. 11-
25.

6 Kierner, aaO, S. 73.

7 ebd., S. 77.

8 Nitsche/Peters, aaO, S. 58f.

9 vgl. ebd., S. 46ff., „Das magische Denken“.

10 Jedem Interessierten sei hierzu der Aufsatz von J. Neidhart „Das Blut Jesu Christi“ empfohlen, der als
Sonderdruck der Zeitschrift Bibel und Gemeinde erschienen ist.

11 Nitsche/Peters, aaO, S. 62-69.

12 R. Holzhauer, Der betrügerische Exorzismus…, S. 42.

13 ebd., S. 36.

14 Vgl. Holzhauer, aaO, S. 34f.: „Die Exorzisten benutzen oft unbewußt die belasteten Menschen als Medien, durch
die sich dann die Geistermächte kundtun, die sowohl die Belasteten als auch den Austreiber selbst beeinflussen oder gar
beherrschen. Zwischen Opfer und Akteur entsteht sozusagen ein okkult-magisches Kraftfeld, in dem sich jederzeit
dämonische Aktivitäten entwickeln und entfalten können. Für die Geister wiederum sind die ‚Austreiber‘ mediale
Kontaktpersonen, die sie benutzen, um sich artikulieren zu können (…) Eines machen diese Fälle deutlich: nicht die
Exorzisten, sondern ihre Gegner beherrschen die Szene! Immer dort, wo sich fromm-verführte Menschen mit dem
Exorzismus befassen, gibt es gefährlich-betrügerische Geisterkontakte, die zu den schlimmsten Verirrungen führen, die
im christlichen Bereich anzutreffen sind.“

15 R. Holzhauer hat diese irrgeistigen Verstrickungen mancher führender Pietisten des 18. und 19. Jahrhunderts in
seiner wichtigen Arbeit Erleuchtung aus dunklem Hintergrund kurz dargestellt (Bd. II, H. 3, S. 123ff.). Eine solche
geistliche Prüfung von Persönlichkeiten, die heute noch verehrt werden und einen gewissen Einfluß ausüben, ist sehr
nötig. Ihr Vorbild und ihre Schriften haben dazu beigetragen, daß der Pietismus in mancher Beziehung für
schwarmgeistige Irreführungen offen war, und behindern z.T. noch heute eine klare biblische Abgrenzung von solchen
Einflüssen. Damit sollen die segensreichen Züge im Leben dieser Christen nicht abgestritten werden; doch von allem
Menschengewirkten gilt: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“

16 Vgl. den Bericht über Blumhardts „Kampf“ in der „klassischen“ Biographie F. Zündels, die zwar Blumhardts
Verirrungen nicht beim Namen nennt, aber dem nüchternen Leser reichlich Informationen gibt, um den Betrug zu
erkennen: Johann Christoph Blumhardt – Zeuge der Siegesmacht Jesu über Krankheit und Dämonie, bes. S. 98-135. Es
ist in diesem Zusammenhang nicht uninteressant, daß Blumhardt die schwarmgeistige Erwartung von einer endzeitlichen
Geistesausgießung nach Joel 3,1 teilte und auf ein „neues Pfingsten“ wartete. Seine unbiblischen Auffassungen über die
Verstorbenen hingen wohl auch damit zusammen, daß er mit der falschen Lehre der Allversöhnung sympathisierte. Vgl.
dazu R. Haug, Johann Christoph Blumhardt – Gestalt und Botschaft, S. 49ff., S. 100ff. Es wird auch berichtet, daß
Blumhardt in einer Kapelle Predigten für die Seelen Verstorbener hielt, die er anwesend wähnte. Zur Beurteilung der
spiritistischen Verstrickung Blumhardts vgl. R. Holzhauer, Erleuchtung…, aaO, S. 151ff.; ders., Okkult-Religiosität und
seelische Erkrankungen, H. 2, S. 40ff., inzwischen als Buch veröffentlicht in dem Band Verführungsprinzipien im IABC-
Verlag Wuppertal.

ESRA-Schriftendienst
Postfach 19 10, D-71209 Leonberg
© Rudolf Ebertshäuser
1. Auflage Januar 2003
Bibelzitate in der Regel nach der revidierten Schlachter-Bibel 2000
Das vollständige Vervielfältigen und Verteilen dieser Schrift ist ausdrücklich erlaubt
Bearbeiteter Auszug aus dem Buch des Verfassers „Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel“,
Christliche Literatur-Verbreitung, Postfach 11 01 35, 33661 Bielefeld; 672 S., Gb., 2. Aufl. 1998.

