+ Martin Luther zu Träumerein

Gliederung:

Martin Luther zu Träume, Traumdeutung und Neuoffenbarungen
Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195
Sollen wir um Träume beten?
Dämmerzustand und Träumereien im Spiritismus
Träume im Neuen Testament nach Pfingsten
Sekten und Irrlehren – die Folge von Traumdeutungen
Quellenangaben

Martin Luther zu Träume, Traumdeutung und Neuoffenbarungen:
Gott hat Martin Luther dazu gebraucht um Millionen Menschen, die die Bibel nur in lateinischer Sprache von ihren römisch-katholischen Priestern kannten, Gottes Wort in ihrer Sprache zugänglich zu machen. Da Martin Luther alsbald mit Schwarmgeistigem in Kontakt kam, hat er klares Wort dazu verfasst:Luther Tischrede

Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195:
„Diejenigen, welche Offenbarungen und Träume im Munde führen und suchen, sind Gottesverächter, da sie mit seinem Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung noch Träume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus (Galater 1,8), man solle sich daranhangen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte.““ Dr. Martin Luther

Sollen wir um Träume beten?
In mancherlei Kreisen wird gelehrt und gebetet, dass man herumträumen solle und so nach „Neuoffenbarungen“ suchen soll. In Pfingstkreisen und charismatischen Kreisen erlebt man solches öfters.
Gottes Wort lehrt nicht: „schlaft und träumt“ sondern vielmehr „seit nüchtern und wachet“. 1 Petrus 5,8

Dämmerzustand und Träumereien im Spiritismus
In der Esoterik und im Spiritismus allerdings beginnt jede Sitzung mit einem dämmerigen Schlaf-Zustand. Es ist unschwer zu erkennen, welcher Geist von uns fordert „träumt“. Unser liebender himmlischer Vater verlangt niemals, dass wir, wie im Spiritismus, in einen Dämmerzustand, unterstützt durch mantrische Musikdarbietung, verfallen und uns „Geistern“ im Schlafe öffnen sollen. In einem Dämmerzustand oder Trance-Zustand wir der Geist unkritisch und öffnet sich Gefahren und Einflüssen, wie zum Beispiel Hypnose, Manipulation durch okkulte Psychotherapien, fernöstlichen Spiritismus, Esoterik und so weiter. Der Geist Gottes will uns dagegen wach halten und führt uns stets durch Wachheit und bei klarem Verstand in die von Gott geoffenbarte Wahrheit. Wer das Wort Gottes hat, beachtet und den Herrn Jesus lieb hat, bedarf keiner Hypnose oder okkulten Verführung durch Psychologen oder Spiritisten, auch nicht im christlichem Gewand. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Hebräer 4,12

Lukas 21,36 So seid nun wach allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allem, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn.

Träume im Neuen Testament nach Pfingsten
Anhänger der Neuoffenbarungslehre und der Pfingstbewegung – charismatischen Bewegung verweisen gerne auf die Träume nach Pfingsten.
Schauen wir uns nun die beiden Stellen zu „Träumen“ im Neuen Testament nach Pfingsten, Apostelgeschichte 2,17 und Judas 1,8 an.

Apostelgeschichte 2,17 Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure alten Männer werden Träume haben.

Dies ist nicht vollständig in Erfüllung gegangen und ist somit eine Vorerfüllung zu Joel 3, welches sich nach der sieben Jährigen Drangsalzeit vollständig erfüllen wird. „Alles Fleisch“ ist keinesfalls eingetroffen, im Gegenteil, wir beobachten einen Niedergang und auch einen Abfall in der Gemeinde Jesu, der ja auch kommen muß, Matthäus 24. Deshalb spricht die Bibel an anderer Stelle von einer „kleinen Herde“.