Anmerkung von Andreasekklesia:
Haben Sie ähnliches erfahren? Schreiben Sie an Andreasekklesia.
Nicht um zu Richten, sondern um andere Christen und Suchende aufzuklären und zu warnen „deckt sie (die unfruchtbaren Werke der Finsternis) vielmehr auf“ Epheser 5,11b
Wir lieben trotzdem den Menschen, der eine falsche Lehre bringt, auch wenn wir seine Lehre hinterfragen und an der Schrift prüfen mögen.

Haben Sie sonst Fragen? So wenden Sie sich hier doch vertraulich an uns. Vertrauliche Anfragen bleiben selbstverständlich unveröffentlicht.

Fotos Quelle von oben nach unten:
Header: Bildrechte Info auf Startseite

Für Mobile Nutzer: Die eingeblendete Werbung steht in keiner Ursache zu unserem Webangebot. Unpässlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

+ Pornographie und Christ

Pornographie zerstört Ehen Familien und Kinder
Pornographie überwinden mit Jesus Christus.                                                                                      
Ein Zeugnis

Durch Gebet half mir Jesus Christus aus der Pornographie heraus zu kommen.
Ich war mehrere Jahrzehnte in Pornographie verstrickt und zerstörte damit, vor meiner Errettung durch Jesus Christus, meine Ehe und spätere Lebenspartnerschaft. Welche Frau sieht es gerne, wenn der eigene Mann sie nicht mehr begehrenswert findet, sondern sie „ersetzt“ durch Bilder und Videos?
Welche Frau ist nicht darüber traurig, wenn ihr Mann ihr immer weniger Zuwendung gibt und dafür sich vor Magazinen Aufzeichnenund vorm Bildschirm, wo er diverse Bilder und Videos ansieht, verausgabt?

Welche Frau fühlt sich nicht als fünftes Rad am Wagen, wenn ihr Mann ihren von Gott wunderbar gemachten Leib mit anderen Personen vergleicht, um das ihren Mann die Bilder mehr geben als die eigene Frau?

Wie viel Ehen werden durch Porneia (griechisch) Unzucht zerstört und wie viel Leid an den Kindern und am Ehepartnern wird da hinterlassen?

Bist Du ein Single? Dann darfst auch Du weiter lesen: Matthäus 5,28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

Zitat:

„In den Drehpausen gehen die „Models“ oft auf die Toilette und müssen sich übergeben vor Ekel“ so weiß ein Kenner in einem Video zu berichten.
Der internationale Sklavenmarkt, wo „Frischfleisch“ für die Pornoindustrie gehandelt wird setzt jährlich Hunderte Millionen um. Noch nie hatte die Menschheit so viele Sklaven wie heute. Meist aus der Dritten Welt und aus Osteuropa werden die bedauernswerten Frauen und Knaben in die Fabrik-Hinterhöfe und Studios eingeschleust und dann mit Drogen und Gewalt abgerichtet und gefügig gemacht. Es waren Frauen, deren Familien Geld sammelten, für „ein besseres“ Leben im reichen Westen. Jahre später sieht man sie dann vollkommen zerstört auf dem Drogenstrich mit zerstochenen und aufgeritzten Armen und Beinen.

Auch Studentinnen, Teenager und Verwirrte werden, von Geldgier geplagt, in die Pornoindustrie getrieben. Geld, und durch eine Flut von erotisierten Bildern und Sprüchen im alltäglichen Leben aufgepeitschten Hormone, treiben die Menschen immer tiefer in diese Porno- und Lustfalle hinein.

Man betrachte nur einmal die Plakate der AIDS Werbung der Bundeszentrale für „gesundheitliche Aufklärung“ BZgA, wie einem die hochbezahlten Promis „Ich wills so oder so…“ entgegen schreien. Jedes Bild und jede Botschaft beeinflusst den Menschen, wenn man sich denn beeinflussen lässt.

Es war eine teuflische Sucht. An keiner Verkaufsstelle, die diverse Magazine anbot, kam ich vorbei ohne der Verführung auf dem Leim zu gehen und zu kaufen oder nur mit den Augen zu gieren. Das war vor Internet. Der Schmutz und Dreck im Internet bringt das seelische Leid in Form von Pornographie direkt auf die Mattscheibe.

Ich konsumierte mehrere Stunden in der Woche, diese Zeit fehlte mir, um mich meiner Familie zuzuwenden oder um sinnvolle Dingen zu tun.

Jesus Christus befreite mich aus der Pornosucht
Jedes Mal, wenn ich vorm Computer saß oder Magazine ansah und den Schmutz konsumierte, spürte ich, dass da was nicht in Ordnung ist. Aber ich war derart gefangen, dass ich mir wie im Hamsterrad vorkam.

Satan zog die Fäden
Ich merkte, dass nicht mehr ich Herr über meine Lage war, sondern das jemand ganz anderes die Fäden im Hintergrund zog. Es war wie Magie, in bestimmten Situationen und an bestimmten Orten musste ich den Schmutz konsumieren. Ich war machtlos dieser Verführung ausgeliefert.
Meine Frau wurde für mich immer weniger begehrenswert. Die Bilder und Videos hinterlassen eine persönlichkeitszerstörende und familienzerstörende Wirkung. Sie löschen die Liebe im Herzen der Konsumenten völlig aus.

Die Linken Ideologen fördern die Pornokompetenz an Kindern
Ein entscheidender Grund, warum die Politik von schwarz bis grün am liebsten schon in Kindereinrichtungen vertreten hätten (Porno-Kompetenz), auf jeden Fall aber der Pornographie sehr wohlwollend bis Meinungsfördernd zugetan sind, ist die Familienzersetzende und Zerstörende Auswirkung der Pornographie und des Pornokonsums auf Ehe, Familie und auf die Kinderseele. Pornographie als politische Agenda: Die Abschaffung und letztendliche Zerstörung der Familie und sämtlicher Familienstrukturen ist die Hauptagenda der politischen Agenda. Umso mehr die Menschen keinen familiären Halt, Bindung und keine familiäre Orientierung mehr haben umso mehr kann man Sie frühestmöglich ideologisch lenken. Das ist der bedeutendste aller Hintergründe warum Kinder frühestmöglich der „Gebärerin“ (verzeihen sie den ideologischen Ausdruck, aber die Linke entwürdigt die Mütter mehr und mehr) weg genommen werden müssen und in stattliche Erziehungsfabriken gesteckt werden sollen.

Wie fing alles an?
Ich bin in einem zerrütteten sozialistischen Elternhaus aufgewachsen. Streit und Zank waren an der Tagesordnung. Ich trieb mich mit „Freunden“ auf der Straße herum. Mein bester Freund nahm mich zu Weihnachten mit zu einem „Freund“ wie er sagte. Dieser führte uns Teenager in sexuelle Handlungen „unter Männern“ ein. Es wurde, um die Hormone auf zu peitschen, fleißig in Pornoheften geschmökert. Die Tage waren begleitet von viel Alkohol und gewissen Tabak, um das Gewissen von uns Teenagern ordentlich zu betäuben.

Ich bekam einige Hefte „geliehen“, und besorgte mir auf dem Schwarzmarkt der ehemaligen DDR Magazine.
An bestimmten Innenstadtplätzen und auf dem Hauptbahnhof in unserer Großstadt lauerten die knabengeilen Männer während sie auf Frischfleisch warteten. Es gab Schmuddelei und Pornos in Schmuddelecken. Begehrte Opfer waren Jungen ab 10 Jahren. Erstaunlicher Weise waren es gut betuchte Männer aus hoch bezahlter beruflicher Stellung, die diesem Hobby, Verführung von Knaben, nachgingen.

Eines ist mir dabei ganz deutlich geworden. Die gestandenen Männer hatten nicht untereinander Beziehung, sie lehnten sich sogar ab und hetzten übereinander, sondern gierten nach Jungen aus zerrütteten familiären Verhältnissen, aus Kinderheimen oder besonders junge Knaben, die sich leicht verführen und verirren lassen, bevorzugten sie. Instinktiv bemerkte ich diese Lügen dahinter.

Gott bewahrte mich vor sexueller Umpolung auf Schwul, Homo oder Bi und ich ließ, als ich Erwachsen wurde, diese Szene hinter mir und wendete mich dem anderen Geschlecht zu.

Wie dankbar kann ich doch heute auf meinen Herrn Jesus schauen, dass er diesem Treiben ein Ende setzte und mir ein neues liebendes Herz schenkte.

Wie befreite mich Jesus von der Pornosucht?
Jesus befreit von Pornographie, wenn wir ihn nur machen lassen. Christ und Pornografie passen nicht zusammen, das weiß jeder Gläubige und wiedergeborene Christ ganz genau. Das Gesetz deckt die Sünde dahinter auf. Gott schenkt uns ein Gewissen, was sich meldet. Nach meiner bewussten Bekehrung zu Jesus Christus, nahm mein Pornographiekonsum ab. Gewissensbisse plagten mich dennoch. Ich betete fast täglich zum Herrn Jesus Christus um Befreiung von Pornographie. Durch Predigten, wie von Rudi Joas, wurde ich ermutigt, dieses Übel zu überwinden. Ich nahm auch Seiten wie http://www.settingcaptivesfree.com/courses/der-weg-zur-reinheit/ in Anspruch.