Betrachten wir dazu einen Auszug vom Kommentar des Bibellehrers William MacDonald:
Apostelgeschichte 2,16-19 „Die wirkliche Erklärung lautete, dass Gottes Geist ausgegossen worden war, wie »durch den Propheten Joel gesagt ist« (Joel 3,1.2).
Jedoch waren die Ereignisse zu Pfingsten keine vollständige Erfüllung der Prophezeiung Joels. Die meisten Ereignisse, die in den Versen 17-20 beschrieben werden, sind während des Pfingstfestes nicht in Erfüllung gegangen. Doch was zu Pfingsten geschah, war ein Vorgeschmack der Ereignisse »in den letzten Tagen, . . . ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt«. Wenn Pfingsten die Prophezeiung Joels erfüllt hätte, fragt man sich: Warum wurde später eine Verheißung gegeben (3,19), dass Jesus zurückkommen und der Tag des Herrn kommen werde, wenn die Israeliten als Volk Buße tun und denjenigen annehmen würden, den sie gekreuzigt haben?
Das Joelzitat ist ein gutes Beispiel für mehrfache Erfüllung einer Prophezeiung (auch als »Grundsatz des doppelten Bezugs« bekannt). Demzufolge geht eine biblische Weissagung zu einem gewissen Zeitpunkt teilweise und zu einem späteren vollständig in Erfüllung.
Der Geist Gottes wurde zu Pfingsten ausgegossen, jedoch nicht wörtlich auf alles Fleisch. Die Prophezeiung wird zum Ende der Drangsalszeit endgültig erfüllt werden. Vor der Wiederkunft Christi in Herrlichkeit wird es am Himmel »Wunder« geben und »Zeichen« auf der Erde (Matth 24,29.30). Der Herr Jesus Christus wird dann auf der Erde erscheinen, um seine Feinde zu besiegen und sein Reich aufzurichten. Zu Beginn seiner tausendjährigen Herrschaft wird der Geist Gottes »auf alles Fleisch« ausgegossen werden, sowohl auf Juden als auch Heiden, und dieser Zustand wird fast während des gesamten Tausendjährigen Reiches fortdauern. Es werden verschiedene Offenbarungen des Geistes ungeachtet des Geschlechts, des Alters oder der sozialen Stellung auftreten. Es wird »Gesichte« und »Traumgesichte« geben, womit die Tatsache angedeutet wird, dass die Betreffenden Erkenntnis empfangen. Außerdem werden Weissagungen auftreten, womit die Weitergabe der Erkenntnis an andere gemeint ist. So werden die Gaben der Offenbarung und Mitteilung für alle Menschen sichtbar. Das alles wird nach Joels Angaben »in den letzten Tagen« geschehen (V. 17). Dies bezieht sich natürlich auf die letzten Tage Israels und nicht der Gemeinde.“

Nun zu „Träume“ im Judasbrief:
Judas 1, 8 Doch ebenso beflecken auch diese Träumer das Fleisch und verachten die Herrschaft und lästern Herrlichkeiten.

Hier finden wir die Negativbesetzung von Träumen. William MacDonald kommentiert:
„Judas 1,8 Judas kehrt nun zum Thema der Abtrünnigen seiner Zeit zurück und beschreibt ihre Sünde sowie die gegen sie gerichtete Anklage. Er verwendet der Natur entnommene Bilder, die ihnen entsprechen, und beschreibt ihre Bestimmung sowie ihre gottlosen Worte und Taten (1,8-16).
Zunächst einmal geht es um ihre Sünden. Durch Träume »beflecken« sie »das Fleisch«. Ihr ganzes Gedankenleben ist verunreinigt. Sie leben in einer Welt schmutziger Fantasien, und sie finden wie die Männer Sodoms die Erfüllung ihrer Träume schließlich in sexuellen Sünden.
Sie »verachten … die Herrschaft«. Sie lehnen sich gegen Gott und gegen obrigkeitliche Autoritäten auf. Sie sind Verteidiger von Gesetzlosigkeit und Anarchie. Ihre Namen stehen auf den Mitgliederlisten von Organisationen, die die Regierung stürzen wollen.
Sie »lästern« himmlische »Herrlichkeiten«. Damit sind Engelwesen gemeint. Den Abtrünnigen bedeuten die Worte: »Es ist keine staatliche Macht außer von Gott« (Röm 13,1) nichts. Sie verachten das göttliche Gebot: »Einem Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen« (2. Mose 22,27). Sie sprechen verächtlich von jeder Autorität, ob sie nun von Gott, Engeln oder Menschen ausgeübt wird.“

Abschließend kann festgestellt werden, dass wir im Neuen Testament über zwanzig Aussagen zu „wacht oder wachet“ haben, als eindeutige Aufforderungen an die Gläubigen gerichtet „wach“ zu sein und zu „wachen“, das heißt bei Verstande wach zu sein und sich nicht durch Mystik, Schwärmerei und Trance fördernde Umstände wie Musik, überschwängliche Kerzenstimmung, Klänge. Töne, Trommeln, Räucherwerk, Besprechen, Bannen oder optische Fokussierung wie Tücher, Tanz in Schwärmerei und Dämmerzustand versetzen zu lassen..
Keine einzige Aufforderung ist an die Gläubigen gerichtet, die fordert „träumt“, im Gegenteil, wir finden Warnungen nicht zu träumen sondern zu wachen.

Sekten – falsche Lehren – die Folge von Traumdeutungen
Die Missachtung sehen wir in der Tatsache, dass alle nachtestamentlichen Sekten der letzten 2000 Jahre, es sind viele Tausende, nahezu alle aus Träumereien, Visionen und Traumdeutungen hervorgegangen sind.

Quellenangaben:
Martin Luther: Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195
CLeVer Bibelprogramm (CleVer.de)
Sermon-online.de Bibelkommentar
Wiliam MacDonald – Kommentar Neues Testament (sermon-online und CLV-Verlag)
Els Nannen: C. G. Jung -Der getriebene Visionär http://www.cbuch.de/product_info.php?products_id=511
Wikiquote.org: Luther-Colloquia

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