Wie befreite mich nun Jesus Christus von Pornographie?
Ich spürte, wenn ich Tage vorher Pornographie konsumierte, dass ich keine Freimütigkeit vor Gott hatte. Dies machte sich am Wochenende zur Versammlung bemerkbar. Mein Hals war wie zugeschnürt, ich konnte nur schwer beten und konnte auch nicht am Wort dienen.

Ich versuchte Andere vor endzeitlichen Einflüssen zu bewahren, war aber selber ein Verführter. Auf einer Veranstaltung, wo ein Pastor, der viele Jahre gefangen war in Pornographie, einen Vortrag hielt, wurde ich ermutigt, diese Sucht mit Gottes Hilfe endlich zu überwinden.

Heilsgewissheit und Pornographie
Ich machte mir ernsthaft Gedanken, ob ich Heilsgewissheit habe kann, angesichts dieser bewussten Sünde. Denn schließlich beschmutzte ich meine Augen und meinen Körper bewusst, wenn ich Porno konsumierte Matthäus 6,22 Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Dieser Schmutz nahm mir meine Liebesfähigkeit zu meinem Retter und Heiland Jesus Christus. Ich dachte nur noch egoistisch, das Heil nicht zu verlieren. Jedenfalls war es die Angst, die mich um trieb. Es gibt zwei Lager in der Christenheit, 1. Man kann munter weiter sündigen ohne das Heil zu verlieren und 2. Wenn man sich bewusst für regelmäßiges sündigen entscheidet verliert man das Heil und steht vor verschlossener Tür. Beides findet Entsprechung in der Bibel, beim genauen Studium. Letzteres erschien mir logischer.

Im Laufe von Vorträgen und Predigten wurde mir klar wie Satan verführt und auch die Menschen und ihre Gefühle beobachten kann, z.B. wenn man sich an den PC setzt und Pornographie konsumiert. Es ekelte mich an, wie er sich die Hände reibt und mir wieder einmal eine Falle gestellt hat. Besonders an Tagen, wo ich wenig geschlafen habe, hatte ich „Kopfkino“ und meine Gedanken und Gefühle kreisten. Wenn ich ausgeschlafen war waren auch meine Gedanken klar. Ich wusste, wenn ich Satan nachgebe, dass Jesus um mich jammerte in dieser Situation, und dass ich Jesus damit unrecht tat.

Auswirkung der Pornographie auf Körper, Seele und auf das geistige Leben
Die Auswirkungen der Pornografie und des Pornokonsums sind mehr negativer, zerstörender Art als dass sie irgend nützen. Die wenigen Sekunden, die das „Belohnungszentrum“ im Gehirn davon Profitieren, sind nichts im Vergleich zu den zerstörenden Langzeitwirkungen des Pornokonsums und der Pornographie auf das Leben der Dauer-Konsumenten. Es verhält sich wie mit allen anderen Süchten und Drogen, sei es Alkohol, Rauschmittel oder Tabak, man merkt erst nach vielen Jahren, wie kaputt das Leben dadurch geworden ist. Das betrifft auch viele Bereiche des Lebens: die Familie geht dadurch kaputt, selbst wenn „Toleranz“ oder Ignoranz besteht enden die meisten Familien und Ehen mit Scheidung. Die Seele, griechisch Psyche, nimmt Schaden an dieser zwanghaften Sucht, denn man ist nur noch schwer Herr über seine Gedanken und Handlungen. Es entwickelt sich ein neurotisch zwanghaftes Verhaltensmuster, das sich immer häufiger um diverse Schmuddelhefte, Schmuddelseiten im Internet und Schmuddelshops, wo man diverse Videos und Artikel besorgen muss, dreht. Dieses zwanghafte Verhalten führt letztendlich dazu, dass man sich von seinen Familienangehörigen, Ehepartner, Kinder, Angehörige immer mehr abkapselt, weniger freudige Zeit miteinander verbringt und dass man seelisch immer mehr vereinsamt. Wenn man täglich oder wöchentlich mehrere Zeiten mit dem zwanghaften herumspielen an sich selber verbringen muss, hat man keine Zeit, wertvolle Beziehungen zum Ehepartner/Kind zu pflegen. Oder man ist wieder Solo und vereinsamt immer mehr.

Als Christ verliert man dazu noch die Freimütigkeit vor Gott, was die Beziehung zu Jesus Christus belastet und auch die Beziehungen unter den Geschwistern an der Qualität leiden lässt. Zur Verlierbarkeit des Heils bestehen zwei Lager, die sich beide auf Aussagen der Bibel berufen. Die Unverlierbarkeit des Heils durch bewusste und geplante Sünde ist umstritten, wie auch die Verlierbarkeit des Heils. Wenn man sich unentwegt verunreinigte, kann man wohl kaum eine Leuchte für die Anderen sein. Erbauung und Ermahnung lassen zwangsläufig nach und der Schmutz dringt auch geistig in die Gemeinden ein.

Programm zur Befreiung von Pornographie-Sucht
Folgendes hat mich als Christ von Pornographie befreit und möchte ich an Dich weiter geben:
Nur die Liebe zu Deinem Herrn und Heiland Jesus Christus kann Dir die Augen und das Herz öffnen. Er lässt Dir alle Freiheiten, auch zu sündigen, denn er ist kein Diktator, sondern ein liebender Hirte. Wenn Du Dich beschmutzt dann jammert es Ihn, hat er doch so schwer für Dich gelitten am Kreuzesstamm. Wenn Du Schmutz konsumieren willst, dann reicht er Dir liebevoll seine durchbohrten Hände hin, damit Du nicht Dich an Dir vergehst, sondern seine Hände nimmst und Dich leiten lässt.
Mache Dir klar, dass auch Satan Deine Gedanken und Handlungen sieht und jubiliert, wenn er Dich aufs Glatteis führt. Nichts freut Satan so sehr, wie Dich zu binden und Dich vom Gebet und der Bibellese abzuhalten. Und wenn man Pornografie konsumiert, kann man bekanntlich nicht Beten oder Bibel lesen. Wenn Satan Deine Gedanken bindet, kannst du nicht Gott die Ehre geben.
Alles was wir tun, sollen wir zu Ehre des Herrn Jesus, der uns von der zurückliegenden Sündenschuld frei gekauft hat, tun. Bedenke das Leid in dieser teuflischen Branche. Viele Darsteller überleben diese Branche nicht. Es gibt viele Folterszenen, mit denen die Opfer traktiert werden, die blutig sind. Auch Waterboarding wird, bis zur Besinnungslosigkeit, eingesetzt. Sei Dir dessen bewusst, dass dies eine Branche ist, die auch Folter und Tod anwendet um damit Geld zu verdienen. Diese Szenen werden in Abriss-Fabriken, in so genannten „Studios“ oder in der Dritten Welt gedreht.
Allein in Deutschland werden jedes Jahr dauerhaft 5.000 bis 6.000 Menschen vermisst, davon etwa 3.000 Kinder. Quelle PM.

Hier nun eine Auflistung, wie Du dem Satan, dem Menschenmörder von Anfang an aus Johannes 8,44, widerstehen kannst

• Bete jeden Morgen, unmittelbar nach dem Aufstehen, für die anderen Geschwister, in diesen Dingen und auch für Dich, damit der Herr Bewahrung schenke und Du überwindest
• Schlafe ausreichend
• Lese zu Beginn des Tages einige Verse in Deiner Bibel. Hast du keine eigene, so schreibe mir.
• Wenn Gedanken aufkommen, die dich an Schmutz binden wollen, so sage „Stopp“ und stelle Dir vor, wie Du mit einer breiten Tapezierbürste die Bilder, die Du gerade hattest, mit beiger oder heller Farbe überstreichst. Stell Dir ruhig vor, wie Du eine mehrere Meter große Fläche, die die Bilder des Schmutzes enthalten, überstreichst mit einer großen Bürste und heller Farbe.
• Gehe dann sofort auf die Knie ins Gebet zum Herrn Jesus oder zum Vater im Namen seines Sohnes Jesu Christi und bitte um Vergebung für diese Bilder und schlechten Gedanken. Das ist sehr wichtig, denn Du bist kein wehrloses Opfer, wie es Dir die Lügen der Psychologie einredet, Du bist selbst voll verantwortlich. Schließlich bist Du es, der diese Gedanken zuließ oder zulässt, und Du kannst sie, die Gedanken, wieder ausblenden. Der erste Schritt zur Befreiung ist das Sündeneingeständnis. Ein großer Segen liegt darauf und Gott wird Dein Gebet erhören.
• Verlasse sofort den Ort des Geschehens, gehe weg, wo anders hin in ein anderes Zimmer oder an einen anderen Ort.
• Überlege Dir die kostbare Zeit, die Du gerade gewinnst Eph 5,16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Die Zeit, die wir von Gott geschenkt bekommen, ist ein kostbares Gut.
• Wasch Dein Gesicht kalt ab oder nimm ein Duschbad oder Wannenbad.
• Bete zu Gott und danke ihm, dafür, dass er dich bewahrt hat und dafür dass Du gehorsam bist und überwunden hast.

Fertige eine Liste an, nach folgendem Schema:

Z.B.: Eine „Pornosession“ dauert beispielsweise 20-30 Minuten.
Was könntest du in dieser Zeit alles tun:

Liste KURZARBEITEN von 20-30 Min.

  • vom Computer weggehen
  • Glaubenslieder im CD-Spieler abspielen
  • ein Bad nehmen
  • Bad putzen
  • Spazieren gehen
  • Waschmaschine ansetzen
  • Bügelwäsche erledigen
  • Aufwaschen oder Küche putzen
  • ein Zimmer aufräumen
  • ein Schrankfach aussortieren
  • Auto aufräumen
  • Schuhe putzen
  • Kaffee trinken gehen
  • ein Telefonat führen um jemandem Zuspruch und Erbauung zu geben

und, und, und…

Mach Dir eine Liste ähnlich dieser, fettgedruckt, und hänge sie über dem PC auf, oder über den Ort, wo Du bisher Pornodreck konsumiert hast. Darin listest Du Dinge auf, die in dieser Zeit (z.B. 20-30 Min) erledigbar sind.
Halte Deine Augen rein: Mat 6,22 Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.

Gerne kannst Du mir Deine Erfahrungen und Gedanken dazu mitteilen, ich bete für Dich und bin bemüht Dir, wenn Du möchtest, umgehend Antwort zukommen zu lassen.

Bist du noch kein Kind Gottes, dann gehe bitte auf diese Seite, lies das Evangelium oder schreibe mir. Wenn Du noch keine Bibel hast, dann wende Dich an mich, ich lass Dir kostenfrei einen Bibel oder Bibelteil zu kommen.

Offenbarung 3,5 Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

Sei gesegnet im Herrn Jesus Christus.

610883_web_R_K_B_by_Jörg Kleinschmidt_pixelio.de

Der Genderwahn der Politik und des herrschenden Establishments strebt eine Umerziehung der natürlichen heterosexuellen Gegebenheiten männlich/weiblich auf homosexuell an. Jeder kann unter Genderideologie, Genderwahn, Umerziehung der Kinder in Kitas, Kindersexualisierung, Zwangssexualisierung googeln. Der Werteverfall in der Gesellschaft verläuft schneller und dramatischer als vermutet.

Jesus Christus wird einmal diese grauenvolle Menschheit richten. Wohl dem, der Buße getan hat und umgekehrt ist.

Möchten Sie im Zusammenhang mit diesem Video eine biblische Seelsorge oder ein Gespräch, sind Sie Opfer oder involviert, oder kennen Sie Menschen, die Hilfe benötigen? Bitte schreiben Sie mir vertraulich, ich antworte Ihnen. Wenn Sie sich nicht trauen, dann bitte beten Sie zum Herrn Jesus Christus, Er erhört Sie, auch in Ihrem schlimmsten nur vorstellbarem Leid. Beten Sie und lesen sie das Neue Testament der Bibel. Beten Sie auch für die Opfer dieser sexuellen Entartung und grausamen Gewalt. Vertrauen Sie sich Jesus Christus an, Er kennt alles Leid, denn Er hat es selbst durch litten. Gehen Sie auf die Knie und beten Sie, beten Sie, beten Sie zum Herrn Jesus!

Weiterführende Links:
Buch „voll porno“ erfülltes Leben und erfüllte Liebe ohne Pornosucht
Webseite „raus aus der Pornofalle“
Youtube: „gafangen in der Pornofalle“
Pornographie- Eiswüste in der Seele http://www.dijg.de/pornographie-sexsucht-pornosucht/

In dem Artikel sind eventuell Namen und Orte, aus Gründen des Schutzes 
der Personen, geändert.

Fotos Quelle von oben nach unten:
Header: Bildrechte Info auf Startseite
© 610883_web_R_K_B_by_Jörg Kleinschmidt_pixelio.de
Den verlinkten Seiten sei an dieser Stelle herzlich Danke gesagt für die 
Möglichkeit auf Ihre Seite(n) zu verweisen. Ebenfalls möchte ich den 
Bilddatenbanken und Fotoproduzenten danken, für die Bereitstellung.



Für Mobile Nutzer: Die eingeblendete Werbung steht in keiner Ursache zu unserem Webangebot. Unpässlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

+ Zeugen Jehovas Ausstieg psychologische Hilfe, Beratung und Begleitung

Sie sind oder waren Zeuge Jehova und suchen seelsorgerliche psychologische Hilfe Ausstieg Hilfe 
Sektenausstieg Wachturmgesellschaft Kinder Missbrauch psychischer Gemeinschaftsentzug seelische 
Hilfe Seelsorge Jehovas Zeugen Missbrauchsopfer Sektenaussteiger ZeugenJehovas Aussteiger Praxis 
für Psychiatrie für Sektenaussteiger psychologische Betreuung für ehemalige Zeugen Jehovas 
verletzte Kinderseelen jehova bitte hilf mir

Sie haben mit Ausstieg aus der Organisation der Zeugen Jehovas zu tun und benötigen für sich oder einen lieben Angehörigen/Mitmenschen Hilfe bei der Überwindung/Bewältigung oder Wiedereingliederung, in ein Leben mit dem lebendigen Gott, außerhalb der Organisation der WTG? Dann sind Sie auf jeden Fall richtig hier. Bitt nehmen sie mit mir Kontakt auf, siehe unten.

Sie planen Ihren Ausstieg aus der Organisation der Zeugen Jehovas?

Sie sind bereits ausgestiegen und somit ehemaliger Zeuge Jehova?

Sie kennen jemand der Hilfe benötigt bei der Bewältigung der Trennung von den Zeugen Jehova und der Wachturmgesellschaft?

Benötigen sie Hilfe, wünschen sie psychologische Hilfe zur Unterstützung der Abnabelung von der Wachtturmgesellschaft?

Stehen sie vor einem Nichts, weil sie plötzlich ihr gesamtes soziales Umfeld verloren, in Folge des Ausstieges/Ausschlusses von der WTG?

Haben Sie Familienangehörige verloren, in Folge des Ausstieges / Ausschlusses von den Zeugen Jehovas? Auch dafür gibt es Hilfe und Lösungen, ohne komplizierte verwirrende Therapieversuche.

Weil immer mehr erschütterndes über die Wachturmgesellschaft ans Tageslicht gerät, verlieren die Wachturmgesellschaft zahlreiche Mitglieder. Nicht zuletzt auch dadurch, weil ernsthaft Gläubige Menschen durch Bibelstudium Grundtexttreuer Bibelausgaben die teils unwahren Aussagen der Neue Welt Übersetzung feststellen und die absurden Lehren des Wachtturmes ablehnen. Falsche Prophetie, Verdrehung der biblischen Aussagen dienen der Rechtfertigung Menschen psychisch und physisch zu unterdrücken, abhängig und gefügig zu machen. Viele halten den Druck und die empfundene Heuchelei, im Gegensatz zur biblischen Nächstenliebe, nicht mehr aus und wollen einfach nur noch ausbrechen.

Doch so leicht geht das nicht, die Organisation der WTG sorg von Anfang an dafür, dass ein Zeuge Jehova sämtliche sozialen und Familiären Kontakte, die sich nicht der Doktrin der WTG beugen, verlieren.

Im Gegensatz zur der Aussage in Matthäus 19,19 „liebe Deinen Nächsten“ offenbart dieses rigorose isolieren von der Gesellschaft außerhalb der Zeugen Jehovas Welt den wahren Charakter dieser Sonderlehre.

1 Kor 12,26 und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.

Senden sie mir bitte Ihre vertrauliche Anfrage an folgende Mail:

Die Wachtturmorganisation betreibt einen eigenen Geheimdienst der von Zuträgern „Kader“ genannt chronologisch alle Informationen der Anhänger der WTG sammelt und verwahrt. Die Ältesten geben regelmäßig Report an die Kader über die vertraulichen Inhalte der Gespräche mit Gläubigen.
(Quelle aller Angaben unten)

Bei Verhandlungen vor dem „Rechtskomitee“, wenn ein Zeuge Jehovas, nachfolgend „ZJ“, von der Linientreue der Organisation abweicht oder verlässt, werden diese, zum Teil höchst umfangreiche Akten mit Informationen bis in das Intimbereich des Gläubigen, gegen den ZJ eingesetzt.
Die „Höchststrafe“ des „Rechtskomitees“ ist nicht nur der Entzug und Ausstoß von der Organisation und völlige gesellschaftliche Isolation – da einem ZJ jeglicher Kontakt zu „ungläubigen“ Familienangehörigen und Freunden außerhalb der Organisation verboten wurde, sind alle sozialen Bindungen zusammengebrochen – sondern auch der Entzug des Heils und die völlige Vernichtung in Harmageddon.
Wenn Gläubige von den ZJ zum Glauben an Jesus Christus kommen, steht das Urteil der WTG fest: Ausschluss und Vernichtung in Harmageddon. Dies wird bei Gläubigen ausgesagt, die den Herrn Jesus Christus als Heiland und Erretter angenommen haben.
Das Wort Gottes sagt dagegen: Johannes 11,25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?

Wie kann es zu solch drakonischen Vorgehensweisen kommen, wenn ZJ aus Gewissensgründen die Organisation verlassen und/oder zum Glauben an Jesus Christus kommen, lehrt doch der Herr Jesus in der Bibel: Lukas 6,27 Aber euch sage ich, die ihr hört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet die, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen1. 29 Dem, der dich auf die Wange schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir das Oberkleid nimmt, wehre auch das Untergewand nicht. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück.

Sind die Abweichler noch eine Zeit in der Organisation werden sie zu den Versammlungen im „Königreichsaal“ oder Hauskreisen völlig ignoriert, Begrüßungen werden abgelehnt, bis sie verzweifelt aus der Organisation gehen.
Das Wort Gottes lehrt dagegen:
Römer 12,13 Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.
Römer 14,1 Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen.
Römer 17,7 Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Menschen gingen und gehen durch die unmenschliche Vorgehensweise der WTG in die Verzweiflung, viele von ihnen in trauriger weise in den Freitod. Nehmen die ZJ, die einen Abweichler der Parteilinie völlig isolieren, den seelischen Bankrott dieses Menschen in Kauf, bis hin zum Selbstmord, schreibt das Wort Gottes etwas ganz anderes:
Jesaja 42,3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Anm. mit „er“ ist Gott gemeint.
Johannes 10,28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

ZJ bedrängen gläubige Christen, die den Herrn Jesus als Heiland und Erretter angenommen haben (…) ihren Glauben zu verlassen und sich den Glauben der WTG zu unterwerfen.
Was sagt das Wort Gottes dazu: Lukas 17,1 Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, dass keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! 2 Es wäre besser für ihn, dass man einen Mühlstein an seinen Hals hängte und würfe ihn ins Meer, als dass er einen dieser Kleinen zum Abfall verführt.
Parallel dazu Matthäus 18, 6 Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist. 7 Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!

Der Gründer der WTG war C.T. Russel. Russel wuchs in wirren religiösen Verhältnissen auf und trat schließlich der  Freimaurereligion bei, die er nach Gründung der WTG aufrecht erhielt. In dieser Religion wird der Gott der Bibel verdammt, den Sohn Gottes gilt es zu verlächerlichen und weltweit möglichst viele Christen zum Abfall zubringen. Die Freimauerreligion hat verschiedene Grade und Stufen. Die blauen unteren und die roten oberen. In schottischen Ritus ab dem 30 Grad, den roten Graden, beten die Religionsmitglieder den Wiedersacher Gottes, Luzifer – Satan – direkt an. Die unteren Grade sind darin nicht eingeweiht und wissen dies in der Regel auch nicht. Eine schauerliche Vorstellung und Tatsache, nicht nur bei bekennende Satanisten, sondern auch bei den „Baumeistern“ der Gesellschaft.
2 Korinther 11,14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an . Die Bibel nennt solche: Wölfe im Schafspeltz.

Der US-Präsident, Atombombenwerfer und Hochgradfreimaurer Truman wurde vom 32. Grad in den 33 Grad initiiert, für die „humane Handlung“ die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zu werfen. Dieser Plan wurde im Auftrag der roten Grade der Freimaurerei ausgeführt. Die beiden japanischen Städte waren die christlichen Zentren, von wo eine starke Erweckung in der Region ausging. Der Freimaurergott Luzifer forderte mehrere Hunderttausend Menschenopfer.
Offenbarung 6,9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.

Auch die Diktatoren und Völkermörder Lenin, Stalin, Arafat, Milosevic waren Hochgradfreimaurer in einem totalitären System. Die Religion der WTG ist auch eine totalitäre Organisation, die von ihren Untergebenen sklavischen Gehorsam fordert und Menschen in den Freitod gehen lässt.

Die Umkehr zu Jesus Christus aber bringt Befreiung!

Quellennachweis:
Raimond Franz – Der Gewissenskonflikt (langjähriger Mitarbeiter von Präsident Nathan Knorr informiert nach seinem Ausstieg über Interna der Ltd Körperschaft in Brooklyn und veröffentlicht höchst brisante Schriftstücke, die tiefen Einblick in den Charakter der Machtstruktur der WTG geben – HOT!)
Alexander Brieske – Ist die Lehre der die Zeugen Jehovas biblisch?
Hans Georg Twisselmann – Die Zeugen Jehovas

Fotos Quelle von oben nach unten:
Header: Bildrechte Info auf Startseite
© www_foto_fine_art__pixelio.de
© bcnter_havlena__pixelio.de
© Gerd Altmann__pixelio.de
© albrecht_e_arnold__pixelio.de
© Rudolpho_duba__pixelio.de

Für Mobile Nutzer: Die eingeblendete Werbung steht in keiner Ursache zu unserem Webangebot. Unpässlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.